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Praktikum im Studium

Zurück im Kindergarten

Meine letzte Praktikumsstelle im Studium durfte ich deutlich freier als bisher wählen. Es musste sich nicht einmal um eine Schule handeln, ich konnte auch einen Blick in pädagogische Einrichtungen anderer Art werfen. Da mich der Elementarbereich als Handlungsfeld sehr reizt, habe ich mich auf die Suche nach einem Kindergarten gemacht.
Ich wollte außerhalb von Ludwigsburg suchen und kam auf Tübingen. Die Stadt ist sehr alternativ, weshalb es viele interessante Kindergartenkonzepte gibt. Mein Favorit war jedoch ein Kinderhaus, in dem ich erfreulicherweise genommen: Mehrere Erzieherinnen sind Englisch-Muttersprachlerinnen und reden im Kindergartenalltag nur Englisch. Am ersten Tag meines Praktikums war ich zunächst über diese Konsequenz überrascht, denn das bedeutete, dass auch mit mir Englisch gesprochen wurde und ich auf Deutsch antworten sollte. Jeder in seiner Muttersprache, so die Devise. Auf den zweiten Blick war das das einzig Logische: Denn jeder ist nur in seiner Muttersprache ein kompetentes Sprachvorbild. Selbst wenn keine Kinder in der Nähe waren, wurde nicht auf eine gemeinsame Sprache gewechselt, und auch mit den Eltern wurde in der jeweils eigenen Sprache gesprochen. Und wenn Lieder gesungen wurden, stimmten alle Erzieherinnen ein, egal in welcher Sprache gerade gesungen wurde.
Natürlich gibt es Ausnahmen: Für Eltern, die kein Deutsch beherrschen, die aber eine wichtige Information erhalten sollen, musste auch ich ins Englische wechseln. Das kann für Kinder eine wichtige Lektion sein, denn sie erfahren, dass man manchmal auch in einer Sprache kommunizieren muss, in der man nicht hundertprozentig kompetent ist.
Insgesamt biete das Konzept aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit für Eltern, die ihren Kindern einen einfacheren Einstieg ins Englische ermöglichen wollen. Ob es nötig ist, weiß ich nicht, aber meiner Meinung nach schadet es auch nicht. Es handelt sich in meinen Augen um eine „dezente“ Förderung.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  11.04.2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
11.04.2017

Praktikum im Studium

Stundenplan-Tetris

Habe ich mich vor einem Jahr wirklich darüber beschwert, wie schwer es sei, alle Module in meinem Stundenplan unterzubringen? Ich hatte ja keine Ahnung, wie schlimm es noch werden könnte!
Derzeit absolviere ich mein Orientierungspraktikum am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn. Die Schule hat einen MINT-Schwerpunkt, Kooperationen mit der Uni Bonn und liegt praktischerweise direkt neben den Hörsälen, also habe ich keinen längeren Weg als normalerweise. An das frühe Aufstehen werde ich mich auch noch gewöhnen, und das Praktikum gefällt mir bislang sehr gut.
Wäre da nicht die Sache, dass ich mir meinen Stundenplan selbst zusammen suchen muss. An sich ist das eine gute Sache, denn so kann ich selbst entscheiden, wann und wie oft ich mir Nachmittagsunterricht zumute, welche Klassen ich besuche und welche Lehrer ich begleite.
Das Problem ist nur, dass sich alles überschneidet: Will ich in der 9d in Mathe hospitieren, weil es am Donnerstag so gut in meinen Stundenplan passt, kann ich schon bei allen 7. Klassen nicht mehr in den Deutschunterricht kommen, weil sie montags alle zur selben Zeit Deutsch haben. Die 5b würde super passen, aber die Lehrerin hat schon zwei der anderen Orientierungspraktikanten aufgenommen, das ist also keine Option. Und die 8b ist zwar eine supercoole Klasse, aber ich hospitiere auch schon in der 8a und die 8b hat denselben Mathelehrer, dessen Unterricht ich mir schon in der 7a angucke, und ich will ein paar unterschiedliche Lehrer erleben.
Dazu kommt, dass gerade alle Klassen Klausuren schreiben, daher musste ich in der ersten Praktikumswoche ohnehin improvisieren und viele Einzelstunden als Ersatz in meinen Stundenplan aufnehmen – immerhin mit dem Vorteil, dass ich noch mehr Klassen und Lehrer gesehen habe. Dafür habe ich festgestellt, dass ich zu viel Mathe und zu wenig Deutsch mache, und will zumindest einen Deutschkurs zusätzlich ansehen – welche Klasse ich dafür rausschmeißen muss, ist die andere Frage.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  07.04.2017

Praktikum im Studium

Der erste Tag im Praktikum

Als ich am ersten Tag meines pädagogisch-didaktischen Praktikums 20 Minuten vor Schulbeginn im Sekretariat der Mittelschule eintraf, empfing mich die Direktorin sehr herzlich. Sie teilte mich meiner zuständigen Praktikumslehrerin zu, die meinen Stundenplan für die kommenden Wochen erstellt hatte. In meiner ersten Woche besuche ich die Klassen 5/6, in der zweiten die 7/8 und in der dritten Woche werde ich mich in den Klassen 9/10 aufhalten.
Die Klassenlehrerin der 6a begann mit einem Morgenkreis, um den Schülern die Möglichkeit zu geben, von ihren Ferien zu erzählen. Daraufhin leitete sie die Mathestunde mit einer kleinen Wiederholung zur Bruchrechnung ein. Sie ließ ein Arbeitsblatt mit einer Rechenschlange austeilen, welches die Schüler bearbeiten sollten. Ich eröffnete eine sogenannte „Hilfsstation“, bei der die Schüler bei Problemen nachfragen können und auch die Lehrerin half weiter.
Nach der ersten Pause besuchte ich die Klasse 5b, die von einem relativ jungen Lehrer geführt wurde. Sein Unterricht war sehr strukturiert und es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Das Thema waren geometrische Figuren. Er begann mit einer kurzen Wiederholung der Frage, was eine Figur und was ein Körper ist. Dann durften die Schüler ausgewählte Figuren am Geobrett mit einem Gummiband aufspannen. Zudem fragte er, wie viele Vierecke die Schüler kennen. Die Schüler sollten als weiteren Arbeitsauftrag ein Quadrat auf ein kariertes Blatt zeichnen und ihr Vorgehen bei der Konstruktion notieren. Der Lehrer löste die Aufgabe mit einem Tafelaufschrieb auf, bei dem die Schüler aktiv mitarbeiten konnten. Mithilfe dieses Aufschriebs sollten sie dieselbe Prozedur mit einem Rechteck durchführen. Abschließend wurde eine Aufgabe im Buch zur Vertiefung aufgegeben.
Die letzten beiden Stunden meines Arbeitstages verbrachte ich in der Klasse 5b. Deren Lehrerin zeigte eine Karte von München mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf dem Smartboard. Die Schüler sollten mithilfe von Koordinaten die Lage der Gebäude bestimmen. Es folgte eine Partnerarbeit: Der eine sollte eine Straße und die zugehörigen Koordinaten benennen, der andere sollte sie zeigen. Bei einem abschließenden Sitzkreis konnten die Schüler besprechen, ob die Aufgaben für sie schwer oder eher leicht waren.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  04.04.2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
04.04.2017