Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Ein mexikanisches Visum

Seit Monaten sammle ich jetzt schon die Formulare, Bilder und Bestätigungen, die man für ein mexikanisches Visum braucht. Es ist unglaublich, was die alles von einem wissen und haben wollen – als ob man grundsätzlich ein Drogendealer wäre oder gleich für immer in Mexiko sesshaft werden wollte. Nein, ich will bei euch nur ein halbes Jahr bleiben, nehme keine Drogen und bin auch sonst ganz ungefährlich.

Die erste Hürde: Das richtige Foto. Man möge sich bitte frontal, nicht lächelnd, mit sichtbaren Ohren, ohne Kopfbedeckung etc., also genauso wie bei einem biometrischen Bild, fotografieren lassen, aber es darf nicht biometrisch sein! Ich dachte mir, ich gehe auf Nummer sicher und habe mal drei Fotos machen lassen. Das war allerdings schon vor einem halben Jahr, als ich meinen Pass beantragt habe. Jetzt war es natürlich auch noch eine interessante Frage, wo ich die Fotos hingeräumt habe.

Außer dem Foto musste natürlich noch ein Visumsantrag mit Fragen wie: „Haben sie vor, zur Nordgrenze Mexikos (mit den USA) zu reisen? Und wenn ja, was ist Ihr Grund?“ Klar, dass man hier „nein“ ankreuzt, sonst kommt man gleich in die Visumsverweigerugskategorie wegen vermuteten Drogenhandels.

Danach noch eine Herausforderung: Fingerabdrücke. Mit schwarzer, dünn aufgetragener Tinte. Also erst mal schwarze Tinte kaufen und dann üben, dass der Fingerabdruck auch was wird.

Nicht zu vergessen ist natürlich die Bestätigung von Amnesty International, dass ich bei ihnen ein Praktikum mache, und der Nachweis, dass ich genug Geld habe, um nicht während meines Aufenthalts zu verhungern.

Nach einiger Zeit hatte ich dann also alles zusammen gesammelt. Dann ist mir aber aufgefallen, dass man sowohl eine Kopie seines Reisepasses als auch den Reisepass selber an das mexikanische Generalkonsulat in Frankfurt schicken muss. Irgendwie ist mir da nicht so wohl, wenn mein Pass mit der Post verschickt wird.

Inzwischen ist er aber hoffentlich schon ordnungsgemäß in Frankfurt angekommen und mein Visum wird hoffentlich genehmigt. Bald darf ich alles persönlich in Frankfurt abholen.

Die ganze Visumsgeschichte ist ein ziemlicher Aufwand und teuer dazu. Dieses Papier wir mich knappe 100 Euro kosten! Und in Mexiko selber wird das Behördengerenne weitergehen: In den ersten 30 Tagen nach der Ankunft, soll man die Migrationsbehörde aufsuchen. Und da sage mal einer, Deutschland wäre das bürokratiewütigste Land der Erde!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  04.07.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
04.07.2012

Schülerleben live

Freiheit?!

Am Dienstag um 16.45 Uhr war es also soweit: Meine – voraussichtlich – letzte Abiturprüfung lag hinter mir! Nach einem zehnminütigen Referat über Ursachen und Auswirkungen von Meeresströmungen sowie anschließend 20 Minuten Fragen zur allgemeinen Wirtschaftsgeographie war auch diese Hürde überwunden. Das Gefühl, mit dem ich das Schulgebäude verließ, lässt sich nur schwer beschreiben. Am nächsten kommt vermutlich das an sich recht abgedroschene Bild der abfallenden Tonnenlast.

Die Zeugnisvergabe ist noch ein paar Wochen entfernt, die Ergebnisse der Abiturprüfungen erwarten mich allerdings schon am Freitag, also in genau drei Tagen!

Da ich jedoch auf keinen bestimmten Abiturschnitt angewiesen bin – irgendwie scheint niemand so richtig Physik studieren zu wollen – kann ich der ganzen Show sehr gelassen entgegen blicken.

Was also tun, mit der vielen Freizeit? Keine Sorge, ich habe genug zu tun. Schließlich bedeutet die baldige Abifeier auch, dass meine endgültige Abreise aus meiner Heimatstadt Nürnberg nicht mehr weit ist! In dieser Zeit gilt es also, mit Nürnberg abzuschließen. Dinge wie Zimmer aufräumen, Bücher packen, Regale auseinanderbauen, streichen und derartiges warten auf mich. Zudem die Reisevorbereitungen für die drei Monate in Frankreich, Spanien und eventuell Portugal. Glücklicherweise fallen bürokratische Acts wie internationaler Führerschein, Reisekrankenversicherung, Visa und dergleichen mehr weg, andererseits sehen die nächsten Wochen wohl wirklich sehr stressig aus.

Gleichzeitig gilt es, meinen Bus reisetauglich zu machen, denn 23 Jahre gehen an Autos nicht ganz spurlos vorüber. So werde ich die nächsten Wochen vermutlich putzend, lackierend und polierend verbringen, jedoch ist das auch in gewisser Weise eher ein Hobby als Arbeit. Nebenbei wird die Reisekasse durch Nachhilfe etwas aufgebessert, auch Haushaltsjobs werden freie Zeit in Anspruch nehmen.

Ganz zu schweigen von physischen Vorbereitungen: Da ich ja den Großteil des Sommers in Frankreich als Surflehrer arbeiten werde, muss ich die nächsten Wochen wohl noch drei bis vier Mal pro Woche schwimmen gehen, so wie ich das die letzten drei Monate auch getan habe. Auch das ist aber eher Hobby als Arbeit.

Und natürlich sollen Freizeitaktivitäten auf keinen Fall zu kurz kommen! Entsprechend stehen bouldern, feiern, Freunde treffen und so weiter sehr weit oben auf der To-do-Liste!

Ihr seht also: Langweilig werden die nächsten Wochen sicher nicht. Was letzten Endes jedoch tatsächlich seinen Eintrag in die Chroniken findet, erfahrt ihr in den nächsten Blogs!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  26.06.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
26.06.2012

Schülerleben live

Juhu, der Spuk ist vorbei!

Inzwischen habe ich alle drei schriftlichen Abiturprüfungen hinter mir und auch eine der beiden mündlichen. Jetzt lauert nur noch das Geo-Kolloquium. Natürlich musste erstmal kräftig gefeiert werden, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist, aber ich habe festgestellt, dass es jetzt erst so richtig losgeht:

Ich habe mich nämlich in letzter Zeit vor sämtlicher Planung gedrückt, weil ich ja immer lernen musste und jetzt bin ich im totalen Planungsdefizit: Der Sommerjob will organisiert sein, sprich, ich muss mit sämtlichen städtischen Bädern telefonieren, um abzusprechen, wann ich wo arbeite. Ich muss mein Visum schleunigst beantragen, was ich bis jetzt nicht tun konnte, weil mir die Bestätigung fürs Praktikum von Amnesty International gefehlt hat. Außerdem muss ich mich noch um eine Wohnung in Mexiko City kümmern, da die, die ich eigentlich schon hatte, jetzt doch schon an jemand anderen vermietet ist. Ich weiß auch nicht, wie so was passiert, aber es passiert eben doch… Ich muss meinen Handyvertrag stilllegen, damit ich nicht zahle, während ich gar nicht da bin, eine Lohnsteuerkarte beantragen, eine Reisekrankenversicherung abschließen, die letzten Impfungen durchführen lassen und ein bisschen lernen fürs Geo-Abi schadet auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, es überrollt mich gerade alles…

Immerhin weiß ich inzwischen, was ich bei Amnesty machen werde: Es schaut schwer nach administrativem Bereich aus, wobei ich mir darunter konkret jetzt auch noch nichts vorstellen kann. Aber genau dazu ist ein Praktikum ja da: Um sich danach mehr unter der Tätigkeit vorstellen zu können. In circa zwei Monaten werde ich schon deutlich mehr wissen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  19.06.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
19.06.2012