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Praktikum im Ausland

Ein bisschen Freiheit

Als ich vor kurzem in der Schule war, um neue Zeugniskopien in Auftrag zu geben, lud mich meine ehemalige Spanischlehrerin direkt ins Lehrerzimmer ein. Schließlich sei ich ja jetzt keine Schülerin mehr. Es war ein eigenartiges Gefühl, mitten unter den Lehrern zu sitzen. Wir unterhielten uns bestimmt eine halbe Stunde auf Spanisch und ich erzählte ihr, was ich in Bolivien erlebt hatte. Sie fragte mich, ob ich in ihren Schulklassen einen Vortrag über Bolivien und Potosi halten möchte und ich stimmte zu. Die andere Spanischlehrerin begleite ich bereits kommenden Montag in ihren Oberstufenkurs, um über mein Projekt in Bolivien zu berichten. Außerdem unterhielt ich mich auch noch kurz mit einigen weiteren meiner ehemaligen Lehrer. Ich habe das Gefühl, sie freuen sich sehr, wenn ihre ehemaligen Schüler mal etwas von sich hören lassen und nicht einfach in die Welt verschwinden.

Danach musste ich auch schon zur Arbeit. Mein Babysitter-Job macht mir jetzt schon großen Spaß. Die Drillinge sind fast ein Jahr alt und in einer Phase, in der sie schon mehr auf Entdeckungstour gehen als zu schlafen, sich überall hochziehen, um das Stehen zu üben und sich alles mögliche in den Mund stecken. Da ist es natürlich wichtig, ein Auge auf sie zu haben. Auch im Café habe ich wieder angefangen. So langsam bekomme ich wieder Routine im Bedienen. Ansonsten habe ich endlich einmal Zeit, mich ausführlich um mein Pflegepferd zu kümmern und reiten zu gehen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  11.04.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
11.04.2016

Praktikum im Ausland

Ein Traum ist zuende gegangen

Meine Zeit in Bolivien ist nun tatsächlich zu Ende. Der Abschied fiel mir unglaublich schwer. Als mir die Kinder Zeichnungen und Briefe schenkten und fragten, wann ich denn wiederkäme, ging mir das schon sehr nahe. Sie sind mir in dieser Zeit alle sehr ans Herz gewachsen. Mittlerweile fühlte ich mich in Potosi wie zu Hause, als hätte ich schon immer dort gelebt. Ich habe so viel gelernt: Ganz alleine ins Ausland zu gehen, eröffnet einem die Möglichkeit, endlich die Person zu werden, die man sein möchte. Schließlich kannte mich da niemand. Zuhause war ich immer von den gleichen Menschen umgeben und ob ich wollte oder nicht, haben sie mich natürlich beeinflusst. Ich habe durch meinen Auslandsaufenthalt auf jeden Fall mehr Selbstbewusstsein und Einfühlungsvermögen erlangt und viele einzigartige Begegnungen gemacht.

Bereits auf meinem Rückflug fühlte ich mich durch meine neugewonnene Selbstständigkeit sicherer als noch vor sechs Monaten und schlug mich durch alle Kontrollen, bis ich schließlich deutschen Boden unter den Füßen hatte. Dort freute ich mich dann doch sehr, alle wieder zu sehen.

Jetzt heißt es, mein weiteres Vorgehen hinsichtlich Nebenjob und Studienbewerbung zu planen. Voraussichtlich werde ich zusätzlich zu meiner Kellnertätigkeit künftig ab und zu auf Drillinge aufpassen. Die Kinder sind Patienten meines Vaters und die junge, etwas überlastete Mutter suchte nach einem Babysitter.

Eine Familie als Arbeitgeber zu haben, lässt einem viele Freiheiten. So habe ich die nötige Zeit, um die umfangreichen Anforderungen für den deutsch-französischen Studiengang der Politikwissenschaften zu erfüllen, den ich beginnen möchte

Ein Traum ist zu Ende gegangen und jetzt gilt es zu arbeiten, um den nächsten zu erfüllen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  29.03.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
29.03.2016

Praktikum im Ausland

Potosí: Meine zweite Heimat

Mein Aufenthalt in Bolivien neigt sich unweigerlich dem Ende zu. Schon Mitte März geht es zurück nach Deutschland. Obwohl ich viel von Bolivien gesehen habe, bin ich noch nicht dazu gekommen, die Touristenattraktionen der Stadt Potosí zu besuchen: Da wäre zum Beispiel das Münz-Museum, ein altes Gebäude, in dem früher Münzen für die spanische Krone geprägt wurden und das heute die Geschichte der Stadt erzählt. Des Weiteren warten auf mich die heißen Quellen von Chaqui, die wirklich so heiß sind, dass die Anwohner darin ihre Eier kochen. Und zu guter Letzt darf natürlich die Hauptattraktion nicht fehlen: Die Minen im Cerro Rico, die für ihre großen Silbervorkommen berühmt und noch heute in Betrieb sind.

Was diese Stadt in meinen Augen noch interessanter macht als ihre Sehenswürdigkeiten, ist die Mentalität der Menschen, die durch die Traditionen der Mine geprägt ist. Die Leute sind bescheiden, halten zusammen, wenn es zum Beispiel darauf ankommt, einen 27-tägigen Generalstreik durchzuhalten und leben einfach in den Tag hinein. Außerdem gefällt mir die Größe der Stadt. Sie ist groß genug, um einkaufen zu gehen oder mit Freunden um die Häuser zu ziehen und bleibt doch überschaubar. Ich werde Potosí und all die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, wirklich sehr vermissen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  25.02.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
25.02.2016