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Schülerleben live

Wiedersehen in Paris

Drei-Kilo-Rucksack für fünf Tage Paris – gar nicht so einfach, sich so zu beschränken! War aber bestimmt eine gute Übung für meine zukünftige etwas längere Lateinamerikareise. Allerdings habe ich nicht zum Training nur eine Wechselgarnitur Kleidung mitgenommen, sondern weil ich mit meinem noch nicht so ganz verheilten Wirbelbruch nichts heben soll.

Erstaunlicherweise habe ich auch gar nichts vermisst! Normalerweise nimmt man ja auch in die Türkei im Hochsommer noch eine Regenjacke und ein Fleece mit – es könnte ja kalt werden! Und man zieht es dann natürlich nicht an.

Zu viert sind wir mit dem Zug nach Paris gefahren. Das war sehr nett und auch interessant, da meine drei Freundinnen bereits letztes Jahr ihr Abi gemacht haben und jetzt teilweise woanders wohnen und wir nicht mehr ganz so oft voneinander hören. Das nächste freudige Wiedersehen fand in Paris statt: Eine meiner besten Freundinnen macht dort Au-pair und hat uns vom Bahnhof abgeholt.

In den folgenden fünf Tagen haben wir natürlich sämtliche Sehenswürdigkeiten abgeklappert, aber uns vor allem gefreut, uns alle wieder zu sehen! So habe ich gehört, wie schwierig es mit der Gastfamilie als Au-pair sein kann, wie stressig Klausuren an der Uni sind und auch, dass es sich durchaus lohnen kann noch einmal den Studiengang zu wechseln, wenn man merkt, dass der aktuelle nicht so gut passt.

Irgendwie hat es mich jedenfalls beruhigt, dass auch die letztjährigen Abiturienten noch nicht den absoluten Plan fürs Leben haben. Auf diese Weise fühle ich mich weniger unter Druck und kann getrost erst mal ein Praktikum zur Orientierung machen. Aber dann bitte mit mehr als drei Kilo Gepäck!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  19.03.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
19.03.2012

Schülerleben live

Der Anfang vom Ende

Für alle, die nicht aus Bayern kommen: Seit der Einführung des G8 hierzulande, belegt jeder Gymnasiast in der 11. und 12. Klasse das sogenannte W-Seminar. Bevor hier jemand auf falsche Ideen kommt, W steht für wissenschaftlich.

Also haben wir in der 11. Klasse die Basics zum Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten erlernt. Danach begann aber erst die wahre Arbeit. Für mich war der erste Schritt zugleich auch der schwierigste: Ein Thema wählen, über das ich in einem Umfang von zehn bis 15 Seiten schreiben kann und das etwas mit Platon zu tun hat. „Platon“ ist der Name unseres Seminars. Der Schwerpunkt ist Altgriechisch. Dieses W-Seminar war zwar eigentlich nicht meine erste Wahl, im Nachhinein bin ich aber gar nicht böse darüber, dass ich umgelost wurde.

Nach langem Hin und Her habe ich nämlich meines Erachtens ein sehr interessantes Thema gefunden: Die Unsterblichkeit der Seele. Dieses Thema hat den Vorteil, dass es sich, wie die meisten philosophischen Themen, durchaus nicht nur auf die Antike bezieht. So betrachte ich in meiner Arbeit auch die indische Philosophie im Vergleich zu Platons Vorstellungen.

Dann hieß es, von einer Bibliothek in die andere rennen und sämtliche Funktionen von Word zu erlernen: Wie setzt man Fußnoten? Wie zitiert man überhaupt korrekt? Was ist ein elektronisches Inhaltsverzeichnis? Wie schreibt man mit griechischen Buchstaben? Wie konvertiert man die ganze Geschichte in ein PDF?

Letzten Endes war der Spuk dann am Dienstag nach den Herbstferien vorbei. Eine Woche später war auch alles schon wieder vergessen... Und jetzt, ein halbes Jahr später, soll jeder seine Arbeit vorstellen. Wie präsentiere ich das jetzt halbwegs spannend? Es gibt nämlich ähnlich viele Bilder von Platon wie von Seelen, und auch die Unsterblichkeit ist jetzt nicht so direkt sichtbar. Sollte wohl ein bisschen schwierig mit der Anschaulichkeit werden. Ich werde mich wohl dieses Wochenende mit der Vorbereitung einer halbwegs spannenden Präsentation beschäftigen.

Wenn ich sie dann nächsten Dienstag hinter mich gebracht habe, ist auch dieses Thema endlich endgültig abgeschlossen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  07.03.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
07.03.2012

Schülerleben live

Alles international?!

„English, Español, Français or Deutsch?“ Vielleicht wurde man auch noch auf anderen Sprachen gefragt, mit welcher man kommunizieren möchte oder kann, aber das habe ich dann wohl einfach nicht verstanden. Letztes Wochenende war ich nämlich auf einer Feier von Erasmusstudenten. Da sind natürlich so ziemlich alle Nationen vertreten – sehr interessant, was man da so über andere Länder, Kulturen und Leute erfährt! Wenn mir aber ein Neuseeländer erzählt, dass er jetzt in Deutschland lebt und auf meine Frage, ob er seine Familie nicht vermisst, antwortet: „Ach, mein Vater arbeitet eh in Dubai, seit einem Jahr stehen wir sowieso nur in E-Mail-Kontakt.“, finde ich, wird es zu viel mit dem Internationalen… Wo gehört man denn dann eigentlich noch hin? Wo fühlt man sich zu Hause?

Ich habe mich schon öfter gefragt, wie international ich eigentlich arbeiten und leben will. Einerseits ist ja ein wechselnder Arbeitsplatz, auch im Ausland, sehr spannend und bietet so einiges an Herausforderungen, aber wie geht das ganze mit Familie und Freunden zusammen? Darüber haben wir letzte Woche mit unserer Deutschreferendarin, die „European Studies“ studiert hat, eine kleine Diskussion geführt: Große internationale Karriere oder Familie und Freunde? Wie kann man beides vereinen? Wie sieht man das mit 20, 30 oder 50 Jahren?

Alles nicht so einfach, und auch die goldene Mitte ist hier schwer zu finden. Wie gut, dass ich diese Entscheidung im Moment noch nicht treffen muss, und mich unabhängig davon mit der Erasmusgruppe amüsieren kann!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  23.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
23.02.2012