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Praktikum im Ausland

Ein Traum ist zuende gegangen

Meine Zeit in Bolivien ist nun tatsächlich zu Ende. Der Abschied fiel mir unglaublich schwer. Als mir die Kinder Zeichnungen und Briefe schenkten und fragten, wann ich denn wiederkäme, ging mir das schon sehr nahe. Sie sind mir in dieser Zeit alle sehr ans Herz gewachsen. Mittlerweile fühlte ich mich in Potosi wie zu Hause, als hätte ich schon immer dort gelebt. Ich habe so viel gelernt: Ganz alleine ins Ausland zu gehen, eröffnet einem die Möglichkeit, endlich die Person zu werden, die man sein möchte. Schließlich kannte mich da niemand. Zuhause war ich immer von den gleichen Menschen umgeben und ob ich wollte oder nicht, haben sie mich natürlich beeinflusst. Ich habe durch meinen Auslandsaufenthalt auf jeden Fall mehr Selbstbewusstsein und Einfühlungsvermögen erlangt und viele einzigartige Begegnungen gemacht.

Bereits auf meinem Rückflug fühlte ich mich durch meine neugewonnene Selbstständigkeit sicherer als noch vor sechs Monaten und schlug mich durch alle Kontrollen, bis ich schließlich deutschen Boden unter den Füßen hatte. Dort freute ich mich dann doch sehr, alle wieder zu sehen.

Jetzt heißt es, mein weiteres Vorgehen hinsichtlich Nebenjob und Studienbewerbung zu planen. Voraussichtlich werde ich zusätzlich zu meiner Kellnertätigkeit künftig ab und zu auf Drillinge aufpassen. Die Kinder sind Patienten meines Vaters und die junge, etwas überlastete Mutter suchte nach einem Babysitter.

Eine Familie als Arbeitgeber zu haben, lässt einem viele Freiheiten. So habe ich die nötige Zeit, um die umfangreichen Anforderungen für den deutsch-französischen Studiengang der Politikwissenschaften zu erfüllen, den ich beginnen möchte

Ein Traum ist zu Ende gegangen und jetzt gilt es zu arbeiten, um den nächsten zu erfüllen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  29.03.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
29.03.2016

Praktikum im Ausland

Potosí: Meine zweite Heimat

Mein Aufenthalt in Bolivien neigt sich unweigerlich dem Ende zu. Schon Mitte März geht es zurück nach Deutschland. Obwohl ich viel von Bolivien gesehen habe, bin ich noch nicht dazu gekommen, die Touristenattraktionen der Stadt Potosí zu besuchen: Da wäre zum Beispiel das Münz-Museum, ein altes Gebäude, in dem früher Münzen für die spanische Krone geprägt wurden und das heute die Geschichte der Stadt erzählt. Des Weiteren warten auf mich die heißen Quellen von Chaqui, die wirklich so heiß sind, dass die Anwohner darin ihre Eier kochen. Und zu guter Letzt darf natürlich die Hauptattraktion nicht fehlen: Die Minen im Cerro Rico, die für ihre großen Silbervorkommen berühmt und noch heute in Betrieb sind.

Was diese Stadt in meinen Augen noch interessanter macht als ihre Sehenswürdigkeiten, ist die Mentalität der Menschen, die durch die Traditionen der Mine geprägt ist. Die Leute sind bescheiden, halten zusammen, wenn es zum Beispiel darauf ankommt, einen 27-tägigen Generalstreik durchzuhalten und leben einfach in den Tag hinein. Außerdem gefällt mir die Größe der Stadt. Sie ist groß genug, um einkaufen zu gehen oder mit Freunden um die Häuser zu ziehen und bleibt doch überschaubar. Ich werde Potosí und all die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, wirklich sehr vermissen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  25.02.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
25.02.2016

Praktikum im Ausland

Zurück nach Hause

Dann war es soweit: Mein letzter Tag in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union (EU) war gekommen. Zum Abschluss luden mich meine Kolleginnen des Veranstaltungsteams noch zum Mittagessen ein und dankten mir für die Mitarbeit, dann räumte ich meinen Schreibtisch auf und verabschiedete mich von allen.

Ich verlasse Brüssel mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Ich freue mich auf meine Familie und die Freunde in der Heimat. Trotzdem hatte ich eine unglaublich tolle Zeit in Brüssel! Der Grund für mein Praktikum im Ausland war das praktische Studiensemester meines Studiengangs Ressortjournalismus. Bei der Bayerischen Vertretung hatte ich die Gelegenheit in den täglichen Arbeitsablauf hineinzuschauen und als aktives Mitglied mitzuarbeiten. Dabei fielen sowohl journalistische als auch andere Aufgaben an, die es zu bewältigen gab. Arbeitstechnisch gesehen hat mir die Zeit sehr weitergeholfen und damit seinen Zweck erfüllt.
Außerdem habe ich mich auch menschlich weiterentwickelt. Durch die hohe Fluktuation im Praktikantenbüro habe ich viele neue Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die ich nun pflegen will. Schon in der nächsten Woche werde ich zwei meiner Praktikantenkollegen wiedersehen.
Der dritte positive Punkt sind die vielen Reisen, die ich unternehmen und so einen kleinen Teil Europas erkunden konnte. Ob Amsterdam, Paris oder Dublin: Wahrscheinlich hätte ich keine dieser europäischen Hauptstädte besucht, wäre ich daheim geblieben. Ich ziehe also ein positives Feedback und freue mich über die vielen spannenden Erlebnisse des vergangenen halben Jahres.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  23.02.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
23.02.2016