Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Schülerleben live

Das Leben geht weiter!

Inzwischen bin ich schon wieder relativ hergestellt – mit Korsett fühle ich mich sogar richtig stabil und sicher. Allerdings kann ich immer noch nicht ewig sitzen. Ich gehe wieder ein bisschen in die Schule, zumindest in die Abiturfächer, also in Mathe, Deutsch, Englisch, Geographie und Kunst. Auch zur Zeugnisvergabe und sonstigen wichtigen Anlässen hab ich mich blicken lassen.

Außerdem kann ich schon wieder schwimmen. Da das zurzeit der einzige Sport ist, den ich machen kann, trifft man mich fast jeden Tag im Hallenbad an. Weil Brustschwimmen aber nur bedingt gut für meinen Wirbel ist, lerne ich jetzt endlich mal richtig Kraulen.

Gestern habe ich dann das erste Mal das Haus verlassen, um etwas zu unternehmen. Ich habe so lange nichts erlebt, dass ich richtig aufgeregt war, ins Kino zu gehen! Ich habe einen Dokumentarfilm über Kuba gesehen. „A Letter to the Future“. Der Film hat, wie zu erwarten, sämtliche Kommunismusdiskussionen zur Folge gehabt, aber auch die Reiseplanung ein bisschen angeregt.

Da für mich inzwischen relativ klar ist, dass ich in näherer Zukunft wegen meines Rückens keinen schweren Rucksack tragen kann, bin ich mit meinem mexikanischen Reisegefährten zu dem Schluss gekommen, dass ein Auto eine praktische Alternative wäre. Meine beiden deutschen Freundinnen würden auch ein Stück mit uns fahren. Das würde sich bestens treffen, weil sie sehr nett, unkompliziert und reiseerfahren sind und sich außerdem die Kosten so ein bisschen besser stemmen lassen.

Ja, die Pläne nehmen langsam Gestalt an: Erst das Praktikum in Mexiko Stadt bei Amnesty International, dann zu viert im Bus einen Monat Richtung Süden, nach Möglichkeit bis nach Panama und zu zweit wieder zurück. Mal schauen, ob das alles klappt und wie es danach weitergeht...

Im Moment versuche ich herauszufinden, ob ich ein Visum brauche und wenn ja, welches, aber das scheint irgendwie keiner zu wissen. Wenn das so weitergeht, bietet das genug Stoff für einen eigenen Blog!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  14.02.2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
14.02.2012

Schülerleben live

Skiurlaub mit fatalen Folgen

„Hanna, hast du Lust mit uns in den Weihnachtsferien Ski fahren zu gehen?“ Na klar doch! Bis vor drei Wochen konnte ich mir nichts Spaßigeres vorstellen, als mit Freunden nach Österreich zum Ski fahren zu fahren.

Es war auch alles ganz wunderbar, bis ich am dritten Tag irgendwie hingefallen bin. Wie es dazu kam, weiß ich allerdings nicht mehr, genauso wenig, wie ich mich an meine Ohnmacht erinnere. Erst die Serpentinen, die wir mit der „Rettung“, wie die Österreicher den Krankenwagen nennen, runter zum Krankenhaus gefahren sind, sind mir etwas schmerzhaft in Erinnerung geblieben. Das erste, was mir im Krankenhaus gesagt wurde, war: „Oh, auf den Rücken sind Sie gefallen… das ist ja ganz schlecht! Da besteht die Möglichkeit querschnittsgelähmt zu bleiben…“. Also, das war ja ziemlich beruhigend! Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht: Ein Wirbel war irgendwie gebrochen und ich musste erst mal fünf Tage im Krankenhaus in Schladming bleiben. Dann wurde ich mit einem Liegendtrasport nach Hause gefahren – ich darf nämlich nicht wirklich sitzen.

Das gestaltet sich natürlich als gewisses Problem, wenn man in die Schule gehen soll. So war ich jetzt auch die ersten beiden Wochen nach den Ferien zu Hause rumgelegen und bin nur zu wichtigen Klausuren, leicht mit Paracetamol gedopt, in die Schule gegangen. Man könnte meinen, es macht einen unglücklich, nur rumzuhängen, aber ich bin so dankbar, nicht querschnittsgelähmt zu sein, dass es mir bestens geht. Außerdem werde ich ständig von Freunden besucht und habe endlich mal Zeit zu lesen.

Ab nächster Woche werde ich mit Korsett wieder vorsichtig für ein paar Stunden in die Schule gehen. So kurz vor dem Abitur ist es nicht direkt empfehlenswert, für sechs Wochen (das ist die Prognose des Arztes, bis alles wieder in Ordnung ist) in die Schule zu gehen. Auch wenn ich vielleicht nicht den schönsten Urlaub meines Lebens im Schladminger Krankenhaus verlebt habe, hab ich noch mal ganz schön Glück im Unglück gehabt!

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  31.01.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
31.01.2012

Schülerleben live

Praktikum in einer der größten Städte der Erde — Mexico City

Hallo, ich heiße Hanna und bin 18 Jahre alt. In der neunten Klasse habe ich bereits drei Monate in einem internationalen Internat in England verbracht. Aufgrund dieser wertvollen Erfahrung ist mir klar geworden, dass ich gerne noch einmal eine längere Zeit im Ausland verbringen möchte. Dafür ist die Zeit nach dem Abi meiner Meinung nach ideal. Außerdem weiß ich eh noch nicht genau, was ich studieren möchte, irgendetwas Internationales fände ich gut, und mit Menschen würde ich später gerne arbeiten, nach Möglichkeit in Richtung Umweltschutz. Bevor ich eine Entscheidung treffe, möchte ich die Zeit allerdings nutzen und mir etwas mehr Klarheit verschaffen.

Weil ich gerne Auslandsaufenthalt und Praktikum in einem erledigen wollte, kam ich auf die Idee, ein Praktikum in Mexico City zu machen. Dort wohnen Freunde von mir und ich war vor zwei Jahren auch schon einmal dort. Bei meiner Suche nach Praktikumsplätzen in Mexico City stieß ich auf Amnesty International, die mehrere internationale Praktikanten beschäftigen und auch gleich auf meine Anfrage reagierten. Warum gerade ein Praktikum bei Amnesty International? Ich habe die Hoffnung, Einblicke in internationale und auch politische Arbeit zu erlangen. Ob das allerdings wirklich der Fall sein wird, werde ich erst vor Ort feststellen. Ich bewarb mich also mit Hilfe eines mexikanischen Freundes formal auf Spanisch mit Lebenslauf und Motivationsschreiben.

Das Vorstellungsgespräch lief via Skype – und das auf Spanisch! Das war wegen der schlechten Verbindung recht aufregend, auch, weil an unangenehmen Fragen nicht gespart wurde. „Nenne drei positive und drei negative Eigenschaften …“. Sollte ich wirklich sagen, dass ich grundsätzlich spät dran bin? Darauf auf Spanisch zu antworten, war jedenfalls gar nicht so einfach. Vermutlich hat mir geholfen, dass ich schon häufig geskypt habe und auch den mexikanischen Dialekt kenne.

Der Praktikumsplatz wurde mir auf jeden Fall für drei Monate ab August zugesagt. Im Februar werde ich dann genauer erfahren, was ich vor Ort genau machen werde. Gerade kümmere ich mich um Reisekrankenversicherung und Flüge. Es ist nur nicht so leicht, Flüge zu buchen, wenn man noch nicht weiß, wann und von wo aus man zurückfliegt. Nach meinem Praktikum würde ich nämlich sehr gerne noch mit Freunden reisen und auch einen Freund in Argentinien besuchen. Leider steht da die Planung noch nicht so ganz. Aber das sollte sich hoffentlich alles bald klären.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  17.01.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
17.01.2012

< Vorherige Seite  1 2 370 71 72