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Praktikum im Studium

Sprechende Staubsauger

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich bis vor einigen Monaten nur eine recht vage Vorstellung von Südkorea. Der Konflikt mit dem Norden dominiert das Bild in internationalen Medien doch sehr, ansonsten wusste ich wohl noch, dass Samsung und Hyundai aus dem ostasiatischen Land kommen. Während meiner Zeit bei den Paralympischen Spielen dort wollte ich mehr erfahren.
In Südkorea erschien mir vieles sehr verrückt, angefangen beim K-Pop, der koreanischen und recht schrillen Version von Popmusik. Außerdem kann fast alles sprechen: Der Reisekocher in der Pension versuchte, uns auf Koreanisch zu sagen, wann der Reis fertig war – vielleicht aber auch, dass er mehr Wasser brauchte? Auch der Staubsauger fuhr nicht nur eigenständig durch die Wohnung, sondern plapperte auch noch ab und zu: Nach langem Rätseln verstanden wir, dass er an die Steckdose angeschlossen werden wollte.
Das Land hat mich aber auch neugierig gemacht – und überrascht. Ein Touristenland im klassischen Sinne ist es nicht. Wenn man nach Asien möchte, dann reisen Strandliebhaber wohl nach Indonesien oder Thailand und kulturell Interessierte nach China. Dabei hat Südkorea unheimlich viel zu bieten: Tempel und Buddha-Statuen ebenso wie Berge und traumhafte Strände. Es gibt Museen und jede Menge Kunst, vor allem in der lebendigen Hauptstadt. Nicht zuletzt blickt das Land auf eine spannende Geschichte zurück. Ab Herbst werde ich ein Auslandssemester in Taiwan machen. Ich habe schon nachgeschaut, wie lang ein Flug von der taiwanesischen Hauptstadt Taipei bis ins südkoreanische Seoul dauert – vielleicht klappt es ja mit einem Ausflug.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  25.05.2018

Praktikum im Studium

Sitzend die Piste runter

Sitzend Ski fahren? Klar, geht das! Zum Beispiel mit einem sogenannten Monoskibob. Das ist ein breites Brett, bei dem die Bindungen – im Gegensatz zum Snowboard – parallel zueinander angebracht sind und auf dem ein Sitz montiert ist. So können Menschen mit einer Querschnittslähmung oder anderen körperlichen Einschränkungen die Piste auch sitzend meistern – das erfordert aber eine sehr stark trainierte Oberkörpermuskulatur.
Monoskis, Prothesen und mehr werden stets technisch weiterentwickelt. Als zum Beispiel vor vier Jahren die Paralympischen Winterspiele im russischen Sotschi stattfanden, trat der deutsche Biathlet Martin Fleig mit einem Schlitten an, der im 3-D-Drucker entstanden war. Viele erhoffen sich von dieser Technik die Chance, kostengünstiger als bislang derartige Sportgeräte herzustellen.
Von modernem Sportgerät profitiert auch Monoski-Rennfahrerin Anna Schaffelhuber. Für sie waren es in Pyeongchang bereits die dritten Paralympics und in Sotschi hatte es für sie regelrecht Gold geregnet, nämlich fünf Medaillen. Zweimal Gold und einmal Silber hat sie nun aus Südkorea mitgebracht. Konkurrenz bekam sie dieses Mal ausgerechnet aus dem eigenen Team, von der drei Jahre jüngeren Anna-Lena Forster, die ebenso zwei Goldmedaillen gewinnen konnte.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  16.05.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
16.05.2018

Praktikum im Studium

Arbeitstier

Als Hospitantin beim ZDF arbeite ich sehr viel. Vorigen Freitag ackerte ich bis spät in die Nacht, am Samstag von 13 bis 20 Uhr. Ich tue das gerne und es fällt mir kaum auf, wie wenig Zeit mir für private Angelegenheiten bleibt. Erleichternde Faktoren dabei sind, dass mein Freund momentan noch im Ausland ist, meine Freunde auch viel arbeiten und ich in Berlin in den letzten Jahren bereits sehr viel gesehen habe. Solange ich jeden Sonntag eine Runde über den Flohmarkt am Mauerpark gehen kann, bin ich glücklich und zufrieden.
Gestern aber ließ mich ein Kommentar innehalten. Die andere Hospitantin meinte nämlich zu mir, ich dürfe mich nicht übernehmen und solle weniger Projekte annehmen, um diese dann intensiver zu begleiten. Ich nehme tatsächlich viele Aufgabe an und arbeite einigen Redakteuren zu, aber bisher habe ich alles sehr gut geschafft und von ihnen ein positives Feedback für meine Arbeit bekommen. Natürlich gibt es Abende, an denen ich erschöpft ins Bett falle, aber es gab noch keinen Moment an dem ich völlig entkräftet und überfordert im Büro saß und weg wollte.
Ich weiß von mir, dass ich Dinge gut koordinieren kann und im Zweifelsfall ein Mittagessen opfere, um noch etwas abzuliefern. Dabei ist es mir natürlich wichtig, trotzdem sorgfältig und zuverlässig zu arbeiten. Während der Arbeitszeit brauche ich persönlich keine Entspannungszeit oder mehrere Kaffeepausen, um den Tag zu überstehen. Viel wichtiger für meine Ausgeglichenheit und mein Wohlbefinden ist es, abends lange mit meinem Freund zu skypen, einen warmen Tee zu trinken und ein heißes Bad zu nehmen. Ich schaffe so viel Arbeit, weil ich mich abends auf etwas freuen kann und dort meine absolute Entspannung finde. Ich habe jeden Abend eine Person, mit der ich lachen kann und der ich alles erzählen kann, was so passiert ist. Für einen rastlosen Menschen wie mich ist es wichtig, einen Anker zu haben. Mein Fels in der Brandung hilft mir, produktiver zu sein und mich dabei glücklich zu fühlen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  15.05.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
15.05.2018