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Schülerleben live

Freiheit?!

Am Dienstag um 16.45 Uhr war es also soweit: Meine – voraussichtlich – letzte Abiturprüfung lag hinter mir! Nach einem zehnminütigen Referat über Ursachen und Auswirkungen von Meeresströmungen sowie anschließend 20 Minuten Fragen zur allgemeinen Wirtschaftsgeographie war auch diese Hürde überwunden. Das Gefühl, mit dem ich das Schulgebäude verließ, lässt sich nur schwer beschreiben. Am nächsten kommt vermutlich das an sich recht abgedroschene Bild der abfallenden Tonnenlast.

Die Zeugnisvergabe ist noch ein paar Wochen entfernt, die Ergebnisse der Abiturprüfungen erwarten mich allerdings schon am Freitag, also in genau drei Tagen!

Da ich jedoch auf keinen bestimmten Abiturschnitt angewiesen bin – irgendwie scheint niemand so richtig Physik studieren zu wollen – kann ich der ganzen Show sehr gelassen entgegen blicken.

Was also tun, mit der vielen Freizeit? Keine Sorge, ich habe genug zu tun. Schließlich bedeutet die baldige Abifeier auch, dass meine endgültige Abreise aus meiner Heimatstadt Nürnberg nicht mehr weit ist! In dieser Zeit gilt es also, mit Nürnberg abzuschließen. Dinge wie Zimmer aufräumen, Bücher packen, Regale auseinanderbauen, streichen und derartiges warten auf mich. Zudem die Reisevorbereitungen für die drei Monate in Frankreich, Spanien und eventuell Portugal. Glücklicherweise fallen bürokratische Acts wie internationaler Führerschein, Reisekrankenversicherung, Visa und dergleichen mehr weg, andererseits sehen die nächsten Wochen wohl wirklich sehr stressig aus.

Gleichzeitig gilt es, meinen Bus reisetauglich zu machen, denn 23 Jahre gehen an Autos nicht ganz spurlos vorüber. So werde ich die nächsten Wochen vermutlich putzend, lackierend und polierend verbringen, jedoch ist das auch in gewisser Weise eher ein Hobby als Arbeit. Nebenbei wird die Reisekasse durch Nachhilfe etwas aufgebessert, auch Haushaltsjobs werden freie Zeit in Anspruch nehmen.

Ganz zu schweigen von physischen Vorbereitungen: Da ich ja den Großteil des Sommers in Frankreich als Surflehrer arbeiten werde, muss ich die nächsten Wochen wohl noch drei bis vier Mal pro Woche schwimmen gehen, so wie ich das die letzten drei Monate auch getan habe. Auch das ist aber eher Hobby als Arbeit.

Und natürlich sollen Freizeitaktivitäten auf keinen Fall zu kurz kommen! Entsprechend stehen bouldern, feiern, Freunde treffen und so weiter sehr weit oben auf der To-do-Liste!

Ihr seht also: Langweilig werden die nächsten Wochen sicher nicht. Was letzten Endes jedoch tatsächlich seinen Eintrag in die Chroniken findet, erfahrt ihr in den nächsten Blogs!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  26.06.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
26.06.2012

Schülerleben live

Juhu, der Spuk ist vorbei!

Inzwischen habe ich alle drei schriftlichen Abiturprüfungen hinter mir und auch eine der beiden mündlichen. Jetzt lauert nur noch das Geo-Kolloquium. Natürlich musste erstmal kräftig gefeiert werden, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist, aber ich habe festgestellt, dass es jetzt erst so richtig losgeht:

Ich habe mich nämlich in letzter Zeit vor sämtlicher Planung gedrückt, weil ich ja immer lernen musste und jetzt bin ich im totalen Planungsdefizit: Der Sommerjob will organisiert sein, sprich, ich muss mit sämtlichen städtischen Bädern telefonieren, um abzusprechen, wann ich wo arbeite. Ich muss mein Visum schleunigst beantragen, was ich bis jetzt nicht tun konnte, weil mir die Bestätigung fürs Praktikum von Amnesty International gefehlt hat. Außerdem muss ich mich noch um eine Wohnung in Mexiko City kümmern, da die, die ich eigentlich schon hatte, jetzt doch schon an jemand anderen vermietet ist. Ich weiß auch nicht, wie so was passiert, aber es passiert eben doch… Ich muss meinen Handyvertrag stilllegen, damit ich nicht zahle, während ich gar nicht da bin, eine Lohnsteuerkarte beantragen, eine Reisekrankenversicherung abschließen, die letzten Impfungen durchführen lassen und ein bisschen lernen fürs Geo-Abi schadet auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, es überrollt mich gerade alles…

Immerhin weiß ich inzwischen, was ich bei Amnesty machen werde: Es schaut schwer nach administrativem Bereich aus, wobei ich mir darunter konkret jetzt auch noch nichts vorstellen kann. Aber genau dazu ist ein Praktikum ja da: Um sich danach mehr unter der Tätigkeit vorstellen zu können. In circa zwei Monaten werde ich schon deutlich mehr wissen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  19.06.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
19.06.2012

Schülerleben live

Einmal Frankreich und zurück

Kaum war das Englisch-Kolloquium rum, hatte ich für die nächsten knapp drei Wochen frei. Allerdings „musste“ ich mich ans Packen machen. Wie ich bereits berichtet habe, stand für mich ja noch die praktische Ausbildung zum Wellenreitlehrer aus. Die trockene Theorie war bekanntermaßen in Köln bereits erledigt worden. Also packte ich meine Siebensachen und machte mich, zusammen mit zwei Mitstreiterinnen, am Donnerstagmorgen um drei Uhr auf den Weg an die französische Atlantikküste. Wir waren mit einem alten VW T3, Baujahr ’89, unterwegs, dementsprechend langsam ging es auch voran. Mit einem Schnitt von gut 90 Stundenkilometern tuckerten wir also gen Westen und kamen nach knapp 18 Stunden an unserem Ziel, etwas südlich von Bordeaux, an.

Der Freitag war sogar noch frei und so hatten wir die Möglichkeit, noch ein bisschen auszuruhen, um unsere Energiereserven für die Woche aufzufüllen. Dies war auch bitter nötig, denn die folgende Woche stellte sich als unglaublich anstrengend heraus: Früh morgens ging es los, wahlweise mit Kursbetreuung, gefolgt von endlosen Nachbesprechungen der Kursstruktur; oder eben Theorievorträgen zu Themen wie Didaktik, Rettungskette oder ähnlichem. Neben all dem hatten wir Lehrproben, Theorievorträge (in meinem Fall „Wellenentstehung“), Videoanalysen, Korrekturlehrproben und abschließend eine zweistündige Klausur. Um den Lehrgang erfolgreich zu abzuschließen, musste ich 50 Prozent in der Klausur erreichen. Aber das habe ich geschafft!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  14.06.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
14.06.2012