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Schuelerleben live

Neue Herausforderungen und alte Freunde

Darf ich vorstellen: Noelle Bölling, Studentin. Denn vergangenen Donnerstag war es endlich soweit: Ich habe mich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eingeschrieben. Wurde auch mal Zeit! Aber jetzt ist es offiziell und das fühlt sich so richtig gut an!

Leider habe ich das Gefühl, dass die Arbeit jetzt erst richtig anfängt und das meine ich nicht auf das Studium an sich bezogen. Bei der Immatrikulation wurde mir der Studienkompass ausgehändigt, den ich noch am selben Abend komplett durchlas, weil ich hoffte, mir würde so einiges klarer werden. Stattdessen bin ich nun aber noch verunsicherter als zuvor! Planen, Anträge stellen, Beratung ... Tausend Namen und Adressen werden genannt und ich habe absolut keine Ahnung, wo ich mit mir nun hin soll.

Dann überkommt mich wieder so ein Moment, indem ich wehmütig an die Schulzeit zurückdenke. Morgens hin, nachmittags wieder heim. Den Stundenplan gab es ausgedruckt und auch sonst bestand die einzige organisatorische Herausforderung darin, den Zettel für den Elternsprechtag in der Schultasche wiederzufinden.

Noch viel mehr Bammel als vor dem Verschlafen irgendwelcher Fristen habe ich jedoch vor meinen Mitstudenten. Vor dem Sekretariat konnte ich nämlich schon mal einen ersten vagen Blick auf sie werfen und musste geschockt feststellen, dass manch einer wirklich die schlimmsten Klischees zu erfüllen scheint: Von gepiercten Punks bis zu aalglatten Chihuahuabesitzern war alles dabei! Wahrscheinlich sollte ich mich zuerst noch einmal in Weltoffenheit üben. Tut mir leid Leute, aber da wo ich herkomme, sind Kurzhaarfrisuren bei Mädchen schon irgendwie seltsam. Andererseits ist es doch klar, dass die Leute, die ich während des Studiums kennenlernen werde, niemals so sein können wie meine Freundinnen zuhause. Und das sollen sie doch auch gar nicht, oder? Naja, davon werde ich mich wohl erst noch selbst überzeugen müssen.

 

Autor: Noelle  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  21.09.2012
Autor: Noelle
Rubrik: auszeit nach dem abi
21.09.2012

Schülerleben live

Warum ich in Deutschland bleiben will

Es gibt Zeiten, da hat man nach wochenlangem Quasi-Nichtstun plötzlich in drei Tagen lauter Termine! So fühle ich mich nach der letzten Woche: Erst war ich von Mittwoch bis Samstag zu Besuch bei einer Freundin in Rheinland-Pfalz, dann Samstagabend direkt auf die Party einer ehemaligen Stufenkameradin eingeladen und Sonntag schließlich mit meiner besten Freundin im Freibad verabredet. Was diese drei Mädchen gemeinsam haben? Alle drei haben ein Auslandjahr vor sich oder bereits hinter sich gebracht. Meine Freundin aus Rheinland-Pfalz fliegt nächste Woche nach Argentinien, die ehemalige Stufenkameradin macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in Togo und meine beste Freundin hat die elfte Klasse in den USA verbracht.

Auslandsjahre nach dem Abitur oder für ein Schuljahr sind gang und gäbe, alleine in meinem engeren Bekanntenkreis haben mindestens zwölf Leute die Einführungsphase genutzt, eine Zeit lang in Amerika, Belgien, Japan, Südafrika oder England zur Schule zu gehen und spontan fallen mir auch mindestens fünf Personen ein, die nach dem Abitur erst einmal als Au-pair oder mit Work& Travel nach Irland, Neuseeland oder Australien gereist sind. Ich meine, klar, ein Jahr in einem fremden Land zu leben, bringt viele Vorteile: Man verbessert seine Fremdsprachenkenntnisse, lernt viele Leute und deren Kultur kennen, kann Unmengen an Lebens- und Selbsterfahrung sammeln und im Lebenslauf ist es für einige Berufsfelder nicht nur von Vorteil, sondern sogar wünschenswert.

Und natürlich stellt sich die Frage: Warum eigentlich nicht? Asien und Afrika fielen bei mir zwar ohnehin raus, weil mir die Umstellung zu schwerfallen würde, aber England oder Nordamerika haben schon ihren Reiz und meine Defizite bezüglich der englischen Sprache würde ich dabei bestimmt auch aufholen… Aber neben den vielen Vorteilen, die Auslandsjahre bieten, ist das Wichtigste ja, dass man sich von zu Hause lösen kann. Und das ist aktuell nicht nur wegen der ganzen Menschen, die ich furchtbar vermissen würde, schwierig.

Neues erleben werde ich auch im nächsten Jahr im Level Studium. Und Erfahrungen mit anderen Ländern kann ich auch im Urlaub machen. Und der Lebenslauf? Klar würde sich so etwas schön darin machen. Aber es ist ja nicht so, dass man nur einen Job bekommt, wenn man ein Jahr im Ausland war. Praktika und Kontakte bringen mindestens genau so viel, wenn man nicht gerade etwas total Internationales machen möchte.

Von daher steht für mich fest: Ich möchte in Deutschland bleiben. Aber euch viel Spaß in Togo und Argentinien!

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  06.09.2012
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
06.09.2012

Was tun nach dem Abi?

Luxusübernachtung - ohne Luxus

Die erste Urlaubswoche ist bereits vorüber und leider muss ich feststellen, dass das Geld recht schnell durch die Hände fließt. Mit einem Kollegen, der ebenfalls Urlaub hat, bin ich an die spanische Grenze bzw. knapp nördlich davon gefahren. Die Wellen waren die ersten zwei Tage passabel, sodass wir noch ins Wasser konnten, doch ab Dienstag war einfach nur noch Mittelmeer. Surfen war nicht mehr, also was tun mit der gewonnenen Zeit? Genau: Kulturtrips! Wir sind hoch nach Biarritz gefahren, um uns die Stadt mal anzusehen, hatten nur leider nicht die sengende Hitze auf dem Radar gehabt. Diese machte jegliches Umherschlendern unmöglich, sodass wir uns einfach faul vier Stunden an den Stadtstrand gelegt haben. War aber auch mal schön erholsam und eine völlig neue Erfahrung! Ich muss nämlich zugeben, dass ich, trotz meines Berufes, noch nie einfach so am Strand lag und mir die Sonne auf den Bauch habe scheinen lassen. Die Nächte waren ebenfalls sehr warm, wurden allerdings zu fortschreitender Stunde dann erträglich.

Wenn einem nicht von den Freunden und Helfern in Hell- und Dunkelblau ein Strich durch die Rechnung gemacht wird. Grundsätzlich sind wir nämlich am Wildcampen, das heißt, wir stellen uns einfach irgendwohin und schlafen. Das hatte bisher auch ganz gut geklappt, doch die Glückssträhne war wohl am Ende: Donnerstagmorgen: Aus dem Bus quälen, Zähneputzen und was trinken und – oh Schreck: ein Strafzettel. 17 Euro für die Übernachtung auf dem Parkplatz am Strand. Na gut, das geht noch, geteilt durch zwei Personen, außerdem hätten wir auf dem Campingplatz das gleiche gezahlt.

Aber die nächste Nacht hatte es in sich: Extra etwas weiter weg ins Landesinnere gefahren, damit die patroullierenden Polizisten uns auch nicht finden, werden wir am nächsten Morgen unsanft durch lautes Klopfen an der Bustür geweckt: 135 Euro für das Schlafen im Bus? In nächster Zeit werde ich wohl einen saftigen Strafzettel nach Deutschland geschickt bekommen. Für die Kohle hätten wir uns auch einfach ein echt passables Hotelzimmer nehmen können. Aber okay, das passiert mir so schnell nicht mehr, bin jetzt nämlich in Spanien auf dem Weg nach Galicien mit Halt in Asturien und hier in Spanien sind die Behörden, was das Wildcampen anbelangt, um einiges entspannter als in Frankreich!

Autor: Johannes  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  29.08.2012
Autor: Johannes
Rubrik: auszeit nach dem abi
29.08.2012