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Schülerleben live

"La problemo estas grava"

Der Satz bedeutet: „Das Problem ist wichtig" und die Sprache nennt sich Esperanto. Ich habe vorher noch nie von dieser Sprache gehört. Angeblich ist das eine sogenannte Plansprache (auch davon habe ich zuvor nie etwas gewusst). Im Gegensatz zu anderen Sprachen wurde diese Sprache bewusst von Menschen entwickelt, um die internationale Kommunikation zu erleichtern. Der obige Satz setzt sich zum Beispiel aus spanischen und/oder italienischen und/oder portugiesischen Elementen zusammen. Wobei ich allerdings nur die spanische Struktur sicher erkennen kann, weil ich die anderen Sprachen nicht beherrsche. Faszinierend finde ich, dass Esperanto heutzutage von einigen Menschen wirklich als Muttersprache gesprochen wird. Allgemein finde ich es schön, zugleich aber auch nicht besonders angenehm, dass auf der Welt so viele Sprachen gesprochen werden. Es gibt angeblich 3.000 bis 10.000 Sprachen, allerdings lässt sich das nicht genau feststellen. Allein diese Tatsache finde ich ein wenig frustrierend. Ich werde mich nie im Leben mit Menschen aller Sprachgruppen dieser Erde tiefgründig unterhalten können, nur weil wir nicht dieselbe Sprache sprechen. Andererseits finde ich es wunderschön, neue Sprachen zu lernen; schließlich bekommt man dadurch mitunter ein ganz anderes Lebensgefühl und es macht mir auch schlicht und ergreifend Spaß. Nichtsdestotrotz ist Deutsch die Sprache, die ich am schönsten finde. Wahrscheinlich bin ich ein wenig voreingenommen, das gebe ich auch gerne zu. Viele Menschen finden Deutsch ja hart und unmelodisch. Ich hingegen liebe die vielfältigen Möglichkeiten in der Grammatik und natürlich die Tatsache, dass Deutsch sowohl poetisch als auch direkt sein kann. Natürlich finde ich Spanisch, Italienisch oder Französisch auch schön. Aber Deutsch wird immer die Sprache sein, in der ich lebe, fühle und liebe.

Autor: Nele  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  20.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: auszeit nach dem abi
20.12.2012

Schülerleben live

Luxusgut Zeit

„Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen." (Giovanni Guareschi) Dieses Zitat habe ich neulich zufällig im Internet gefunden. Und ich finde es doch recht zutreffend. Heutzutage muss alles schnell gehen. Wenn man etwas möchte, dann ist es am besten schon gestern da. Vor einiger Zeit ist ja ein neues Apple-Produkt auf den Markt gekommen. Ich war schockiert, als ich die meterlangen Schlangen vor den Apple-Läden gesehen habe. Kann man sich ein Handy (oder was auch immer) nicht auch noch einen Tag, eine Woche oder einen Monat später kaufen? Außerdem ist unser Zeitalter allgemein sehr schnelllebig; beispielsweise gelten schnelle Autos bei uns ja schon fast als Statussymbol. Der Tag hat 24 Stunden. Der durchschnittliche Mensch schläft ungefähr acht Stunden, abhängig vom Alter natürlich. Das heißt uns bleiben täglich 18 Stunden und trotzdem plagt uns das Gefühl, wir hätten keine Zeit. Je mehr man verdient, desto weniger Zeit hat man. Man ist schließlich damit beschäftigt, Geld zu verdienen. Schon komisch, man arbeitet, damit man sich später mal Zeit nehmen kann, um die Seele baumeln zu lassen. Irgendwas läuft doch da falsch. Momentan habe ich auch das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt. Ich mache diesen Vortrag, stelle dort eine Zusammenfassung zusammen und nebenbei lerne ich noch für meine Klausuren. Irgendwann falle ich dann todmüde ins Bett. Wo ist denn all die Zeit geblieben? Sie kann ja nicht einfach weg sein, oder doch? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass uns Menschen (Lebewesen im Allgemeinen) nichts bleibt außer Zeit. Reichtum und Gesundheit können vergehen. Das einzige was zählt, ist unsere Lebensdauer. Und damit natürlich auch, wie wir diese Zeit verbringen. Denn allein die Dauer macht ein Leben noch lange nicht lebenswert.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.12.2012

Schülerleben live

Glück --alles Ansichtssache (?)

Heute ging es in der Schule um das Thema Glück. Mich wundert eigentlich so langsam nichts mehr. Glück ist ja schön und gut, aber könnte mir vielleicht mal jemand was Nützliches beibringen? Zum Beispiel wäre es schön, bei dem ganzen Börsenfachchinesisch auch mal was zu verstehen. Dann müsste ich nicht immer rätseln, was dieses oder jenes Wort bedeutet. Aber zurück zum Thema Glück: Wir werden so wie es aussieht zwei große Themenbereiche behandeln, die angeblich eng mit Glück zusammenhängen. Nämlich Liebe und Freundschaft. Vielleicht nicht unbedingt in der Reihenfolge. Mal abgesehen davon, dass es auch Menschen gibt, die alleine am glücklichsten sind, aber das ist ein anderes Thema. Angeblich braucht man zum persönlichen Glück auch gesellschaftliche Anerkennung und ein gewisses Maß an materiellen Dingen. Spätestens ab dem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass mein Lehrer keine Ahnung hat, wovon er redet. Ich habe in Afrika Menschen gesehen, die fast nichts haben und die sahen glücklicher aus als viele Europäer. Allerdings muss ich zugeben, dass es auch europäische Länder gibt, in denen Lebensfreude und Offenheit herrschen und nein, es ist meinem Empfinden nach nicht Spanien. Sondern Irland. Ich gebe zu, das Wetter dort ist ziemlich bescheiden. Aber die Menschen sind so offen, tolerant und lebensbejahend, dass es einem als Deutschem fast weh tut. Na gut, das war vielleicht ein wenig übertrieben. Nichtsdestotrotz, ich habe jede Sekunde in Irland genossen. Vor allem irische Pubs sind sehr empfehlenswert (nicht wegen des Essens oder der Getränke, sondern wegen der Musik). Ich hatte ja schon immer einen Faible für Irish Folk, allerdings ist es seit der Zeit in Irland noch schlimmer geworden. Den Rest der Schulstunde habe ich nicht wirklich weiter zugehört, das einzige Wort, das ich dann doch noch aufgeschnappt habe war: „Vergleichsmaßstab". Dementsprechend ist ein Afrikaner mit wenig glücklich, weil seine Nachbarn auch wenig haben. Dagegen ist bei uns ein gering verdienender Arbeitnehmer unglücklicher als der Afrikaner, weil er sich mit den Besserverdienenden vergleicht. Im Umkehrschluss sollten sich also diejenigen, die in einer bestimmten Kultur leben und dort weniger als der Durchschnitt verdienen, bewusst machen, was sie im Vergleich zu einem Afrikaner (beispielsweise) besitzen und schon wäre das Problem gelöst (?).

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  05.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
05.12.2012