Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Ausland

Potosí: Meine zweite Heimat

Mein Aufenthalt in Bolivien neigt sich unweigerlich dem Ende zu. Schon Mitte März geht es zurück nach Deutschland. Obwohl ich viel von Bolivien gesehen habe, bin ich noch nicht dazu gekommen, die Touristenattraktionen der Stadt Potosí zu besuchen: Da wäre zum Beispiel das Münz-Museum, ein altes Gebäude, in dem früher Münzen für die spanische Krone geprägt wurden und das heute die Geschichte der Stadt erzählt. Des Weiteren warten auf mich die heißen Quellen von Chaqui, die wirklich so heiß sind, dass die Anwohner darin ihre Eier kochen. Und zu guter Letzt darf natürlich die Hauptattraktion nicht fehlen: Die Minen im Cerro Rico, die für ihre großen Silbervorkommen berühmt und noch heute in Betrieb sind.

Was diese Stadt in meinen Augen noch interessanter macht als ihre Sehenswürdigkeiten, ist die Mentalität der Menschen, die durch die Traditionen der Mine geprägt ist. Die Leute sind bescheiden, halten zusammen, wenn es zum Beispiel darauf ankommt, einen 27-tägigen Generalstreik durchzuhalten und leben einfach in den Tag hinein. Außerdem gefällt mir die Größe der Stadt. Sie ist groß genug, um einkaufen zu gehen oder mit Freunden um die Häuser zu ziehen und bleibt doch überschaubar. Ich werde Potosí und all die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, wirklich sehr vermissen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  25.02.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
25.02.2016

Praktikum im Ausland

Zurück nach Hause

Dann war es soweit: Mein letzter Tag in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union (EU) war gekommen. Zum Abschluss luden mich meine Kolleginnen des Veranstaltungsteams noch zum Mittagessen ein und dankten mir für die Mitarbeit, dann räumte ich meinen Schreibtisch auf und verabschiedete mich von allen.

Ich verlasse Brüssel mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Ich freue mich auf meine Familie und die Freunde in der Heimat. Trotzdem hatte ich eine unglaublich tolle Zeit in Brüssel! Der Grund für mein Praktikum im Ausland war das praktische Studiensemester meines Studiengangs Ressortjournalismus. Bei der Bayerischen Vertretung hatte ich die Gelegenheit in den täglichen Arbeitsablauf hineinzuschauen und als aktives Mitglied mitzuarbeiten. Dabei fielen sowohl journalistische als auch andere Aufgaben an, die es zu bewältigen gab. Arbeitstechnisch gesehen hat mir die Zeit sehr weitergeholfen und damit seinen Zweck erfüllt.
Außerdem habe ich mich auch menschlich weiterentwickelt. Durch die hohe Fluktuation im Praktikantenbüro habe ich viele neue Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen, die ich nun pflegen will. Schon in der nächsten Woche werde ich zwei meiner Praktikantenkollegen wiedersehen.
Der dritte positive Punkt sind die vielen Reisen, die ich unternehmen und so einen kleinen Teil Europas erkunden konnte. Ob Amsterdam, Paris oder Dublin: Wahrscheinlich hätte ich keine dieser europäischen Hauptstädte besucht, wäre ich daheim geblieben. Ich ziehe also ein positives Feedback und freue mich über die vielen spannenden Erlebnisse des vergangenen halben Jahres.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  23.02.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
23.02.2016

Praktikum im Ausland

Vom Rest der Pause zu Neubeginn

Nach meiner Fahrt kreuz und quer durch Bolivien hatte ich noch ein paar Wochen, bevor die Arbeit im Projekt in Potosí wieder losging. Deshalb beschloss ich, befreundete Ordensschwestern auf dem Land zu besuchen. Sie betreiben dort eine Näh- und Strickwerkstatt für junge Mädchen aus der Region und ich wollte selbst die Gelegenheit nutzen, ein paar Sachen anzufertigen.

Es dauere erst eine Weile, bis ich mit der pedalbetriebenen Nähmaschine zurecht kam, aber als ich mich an die Bewegungen mit den Füßen gewöhnt hatte, gefiel es mir sogar besser als die elektrischen, deren Tempo man oft nicht gut unter Kontrolle halten kann. Nachdem ich mit Hilfe der Nählehrerin meine Umhängetasche repariert hatte, probierte ich auch die Strickmaschinen aus. Diese Maschine besteht aus einer Menge Nadeln mit Haken, eine für jede Masche, und einem Schiffchen. Das Schiffchen wird hin und her über die Nadeln bewegt und strickt automatisch die einzelnen Maschen weiter. Ich bastelte also ein paar Geschenke für Freunde in Deutschland. Und auch sonst genoss ich die Zeit bei den Schwestern sehr. Es gab immer gutes Essen und es war schön, auch einmal nicht alleine essen zu müssen, wie sonst immer.

Danach begann wieder die Vorbereitung für das Projekt. Genau wie im letzten Jahr sollen Kinder ärmerer Viertel von Potosí Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten, ihr Wissen durch Lernspiele vertiefen, zu Mittag essen können und in Sachen Gesundheit und Hygiene im Alltag erzogen werden. Auch die Projekte für die Mütter dieser Kinder sollen vertieft werden.

Zum neuen Jahr wollten wir die Aufteilung der Zimmer verändern. Bisher waren die Räume nach Altersgruppen getrennt, jedoch machten die Kinder im selben Raum ihre Hausaufgaben, in dem andere Kinder auch spielen durften. Das ist natürlich alles andere als zuträglich für die Konzentration bei den Hausaufgaben. Also schufen wir ein eigenes Zimmer, das nur für Spiele da sein soll, was allerdings auch einiges an Umstrukturierung und Möbelschlepperei bedurfte. Ich möchte jetzt noch für jeden Raum Papierkörbe basteln, um die Mülltrennung voranzutreiben.

Autor: Lea  |  Rubrik: studium  |  12.02.2016
Autor: Lea
Rubrik: studium
12.02.2016