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Schülerleben live

Die Qual der Wahl

Auch wenn ich nach dem Abitur nicht gleich studieren, sondern erst ein Praktikum machen will, denke ich natürlich schon fleißig darüber nach, was ich danach machen möchte. Konkret: Was ich ab dem Wintersemester 2013 studieren könnte und wo. Da ich fast jeden Studiengang potentiell interessant finde und in Erwägung ziehen könnte, ist die Entscheidung ziemlich schwierig. Bei uns an der Schule gibt es alljährlich einen Berufs- und Studienbasar, bei dem ich auch jedes Jahr ganz aktiv rumgerannt bin und mich informiert habe. Aber irgendwann nützt einem mehr Information auch nichts mehr. Da ich ein sehr entscheidungsschwacher Mensch bin – es könnte ja sein, dass es doch noch eine bessere Möglichkeit gegeben hätte – bin ich deswegen schon letztes Jahr das erste Mal zur Studienberatung gegangen. Dort habe ich den wertvollen Tipp erhalten, mal in mich hinein zu horchen und zu überlegen, in welche Richtung ich ungefähr gehen will. Liegt zwar nahe, aber ich habe trotzdem jemanden gebraucht, der mir das mal sagt.

Inzwischen weiß ich zwar immer noch nichts Konkretes, aber immerhin schon mal, dass ich etwas Gesellschaftswissenschaftliches in Richtung Politik, VWL oder Soziologie oder eine Kombination daraus studieren will, und dass ich gerne in einer NGO arbeiten würde. Letzten Donnerstag war ich dann wieder bei der Berufsberatung und bin wieder einen kleinen Schritt weiter gekommen. Jetzt habe ich eine genauere Vorstellung davon, wo man was studieren kann und wann ich spätestens aus Mexiko zurückkommen muss, um mich noch rechtzeitig einzuschreiben. Ich kann nur jedem, dem es ähnlich geht wie mir, die Studien- und Berufsberatung der Arbeitsagentur empfehlen. Es ist nämlich etwas anderes, wenn man mit einer objektiven Person über seine Interessen und Fähigkeiten redet, als mit Freunden oder Eltern, die einen in irgendeiner Berufsgruppe besonders gerne sehen würden. Und man kann einfach mal seine ganz persönlichen Fragen stellen, zu denen man vielleicht im Studienführer oder im Internet noch keine Antwort gefunden hat.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  27.03.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
27.03.2012

Schülerleben live

Von Physik und Surfen

Hallo, ich bin Johannes und mache dieses Jahr mein Abitur. Spannend, oder?!

Ehrlich gesagt frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, ob wir uns – damit meine ich im Endeffekt meine „Mitstreiter“ im Notenstress – nicht alle ein kleines bisschen zu ernst nehmen. Klar, ein Schulabschluss ist etwas enorm wichtiges, nach Möglichkeit sollte er auch nicht allzu schlecht ausfallen. Aber mit was für einer Verbissenheit so manch einer an die Sache rangeht ist schon erschreckend. Ganz zu schweigen von den ganzen Dingen drum herum! Es gibt tatsächlich Partys zur Seminararbeitsabgabe. Genau das meine ich mit „wir nehmen uns alle ein wenig zu ernst“: Wie viele Millionen Menschen vor uns haben bereits Ihr Abitur erfolgreich hinter sich gebracht (bzw. eine Seminar- oder Facharbeit angefertigt)? Und wie viele sind‘s allein dieses Jahr? Es kommt mir manchmal ein bisschen selbstverliebt vor, da stolz drauf zu sein...

Nagut, genug des Meckerns, ich bin ja auch bald fällig und vielleicht bilde ich mir nach der letzten Prüfung ja auch wer weiß was ein, mal sehen. Sicher ist jedenfalls, was ich danach machen möchte und darüber bin ich relativ froh. Ich hasse es nämlich, in der Luft zu hängen. Für mich steht beispielsweise seit fünf Jahren fest, dass ich nach dem Abitur in Frankreich als Surflehrer arbeiten werde.

Vor fünf Jahren machte ich mit meinem Vater und meiner Schwester nämlich Urlaub in einem Surfcamp, und ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Vater das manchmal bereut. Seitdem bin ich nämlich vom Surffieber gepackt, jedes Jahr wende ich all meine Ressourcen dafür auf, an ein „surfbares“ Gewässer zu kommen. Das Problem daran ist allerdings, dass Wellenreiten Wellen erfordert, die es in annehmbarer Qualität und Quantität leider erst im Südwesten Frankreichs gibt. Jedenfalls werde ich dieses Jahr die Ausbildung zum Wellenreitlehrer mit B-Lizenz machen, sodass ich von da an jeden Sommer surfend in Frankreich verbringen kann, während ich andere Leute sozusagen „anfixe“. Das einzige Problem an der Ausbildung ist der Zeitpunkt. In Ermangelung anderer Termine muss ich die einwöchige Ausbildung ausgerechnet eine Woche vor meiner letzten Abi-Prüfung machen. Aber was macht man nicht alles für sein Hobby!?

Wie es danach weitergeht, steht auch schon fest: Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach Jena, um Physik zu studieren. Physik?!?! Keine Panik, du bist nicht der erste, dem es die Fußnägel hochrollt. Wie kommt es denn überhaupt zu dem Fach? Naja, Schulphysik hat mich irgendwie immer schon interessiert.

Ich bin ja auch erst 18, was bedeutet, dass ich – meiner Meinung nach zumindest – einiges an Zeit habe, nochmal umzusatteln, sollte sich herausstellen, dass Physik doch etwas zu abgehoben für meinen Geschmack ist.

Und warum mache ich kein Auslandsjahr? Ich könnte ja nochmal nach Australien, alte Bekannte aus meiner Zeit des Schüleraustauschs besuchen oder einfach nur eine Pause vom Lernen machen, wie das so viele Gleichaltrige tun.

Und überhaupt: Wie verlaufen die letzten Wochen vor dem sagenumwobenen Abitur? Was erlebe ich in meinem Sommer? Schaffe ich es, mir einen alten VW-Bus zu finanzieren, um dem Surfer-Klischee vollends gerecht zu werden und den Spätsommer durch Südwesteuropa fahrend zu verbringen? Wie ist der Einstig in das Studentenleben?!

Wenn ihr darüber lesen wollt, müsst ihr einfach geduldig weiter meinen Blog verfolgen!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  20.03.2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
20.03.2012

Schülerleben live

Wiedersehen in Paris

Drei-Kilo-Rucksack für fünf Tage Paris – gar nicht so einfach, sich so zu beschränken! War aber bestimmt eine gute Übung für meine zukünftige etwas längere Lateinamerikareise. Allerdings habe ich nicht zum Training nur eine Wechselgarnitur Kleidung mitgenommen, sondern weil ich mit meinem noch nicht so ganz verheilten Wirbelbruch nichts heben soll.

Erstaunlicherweise habe ich auch gar nichts vermisst! Normalerweise nimmt man ja auch in die Türkei im Hochsommer noch eine Regenjacke und ein Fleece mit – es könnte ja kalt werden! Und man zieht es dann natürlich nicht an.

Zu viert sind wir mit dem Zug nach Paris gefahren. Das war sehr nett und auch interessant, da meine drei Freundinnen bereits letztes Jahr ihr Abi gemacht haben und jetzt teilweise woanders wohnen und wir nicht mehr ganz so oft voneinander hören. Das nächste freudige Wiedersehen fand in Paris statt: Eine meiner besten Freundinnen macht dort Au-pair und hat uns vom Bahnhof abgeholt.

In den folgenden fünf Tagen haben wir natürlich sämtliche Sehenswürdigkeiten abgeklappert, aber uns vor allem gefreut, uns alle wieder zu sehen! So habe ich gehört, wie schwierig es mit der Gastfamilie als Au-pair sein kann, wie stressig Klausuren an der Uni sind und auch, dass es sich durchaus lohnen kann noch einmal den Studiengang zu wechseln, wenn man merkt, dass der aktuelle nicht so gut passt.

Irgendwie hat es mich jedenfalls beruhigt, dass auch die letztjährigen Abiturienten noch nicht den absoluten Plan fürs Leben haben. Auf diese Weise fühle ich mich weniger unter Druck und kann getrost erst mal ein Praktikum zur Orientierung machen. Aber dann bitte mit mehr als drei Kilo Gepäck!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  19.03.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
19.03.2012