Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Luxusgut Zeit

„Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen." (Giovanni Guareschi) Dieses Zitat habe ich neulich zufällig im Internet gefunden. Und ich finde es doch recht zutreffend. Heutzutage muss alles schnell gehen. Wenn man etwas möchte, dann ist es am besten schon gestern da. Vor einiger Zeit ist ja ein neues Apple-Produkt auf den Markt gekommen. Ich war schockiert, als ich die meterlangen Schlangen vor den Apple-Läden gesehen habe. Kann man sich ein Handy (oder was auch immer) nicht auch noch einen Tag, eine Woche oder einen Monat später kaufen? Außerdem ist unser Zeitalter allgemein sehr schnelllebig; beispielsweise gelten schnelle Autos bei uns ja schon fast als Statussymbol. Der Tag hat 24 Stunden. Der durchschnittliche Mensch schläft ungefähr acht Stunden, abhängig vom Alter natürlich. Das heißt uns bleiben täglich 18 Stunden und trotzdem plagt uns das Gefühl, wir hätten keine Zeit. Je mehr man verdient, desto weniger Zeit hat man. Man ist schließlich damit beschäftigt, Geld zu verdienen. Schon komisch, man arbeitet, damit man sich später mal Zeit nehmen kann, um die Seele baumeln zu lassen. Irgendwas läuft doch da falsch. Momentan habe ich auch das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt. Ich mache diesen Vortrag, stelle dort eine Zusammenfassung zusammen und nebenbei lerne ich noch für meine Klausuren. Irgendwann falle ich dann todmüde ins Bett. Wo ist denn all die Zeit geblieben? Sie kann ja nicht einfach weg sein, oder doch? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass uns Menschen (Lebewesen im Allgemeinen) nichts bleibt außer Zeit. Reichtum und Gesundheit können vergehen. Das einzige was zählt, ist unsere Lebensdauer. Und damit natürlich auch, wie wir diese Zeit verbringen. Denn allein die Dauer macht ein Leben noch lange nicht lebenswert.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  17.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
17.12.2012

Schülerleben live

Glück --alles Ansichtssache (?)

Heute ging es in der Schule um das Thema Glück. Mich wundert eigentlich so langsam nichts mehr. Glück ist ja schön und gut, aber könnte mir vielleicht mal jemand was Nützliches beibringen? Zum Beispiel wäre es schön, bei dem ganzen Börsenfachchinesisch auch mal was zu verstehen. Dann müsste ich nicht immer rätseln, was dieses oder jenes Wort bedeutet. Aber zurück zum Thema Glück: Wir werden so wie es aussieht zwei große Themenbereiche behandeln, die angeblich eng mit Glück zusammenhängen. Nämlich Liebe und Freundschaft. Vielleicht nicht unbedingt in der Reihenfolge. Mal abgesehen davon, dass es auch Menschen gibt, die alleine am glücklichsten sind, aber das ist ein anderes Thema. Angeblich braucht man zum persönlichen Glück auch gesellschaftliche Anerkennung und ein gewisses Maß an materiellen Dingen. Spätestens ab dem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass mein Lehrer keine Ahnung hat, wovon er redet. Ich habe in Afrika Menschen gesehen, die fast nichts haben und die sahen glücklicher aus als viele Europäer. Allerdings muss ich zugeben, dass es auch europäische Länder gibt, in denen Lebensfreude und Offenheit herrschen und nein, es ist meinem Empfinden nach nicht Spanien. Sondern Irland. Ich gebe zu, das Wetter dort ist ziemlich bescheiden. Aber die Menschen sind so offen, tolerant und lebensbejahend, dass es einem als Deutschem fast weh tut. Na gut, das war vielleicht ein wenig übertrieben. Nichtsdestotrotz, ich habe jede Sekunde in Irland genossen. Vor allem irische Pubs sind sehr empfehlenswert (nicht wegen des Essens oder der Getränke, sondern wegen der Musik). Ich hatte ja schon immer einen Faible für Irish Folk, allerdings ist es seit der Zeit in Irland noch schlimmer geworden. Den Rest der Schulstunde habe ich nicht wirklich weiter zugehört, das einzige Wort, das ich dann doch noch aufgeschnappt habe war: „Vergleichsmaßstab". Dementsprechend ist ein Afrikaner mit wenig glücklich, weil seine Nachbarn auch wenig haben. Dagegen ist bei uns ein gering verdienender Arbeitnehmer unglücklicher als der Afrikaner, weil er sich mit den Besserverdienenden vergleicht. Im Umkehrschluss sollten sich also diejenigen, die in einer bestimmten Kultur leben und dort weniger als der Durchschnitt verdienen, bewusst machen, was sie im Vergleich zu einem Afrikaner (beispielsweise) besitzen und schon wäre das Problem gelöst (?).

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  05.12.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
05.12.2012

Schülerleben live

Hast du es schon gehört?

Sie denken, ich sehe die Blicke nicht. Sie denken, ich höre die gehässigen Kommentare nicht. Aber ich höre und sehe sie. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, mir meine Freunde außerhalb der Schule zu suchen. Denn ich habe das Glück bzw. Pech nicht um meine Versetzung bangen zu müssen. Hatte ich nie. Allein damit schießt man sich in meiner Schule bei den Mitschülern schon ins Aus. Dazu kommt dann noch, dass ich mich anders kleide. Nur als Beispiel: Ich habe im Gegensatz zu vielen anderen Mädchen meiner Stufe keinen Schuhtick. Ich komme mit drei bis fünf Paar Schuhen aus. Ach ja, und shoppen kann ich auch nicht ausstehen. Einzige Ausnahme sind Bücher. Ich habe nichts gegen ein bisschen Klatsch und Tratsch, aber wenn sich das ganze verselbstständigt, wird es mir dann doch zu bunt. Ich weiß wirklich nicht, wieso jedes Fettnäpfchen gleich zu einem Skandal aufgebauscht werden muss. Jeder macht doch mal Fehler. Und dann wird meistens über diejenigen hergezogen, die in irgendeinem Aspekt von der Norm abweichen. Es gab mal einen Jungen, eine Klasse über mir, der stand in der Pause immer alleine da. Gut, er sah ein wenig komisch aus. Aber das ist eigentlich noch lange kein Grund, dass Schülergruppen, die in Hörweite stehen, lauthals über ihn herziehen. War allerdings der Fall. Heute schäme ich mich ein wenig, dass ich nicht einfach zu ihm hingegangen bin und mich mit ihm unterhalten habe. Damals hatte ich jedoch auch noch meine feste Clique. Da war die Meinung meiner sogenannten „Freunde" wichtiger.

Warum sind Menschen eigentlich oft so oberflächlich? Ich sehe ja ein, dass es ein gewisser Schutzmechanismus ist, wenn man in einer dunklen Gasse dem Mann ganz in Schwarz aus dem Weg geht. Er könnte ja gefährlich sein. Genauso gut könnte das allerdings auch auf das lachende, bunt angezogene Mädchen zutreffen. Kleidung sagt nur bedingt etwas über den Charakter aus. Ist jemand, der gerne High Heels trägt, leicht zu haben? Ist jemand, der gerne Jogginghosen anzieht, zwangsläufig unhygienisch und faul? Dieses Schubladendenken geht doch aber im Berufsleben weiter. Einen Bankangestellten im Trainingsanzug hält man für inkompetent, einem im Anzug vertraut man eher seine Finanzen an. Wie unlogisch das eigentlich ist, fällt wohl den wenigsten auf.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  28.11.2012
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
28.11.2012