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Schülerleben live

Zurück in den Alltag

Manchmal gibt es einfach so Tage, an denen man von allem genervt ist. Von den Fusseln auf dem Fußboden und dem kaputten Staubsauger. Von der Tatsache, dass man um halb sechs aufstehen muss, um pünktlich an der Uni anzukommen. Von der deprimierenden Situation des Kölner Wohnungsmarktes. Und genau so einen Tag habe ich heute. Es ist Montag, eigentlich war ich darauf eingestellt, nun endlich ins Studentenleben starten zu können, aber Pustekuchen. Meine erste Vorlesung ist am Mittwoch und mir scheint, als wolle man uns Neulingen eine easy Studienzeit vorgaukeln, um uns kurz darauf extra hart auflaufen zu lassen.

Zu all meinen Ängsten in Anbetracht irgendwelcher Präsentationen und unerwartet kleiner Kurse mischt sich dann auch noch eine große Portion Heimweh. Anlässlich der Buchmesse habe ich vergangenes Wochenende nämlich mit meiner Mama in Frankfurt verbracht. Dort habe ich auch meine beste Freundin getroffen, die nach Wochen der Knechtschaft in ihrer Ausbildung nun frei bekommen hat. Und da übermannt mich wieder der Wunsch, sechs Jahre alt zu sein und keine anderen Probleme zu haben als das Diktat am Montag. Ich muss ehrlich zugeben, als ich meine Mutter am Bahnhof verabschiedete, kamen mir die Tränen. Damit war ich jedoch nicht die Einzige, denn ich bekam mit, dass meine Schulfreundin zur selben Zeit mit denselben Umständen kämpfte. Für sie hieß es zurück nach Tübingen und damit auch eine Trennung auf unbestimmte Zeit von ihrem Freund. Nun bin ich zurück und der Alltag hat mich wieder – der Alltag, die Fusseln, der kaputte Staubsauger und die nicht vorhandene Aussicht auf eine neue Wohnung. Na ja, vielleicht helfen fürs erste ja auch die Anschaffung eines Staubtuchs und das längst überfällige Tätigen des Abwaschs.

Autor: Noelle  |  Rubrik: orientieren  |  26.10.2012
Autor: Noelle
Rubrik: orientieren
26.10.2012

Schuelerleben live

Neue Herausforderungen und alte Freunde

Darf ich vorstellen: Noelle Bölling, Studentin. Denn vergangenen Donnerstag war es endlich soweit: Ich habe mich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eingeschrieben. Wurde auch mal Zeit! Aber jetzt ist es offiziell und das fühlt sich so richtig gut an!

Leider habe ich das Gefühl, dass die Arbeit jetzt erst richtig anfängt und das meine ich nicht auf das Studium an sich bezogen. Bei der Immatrikulation wurde mir der Studienkompass ausgehändigt, den ich noch am selben Abend komplett durchlas, weil ich hoffte, mir würde so einiges klarer werden. Stattdessen bin ich nun aber noch verunsicherter als zuvor! Planen, Anträge stellen, Beratung ... Tausend Namen und Adressen werden genannt und ich habe absolut keine Ahnung, wo ich mit mir nun hin soll.

Dann überkommt mich wieder so ein Moment, indem ich wehmütig an die Schulzeit zurückdenke. Morgens hin, nachmittags wieder heim. Den Stundenplan gab es ausgedruckt und auch sonst bestand die einzige organisatorische Herausforderung darin, den Zettel für den Elternsprechtag in der Schultasche wiederzufinden.

Noch viel mehr Bammel als vor dem Verschlafen irgendwelcher Fristen habe ich jedoch vor meinen Mitstudenten. Vor dem Sekretariat konnte ich nämlich schon mal einen ersten vagen Blick auf sie werfen und musste geschockt feststellen, dass manch einer wirklich die schlimmsten Klischees zu erfüllen scheint: Von gepiercten Punks bis zu aalglatten Chihuahuabesitzern war alles dabei! Wahrscheinlich sollte ich mich zuerst noch einmal in Weltoffenheit üben. Tut mir leid Leute, aber da wo ich herkomme, sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen schon irgendwie seltsam. Andererseits ist es doch klar, dass die Leute, die ich während des Studiums kennenlernen werde, niemals so sein können wie meine Freundinnen zuhause. Und das sollen sie doch auch gar nicht, oder? Naja, davon werde ich mich wohl erst noch selbst überzeugen müssen.

 

Autor: Noelle  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  21.09.2012
Autor: Noelle
Rubrik: auszeit nach dem abi
21.09.2012

Schülerleben live

Warum ich in Deutschland bleiben will

Es gibt Zeiten, da hat man nach wochenlangem Quasi-Nichtstun plötzlich in drei Tagen lauter Termine! So fühle ich mich nach der letzten Woche: Erst war ich von Mittwoch bis Samstag zu Besuch bei einer Freundin in Rheinland-Pfalz, dann Samstagabend direkt auf die Party einer ehemaligen Stufenkameradin eingeladen und Sonntag schließlich mit meiner besten Freundin im Freibad verabredet. Was diese drei Mädchen gemeinsam haben? Alle drei haben ein Auslandjahr vor sich oder bereits hinter sich gebracht. Meine Freundin aus Rheinland-Pfalz fliegt nächste Woche nach Argentinien, die ehemalige Stufenkameradin macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Togo und meine beste Freundin hat die elfte Klasse in den USA verbracht.

Auslandsjahre nach dem Abitur oder für ein Schuljahr sind gang und gäbe, alleine in meinem engeren Bekanntenkreis haben mindestens zwölf Leute die Einführungsphase genutzt, eine Zeit lang in Amerika, Belgien, Japan, Südafrika oder England zur Schule zu gehen und spontan fallen mir auch mindestens fünf Personen ein, die nach dem Abitur erst einmal als Au-pair oder mit Work& Travel nach Irland, Neuseeland oder Australien gereist sind. Ich meine, klar, ein Jahr in einem fremden Land zu leben, bringt viele Vorteile: Man verbessert seine Fremdsprachenkenntnisse, lernt viele Leute und deren Kultur kennen, kann Unmengen an Lebens- und Selbsterfahrung sammeln und im Lebenslauf ist es für einige Berufsfelder nicht nur von Vorteil, sondern sogar wünschenswert.

Und natürlich stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Asien und Afrika fielen bei mir zwar ohnehin raus, weil mir die Umstellung zu schwerfallen würde, aber England oder Nordamerika haben schon ihren Reiz und meine Defizite bezüglich der englischen Sprache würde ich dabei bestimmt auch aufholen… Aber neben den vielen Vorteilen, die Auslandsjahre bieten, ist das Wichtigste ja, dass man sich von zu Hause lösen kann. Und das ist aktuell nicht nur wegen der ganzen Menschen, die ich furchtbar vermissen würde, schwierig.

Neues erleben werde ich auch im nächsten Jahr im Level Studium. Und Erfahrungen mit anderen Ländern kann ich auch im Urlaub machen. Und der Lebenslauf? Klar würde sich so etwas schön darin machen. Aber es ist ja nicht so, dass man nur einen Job bekommt, wenn man ein Jahr im Ausland war. Praktika und Kontakte bringen mindestens genau so viel, wenn man nicht gerade etwas total Internationales machen möchte.

Von daher steht für mich fest: Ich möchte in Deutschland bleiben. Aber euch viel Spaß in Togo und Argentinien!

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  06.09.2012
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
06.09.2012