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Schülerleben live

Von Träumern, Künstlern und der Zukunft

Nennt mich naiv, vielleicht bin ich es ja auch, aber mein Traumberuf ist Schriftstellerin. Da bin ich mir inzwischen sicher. Am liebsten würde ich die ganze Welt bereisen und inspiriert durch das, was ich sehe, meine Geschichten schreiben. Denn die besten Geschichten schreibt schließlich immer noch das Leben. Seit ich denken kann, ist da diese Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Ferne, dem Unbekannten, dem Abenteuer. Die Sehnsucht nach Büchern, nach Geschichten, nach Kreativität. Eine Zeit lang habe ich probiert sie zu bekämpfen. Ich meine, was hat denn eine Träumerin wie ich für eine Chance erfolgreich zu sein, in dieser Welt, in der sich jeder für einen Künstler hält?

Deshalb habe ich ein Zeit lang aufgehört zu schreiben, zu singen und zu tanzen. Aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut. Ich bin keine Buchhalterin, Chemikerin, Bankangestellte oder ähnliches. Ich bin ich. Und so fühle ich mich nun mal am wohlsten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, mein ganzes Leben lang einen Beruf auszuüben, in dem meine Persönlichkeit nicht voll und ganz aufgeht. Da würde ich kaputt gehen. Normalerweise bin ich durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, aber in diesem Punkt geht das einfach nicht. Alles oder nichts. Bei der Berufswahl dulde ich persönlich keine halben Sachen. Hoffentlich bleibt meine Kreativität auch als Erwachsene erhalten. Denn wie sagte schon Picasso: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben". Natürlich kann ich nicht blauäugig wie ein Kind in der Welt der Erwachsenen herumspazieren, das ist mir auch klar. Aber ich kann mir die Farben und die Phantasie meiner Kindheit bewahren. Und nie aufhören, ich selbst zu sein.

Eigentlich sollte ich für meine Geschichtsprüfung lernen, aber die Gedanken lassen mich einfach nicht los. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Stunden dazu aufraffen, endlich mit dem Lernen anzufangen. Eines kann ich euch jetzt schon sagen, obwohl meine Prüfungen noch nicht vorüber sind: schlecht gelaufen sind sie nicht. Trotzdem überlege ich seit dem Beginn der Prüfungen, ob ich nach meiner Schulzeit jemals wieder freiwillig einen Fuß in eine Schule oder Universität setzten werde.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.01.2013

Schülerleben live

Panik + Blamage = Stress

Ich habe morgen meine erste schriftliche Abiturprüfung. Heute habe ich frei, aber die zwei Tage davor hatte ich noch Schule. Fast bei jedem meiner Mitschüler herrschte eine gewisse Grundpanik, die im Unterricht dann noch gesteigert wurde. Also, mal ehrlich, ich bin auch nervös, aber dann mache ich mich doch nicht noch verrückter als ich es ohnehin schon bin, oder? Richtiger Unterricht hat übrigens auch nicht mehr stattgefunden, deshalb hätte man sich die zwei Tage auch schenken können.

Im Matheunterricht ging es dann um die mündlichen Prüfungen (die sind bei mir irgendwann im März) und da ich genau in diesem Fach mündliche Prüfung machen will, sollte ich eine Aufgabe an der Tafel vorrechnen. Es lief nicht schlecht, trotzdem habe ich mich, glaube ich, ein wenig blamiert. Die Hälfte der (einfachen) Teilaufgaben konnte ich nicht ohne Hilfe lösen. Zum Glück hatte meine Lehrerin dafür Verständnis und hat mich sehr fair behandelt. Nach der einzigen richtigen Unterrichtsstunde dieses Tages ging es dann weiter mit der allgemeinen Panikmache. Ich war erstaunt, was die anderen alles lernen. Naja, ein paar Mal war ich kurz davor, ebenfalls in Panik zu verfallen. Ich konnte mich gerade noch so beruhigen. Wahrscheinlich können viele nicht nachvollziehen, dass mich übertriebenes Lernen nervöser macht als weniger zu lernen, es ist aber nun mal so. Sollte ich wirklich in der Prüfung sitzen und Pech haben (kann ja durchaus vorkommen), weil ich mich auf die Prüfungsthemen nicht genug vorbereitet habe, muss ich wohl oder übel auf meinen gesunden Menschenverstand und mein Gedächtnis zählen. Und so viel Selbstvertrauen habe ich.

Natürlich mache ich mir nichts vor: Ich werde aufgeregt sein, die Prüfung wird anstrengend und die Möglichkeit, dass ich durchfalle, besteht immer. Nichtsdestotrotz freue ich mich auch irgendwie auf das schriftliche Abitur. Erstens, weil ich meine Prüfungsfächer Englisch, Deutsch und Geschichte mag. Zweitens, weil danach (mit großer Wahrscheinlichkeit) der Stress vorbei ist und ich wieder aufatmen kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
11.01.2013

Schülerleben live

Vergib dir selbst!

Es ist halb drei Uhr morgens und ich hätte eigentlich weiß Gott besseres zu tun, als gedankenlos im Internet zu surfen. Beispielsweise könnte ich für meine Abiturprüfungen lernen, die im Januar anstehen. Oder ich könnte schlicht und ergreifend schlafen. Klingt doch alles recht plausibel. Es gibt nur ein klitzekleines Problem und das ist meine chronische Unlust. Woher die wohl kommt? Eine durchaus tiefsinnige Frage, die es wert ist, irgendwann mal eine Studie darüber zu erstellen. Aber das überlasse ich jemandem, der sich damit auskennt. Mich beschleicht allerdings so langsam ein schlechtes Gewissen, schließlich sollte man doch ohne Unterlass für seine Abiturprüfungen lernen, damit man diese dann auch mit einer möglichst guten Note ablegt. Trotzdem konnte ich mich bis jetzt nur zu einer Stunde leichter Lektüre am Tag überwinden. Deshalb gab es auch schon Vorhaltungen von diversen Verwandten. Wahrscheinlich habe ich darum ein schlechtes Gewissen. Korrekter wäre inzwischen wohl aber, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte (ich habe inzwischen zumindest meistens keins mehr). Seit ich den Film „Eat, pray, love" mit Julia Roberts gesehen habe, denke ich nämlich in einem Punkt grundsätzlich anders: Es sollte egal sein, ob einem die anderen vergeben, in erster Linie sollte man mit sich selbst im Reinen sein und dazu gehört eben auch, dass man lernt, die eigenen Fehler zu verzeihen und sie (wenn nötig) zu beheben. Da ich tendenziell wenig für die Schule lerne, habe ich beschlossen, dass momentan noch nichts zu beheben ist. Es kann sein, dass ich mit dieser Einstellung demnächst richtig auf die Schnauze fliege, aber damit werde ich dann wohl oder übel leben müssen. So, und jetzt wird es wohl doch allmählich Zeit für meinen Schönheitsschlaf (eigentlich gehöre ich nämlich nicht zu den Nachtschwärmern).

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  07.01.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
07.01.2013