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Praktikum im Studium

Der erste Tag im Praktikum

Als ich am ersten Tag meines pädagogisch-didaktischen Praktikums 20 Minuten vor Schulbeginn im Sekretariat der Mittelschule eintraf, empfing mich die Direktorin sehr herzlich. Sie teilte mich meiner zuständigen Praktikumslehrerin zu, die meinen Stundenplan für die kommenden Wochen erstellt hatte. In meiner ersten Woche besuche ich die Klassen 5/6, in der zweiten die 7/8 und in der dritten Woche werde ich mich in den Klassen 9/10 aufhalten.
Die Klassenlehrerin der 6a begann mit einem Morgenkreis, um den Schülern die Möglichkeit zu geben, von ihren Ferien zu erzählen. Daraufhin leitete sie die Mathestunde mit einer kleinen Wiederholung zur Bruchrechnung ein. Sie ließ ein Arbeitsblatt mit einer Rechenschlange austeilen, welches die Schüler bearbeiten sollten. Ich eröffnete eine sogenannte „Hilfsstation“, bei der die Schüler bei Problemen nachfragen können und auch die Lehrerin half weiter.
Nach der ersten Pause besuchte ich die Klasse 5b, die von einem relativ jungen Lehrer geführt wurde. Sein Unterricht war sehr strukturiert und es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Das Thema waren geometrische Figuren. Er begann mit einer kurzen Wiederholung der Frage, was eine Figur und was ein Körper ist. Dann durften die Schüler ausgewählte Figuren am Geobrett mit einem Gummiband aufspannen. Zudem fragte er, wie viele Vierecke die Schüler kennen. Die Schüler sollten als weiteren Arbeitsauftrag ein Quadrat auf ein kariertes Blatt zeichnen und ihr Vorgehen bei der Konstruktion notieren. Der Lehrer löste die Aufgabe mit einem Tafelaufschrieb auf, bei dem die Schüler aktiv mitarbeiten konnten. Mithilfe dieses Aufschriebs sollten sie dieselbe Prozedur mit einem Rechteck durchführen. Abschließend wurde eine Aufgabe im Buch zur Vertiefung aufgegeben.
Die letzten beiden Stunden meines Arbeitstages verbrachte ich in der Klasse 5b. Deren Lehrerin zeigte eine Karte von München mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Smartboard. Die Schüler sollten mithilfe von Koordinaten die Lage der Gebäude bestimmen. Es folgte eine Partnerarbeit: Der eine sollte eine Straße und die zugehörigen Koordinaten benennen, der andere sollte sie zeigen. Bei einem abschließenden Sitzkreis konnten die Schüler besprechen, ob die Aufgaben für sie schwer oder eher leicht waren.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  04.04.2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
04.04.2017

Praktikum im Studium

Abschiedsstimmung Teil 2

Mein Abschied aus Uganda ist eine verwirrende Angelegenheit. Ich bin traurig über das, was ich zurücklassen muss, gleichzeitig freue ich mich aber auch auf das, was vor mir liegt. Meine Blogeinträge der vergangenen Monate zeigen, dass ich eine intensive Zeit in Uganda hatte – intensiv im Schönen wie im Schlechten. Nach den ersten schlimmen Tagen wurde jeder Tag schöner: Ich habe mich auf einmal an einem Ort wohlgefühlt, den ich bei meiner Ankunft am liebsten sofort wieder verlassen hätte.
Nun bleiben mir noch zwei Tage in Uganda. Gerade habe ich zum letzten Mal meine Wäsche mit der Hand gewaschen. Darüber bin ich nicht traurig, ich freue mich auf meine Waschmaschine in Deutschland. Auch die Tatsache, dass ich nicht durch die Straßen laufen kann ohne aufzufallen, werde ich nicht vermissen. Gleich gehe ich in die Innenstadt, dort werden die Menschen zum letzten Mal „Mzungu! Mzungu!“ nach mir rufen (so werden alle „Weißen“ genannt). Auch korrupte Polizisten und gemeine Taschendiebe werden mir nicht fehlen.
Es gibt aber auch viele Dinge, die ich sehr vermissen werde. Vorhin war ich zum letzten Mal auf dem Markt. Die frischen Früchte wie Ananas, Mango und Passionsfrucht werden mir genauso fehlen wie mein liebstes Streetfood. Dabei handelt es sich um ein gewickeltes Omelette, das Rolex genannt wird. Auch an die aufregenden Fahrten auf den praktischen Motorradtaxis werde ich gerne zurückdenken. Natürlich werden mir meine neuen Freunde und die vielen freundlichen Menschen fehlen, die ich hier kennenlernen durfte. Auch die wunderbare Natur werde ich vermissen.
„Wo ein Abschied war, wird ein Wiedersehen sein“, heißt es auf einer Karte, die ich von einer Freundin bekommen habe. Mal sehen, ob ich Uganda wiedersehen werde. Ich würde mich freuen.

Autor: Annika  |  Rubrik: studium  |  31.03.2017
Autor: Annika
Rubrik: studium
31.03.2017

Praktikum im Studium

Forschungspraktikum

Endlich habe ich die Prüfungen hinter mir. Eigentlich brauche ich danach immer einen Tag, an dem ich nur schlafe und rumhänge. Dieses Mal bin ich jedoch direkt
nach Hause gefahren um meine Familie zu besuchen – bevor mein Praktikum zwei Tage später beginnen sollte. Mein Papa hatte Geburtstag gehabt und ich wollte gerne zu seiner Feier gehen, weil ich das normalerweise nie machen kann, weil ich meistens genau an dem Tag eine Prüfung schreibe. Richtig erholsam war das Wochenende zu Hause aber nicht, weil ich die ganze Verwandtschaft abgeklappert habe. Es war aber trotzdem schön.
Vorige Woche ging dann mein Forschungspraktikum am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften los. Hier habe ich bereits als studentische Hilfskraft gearbeitet, sodass ich schon weiß, wie die Abläufe sind. Allerdings habe ich in der Abteilung „Neurologie“ gearbeitet und das Praktikum mache ich nun in einer Forschungsgruppe, die sich mit der Intonation von Sprache und Musik beschäftigt. Meine Aufgaben während des Praktikums unterscheiden sich stark von denen, die ich als studentische Hilfskraft hatte.
In der ersten Woche habe ich ein Experiment mit Hilfe der Programme „Presentation“ und „Matlab“ konzipiert. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Erstaunlicherweise macht das aber richtig viel Spaß, obwohl es sehr komplex ist.
Ab nächster Woche werde ich das Experiment mit Versuchspersonen durchführen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.
Das Praktikum empfinde ich jedoch auch als sehr anstrengend. Das mag aber daran liegen, dass ich direkt in der ersten Woche krank geworden bin, aber nicht gleich am Anfang zu Hause bleiben wollte. Was ich gar nicht erwartet hätte, ist, dass es mir bei diesem Praktikum viel schwerer fällt, abzuschalten. Ich träume oft nachts vom Programmieren oder mir fallen in der Freizeit Dinge ein, die ich im Praktikum unbedingt noch erledigen muss. Das ist mir bei meinem vorigen Praktikum in der forensischen Psychiatrie nie passiert – obwohl man dort berührende Lebensgeschichten erfährt. Aber genau dazu sind Praktika ja da: nämlich um herauszufinden, was einen interessiert und für welche Tätigkeit man geeignet ist.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  10.03.2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
10.03.2017