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Schülerleben live

O du fröhliche ...

Vergangene Woche habe ich mich mit einer Freundin in der Stadt getroffen. Zuerst waren wir im Kino (den Titel des Filmes habe ich schon wieder vergessen) und danach haben wir es uns in einem Café gemütlich gemacht. Schließlich hatten wir Zeit. In den letzten Wochen vor den Ferien kommt sowieso meist kein Unterricht zustande. Naja, auf jeden Fall saßen wir dann in diesem kleinen Café und haben die Leute auf der Straße, auf dem Gehweg und in den Geschäften beobachtet. Bis Weihnachten ist es nicht mehr lang, das heißt an diesem Nachmittag wurde meiner Freundin und mir schon einiges geboten.

Zuallererst kam eine junge Frau (ich schätze mal so um die 25 Jahre alt, wobei ich im Schätzen wirklich nicht so gut bin) die Straße entlang. Auf Stöckelschuhen. Anscheinend hatte sie nicht besonders viel Erfahrung mit dieser Art der Fortbewegung. Hinzu kam natürlich noch, dass die Straßen (aber vor allem die Gehwege) spiegelglatt waren. Um es abzukürzen: die Arme stolzierte die Straße entlang wie eine betrunkene Giraffe. Bei diesem Anblick konnte ich mir das Lachen gerade noch verkneifen, beim nächsten allerdings nicht mehr: Eine Mutter (ich nehme mal an, das es die Mutter war) und ihre drei Kinder sind wie die Wiesel die Straße entlang gelaufen. Die Frau war schon voll bepackt mit Geschenktüten und die Kinder wollten trotzdem noch in jedes Geschäft. Blöd für die Mutter war nur, dass jedes ihrer Kinder in ein anderes Geschäft wollte. Was das für ein Chaos war, kann sich wahrscheinlich so ziemlich jeder vorstellen. Am frühen Abend hat sich meine Freundin von mir verabschiedet und ich habe mich nach ein paar Minuten auch auf den Heimweg gemacht. Dabei habe ich beschlossen, dieses Jahr zu Weihnachten nichts zu kaufen, sondern Dinge zu verschenken, die ich eigentlich nicht weggeben möchte. Denn ein Geschenk, welches von Herzen kommt und das man am liebsten selbst behalten würde, ist meiner Meinung nach immer noch das beste.

Autor: Nele  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  21.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: auszeit nach dem abi
21.12.2012

Schülerleben live

"La problemo estas grava"

Der Satz bedeutet: „Das Problem ist wichtig" und die Sprache nennt sich Esperanto. Ich habe vorher noch nie von dieser Sprache gehört. Angeblich ist das eine sogenannte Plansprache (auch davon habe ich zuvor nie etwas gewusst). Im Gegensatz zu anderen Sprachen wurde diese Sprache bewusst von Menschen entwickelt, um die internationale Kommunikation zu erleichtern. Der obige Satz setzt sich zum Beispiel aus spanischen und/oder italienischen und/oder portugiesischen Elementen zusammen. Wobei ich allerdings nur die spanische Struktur sicher erkennen kann, weil ich die anderen Sprachen nicht beherrsche. Faszinierend finde ich, dass Esperanto heutzutage von einigen Menschen wirklich als Muttersprache gesprochen wird. Allgemein finde ich es schön, zugleich aber auch nicht besonders angenehm, dass auf der Welt so viele Sprachen gesprochen werden. Es gibt angeblich 3.000 bis 10.000 Sprachen, allerdings lässt sich das nicht genau feststellen. Allein diese Tatsache finde ich ein wenig frustrierend. Ich werde mich nie im Leben mit Menschen aller Sprachgruppen dieser Erde tiefgründig unterhalten können, nur weil wir nicht dieselbe Sprache sprechen. Andererseits finde ich es wunderschön, neue Sprachen zu lernen; schließlich bekommt man dadurch mitunter ein ganz anderes Lebensgefühl und es macht mir auch schlicht und ergreifend Spaß. Nichtsdestotrotz ist Deutsch die Sprache, die ich am schönsten finde. Wahrscheinlich bin ich ein wenig voreingenommen, das gebe ich auch gerne zu. Viele Menschen finden Deutsch ja hart und unmelodisch. Ich hingegen liebe die vielfältigen Möglichkeiten in der Grammatik und natürlich die Tatsache, dass Deutsch sowohl poetisch als auch direkt sein kann. Natürlich finde ich Spanisch, Italienisch oder Französisch auch schön. Aber Deutsch wird immer die Sprache sein, in der ich lebe, fühle und liebe.

Autor: Nele  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  20.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: auszeit nach dem abi
20.12.2012

Schülerleben live

Luxusgut Zeit

„Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen." (Giovanni Guareschi) Dieses Zitat habe ich neulich zufällig im Internet gefunden. Und ich finde es doch recht zutreffend. Heutzutage muss alles schnell gehen. Wenn man etwas möchte, dann ist es am besten schon gestern da. Vor einiger Zeit ist ja ein neues Apple-Produkt auf den Markt gekommen. Ich war schockiert, als ich die meterlangen Schlangen vor den Apple-Läden gesehen habe. Kann man sich ein Handy (oder was auch immer) nicht auch noch einen Tag, eine Woche oder einen Monat später kaufen? Außerdem ist unser Zeitalter allgemein sehr schnelllebig; beispielsweise gelten schnelle Autos bei uns ja schon fast als Statussymbol. Der Tag hat 24 Stunden. Der durchschnittliche Mensch schläft ungefähr acht Stunden, abhängig vom Alter natürlich. Das heißt uns bleiben täglich 18 Stunden und trotzdem plagt uns das Gefühl, wir hätten keine Zeit. Je mehr man verdient, desto weniger Zeit hat man. Man ist schließlich damit beschäftigt, Geld zu verdienen. Schon komisch, man arbeitet, damit man sich später mal Zeit nehmen kann, um die Seele baumeln zu lassen. Irgendwas läuft doch da falsch. Momentan habe ich auch das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt. Ich mache diesen Vortrag, stelle dort eine Zusammenfassung zusammen und nebenbei lerne ich noch für meine Klausuren. Irgendwann falle ich dann todmüde ins Bett. Wo ist denn all die Zeit geblieben? Sie kann ja nicht einfach weg sein, oder doch? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass uns Menschen (Lebewesen im Allgemeinen) nichts bleibt außer Zeit. Reichtum und Gesundheit können vergehen. Das einzige was zählt, ist unsere Lebensdauer. Und damit natürlich auch, wie wir diese Zeit verbringen. Denn allein die Dauer macht ein Leben noch lange nicht lebenswert.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.12.2012