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Schülerleben live

Der Anfang vom Ende

Für alle, die nicht aus Bayern kommen: Seit der Einführung des G8 hierzulande, belegt jeder Gymnasiast in der 11. und 12. Klasse das sogenannte W-Seminar. Bevor hier jemand auf falsche Ideen kommt, W steht für wissenschaftlich.

Also haben wir in der 11. Klasse die Basics zum Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten erlernt. Danach begann aber erst die wahre Arbeit. Für mich war der erste Schritt zugleich auch der schwierigste: Ein Thema wählen, über das ich in einem Umfang von zehn bis 15 Seiten schreiben kann und das etwas mit Platon zu tun hat. „Platon“ ist der Name unseres Seminars. Der Schwerpunkt ist Altgriechisch. Dieses W-Seminar war zwar eigentlich nicht meine erste Wahl, im Nachhinein bin ich aber gar nicht böse darüber, dass ich umgelost wurde.

Nach langem Hin und Her habe ich nämlich meines Erachtens ein sehr interessantes Thema gefunden: Die Unsterblichkeit der Seele. Dieses Thema hat den Vorteil, dass es sich, wie die meisten philosophischen Themen, durchaus nicht nur auf die Antike bezieht. So betrachte ich in meiner Arbeit auch die indische Philosophie im Vergleich zu Platons Vorstellungen.

Dann hieß es, von einer Bibliothek in die andere rennen und sämtliche Funktionen von Word zu erlernen: Wie setzt man Fußnoten? Wie zitiert man überhaupt korrekt? Was ist ein elektronisches Inhaltsverzeichnis? Wie schreibt man mit griechischen Buchstaben? Wie konvertiert man die ganze Geschichte in ein PDF?

Letzten Endes war der Spuk dann am Dienstag nach den Herbstferien vorbei. Eine Woche später war auch alles schon wieder vergessen... Und jetzt, ein halbes Jahr später, soll jeder seine Arbeit vorstellen. Wie präsentiere ich das jetzt halbwegs spannend? Es gibt nämlich ähnlich viele Bilder von Platon wie von Seelen, und auch die Unsterblichkeit ist jetzt nicht so direkt sichtbar. Sollte wohl ein bisschen schwierig mit der Anschaulichkeit werden. Ich werde mich wohl dieses Wochenende mit der Vorbereitung einer halbwegs spannenden Präsentation beschäftigen.

Wenn ich sie dann nächsten Dienstag hinter mich gebracht habe, ist auch dieses Thema endlich endgültig abgeschlossen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  07.03.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
07.03.2012

Schülerleben live

Alles international?!

„English, Español, Français or Deutsch?“ Vielleicht wurde man auch noch auf anderen Sprachen gefragt, mit welcher man kommunizieren möchte oder kann, aber das habe ich dann wohl einfach nicht verstanden. Letztes Wochenende war ich nämlich auf einer Feier von Erasmusstudenten. Da sind natürlich so ziemlich alle Nationen vertreten – sehr interessant, was man da so über andere Länder, Kulturen und Leute erfährt! Wenn mir aber ein Neuseeländer erzählt, dass er jetzt in Deutschland lebt und auf meine Frage, ob er seine Familie nicht vermisst, antwortet: „Ach, mein Vater arbeitet eh in Dubai, seit einem Jahr stehen wir sowieso nur in E-Mail-Kontakt.“, finde ich, wird es zu viel mit dem Internationalen… Wo gehört man denn dann eigentlich noch hin? Wo fühlt man sich zu Hause?

Ich habe mich schon öfter gefragt, wie international ich eigentlich arbeiten und leben will. Einerseits ist ja ein wechselnder Arbeitsplatz, auch im Ausland, sehr spannend und bietet so einiges an Herausforderungen, aber wie geht das ganze mit Familie und Freunden zusammen? Darüber haben wir letzte Woche mit unserer Deutschreferendarin, die „European Studies“ studiert hat, eine kleine Diskussion geführt: Große internationale Karriere oder Familie und Freunde? Wie kann man beides vereinen? Wie sieht man das mit 20, 30 oder 50 Jahren?

Alles nicht so einfach, und auch die goldene Mitte ist hier schwer zu finden. Wie gut, dass ich diese Entscheidung im Moment noch nicht treffen muss, und mich unabhängig davon mit der Erasmusgruppe amüsieren kann!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  23.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
23.02.2012

Schülerleben live

Das Leben geht weiter!

Inzwischen bin ich schon wieder relativ hergestellt – mit Korsett fühle ich mich sogar richtig stabil und sicher. Allerdings kann ich immer noch nicht ewig sitzen. Ich gehe wieder ein bisschen in die Schule, zumindest in die Abiturfächer, also in Mathe, Deutsch, Englisch, Geographie und Kunst. Auch zur Zeugnisvergabe und sonstigen wichtigen Anlässen hab ich mich blicken lassen.

Außerdem kann ich schon wieder schwimmen. Da das zurzeit der einzige Sport ist, den ich machen kann, trifft man mich fast jeden Tag im Hallenbad an. Weil Brustschwimmen aber nur bedingt gut für meinen Wirbel ist, lerne ich jetzt endlich mal richtig Kraulen.

Gestern habe ich dann das erste Mal das Haus verlassen, um etwas zu unternehmen. Ich habe so lange nichts erlebt, dass ich richtig aufgeregt war, ins Kino zu gehen! Ich habe einen Dokumentarfilm über Kuba gesehen. „A Letter to the Future“. Der Film hat, wie zu erwarten, sämtliche Kommunismusdiskussionen zur Folge gehabt, aber auch die Reiseplanung ein bisschen angeregt.

Da für mich inzwischen relativ klar ist, dass ich in näherer Zukunft wegen meines Rückens keinen schweren Rucksack tragen kann, bin ich mit meinem mexikanischen Reisegefährten zu dem Schluss gekommen, dass ein Auto eine praktische Alternative wäre. Meine beiden deutschen Freundinnen würden auch ein Stück mit uns fahren. Das würde sich bestens treffen, weil sie sehr nett, unkompliziert und reiseerfahren sind und sich außerdem die Kosten so ein bisschen besser stemmen lassen.

Ja, die Pläne nehmen langsam Gestalt an: Erst das Praktikum in Mexiko Stadt bei Amnesty International, dann zu viert im Bus einen Monat Richtung Süden, nach Möglichkeit bis nach Panama und zu zweit wieder zurück. Mal schauen, ob das alles klappt und wie es danach weitergeht...

Im Moment versuche ich herauszufinden, ob ich ein Visum brauche und wenn ja, welches, aber das scheint irgendwie keiner zu wissen. Wenn das so weitergeht, bietet das genug Stoff für einen eigenen Blog!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  14.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
14.02.2012