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Praktikum im Ausland

Neujahrsempfang der Bayerischen Vertretung

Die Woche des Neujahrsempfangs begann nicht gut, als sich die Chefin unseres Veranstaltungsteams für die gesamte Woche krank meldete und wir somit bei der restlichen Organisation auf uns alleine gestellt waren. Zum Glück gab es nur noch Kleinigkeiten zu erledigen, bei denen ich auf Grund meiner mittlerweile gesammelten Erfahrung einen großen Teil beitragen konnte. Am Mittwoch selbst meldete sich dann auch noch die bayerische Europaministerin Dr. Beate Merk, die als Gastgeberin zum Neujahrsempfang geladen hatte, kurzfristig krank und reiste nicht nach Brüssel.

Nach einer kurzen Zeit der Ungewissheit, als keiner wusste, wie wir nun weiter verfahren sollten, meldete sich spontan der Leiter der Staatskanzlei in München und Minister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben Marcel Huber als Ersatz an. Zwar konnte ich unsere längst mit Frau Dr. Merks Name gedruckten Programmkarten nicht mehr verändern, trotzdem war zumindest der Abend gerettet.

Meine Hauptaufgabe beim Neujahrsempfang war die Durchführung der sogenannten „Wunschkartenaktion“. Auf den im Veranstaltungssaal aufgestellten Stehtischen verteilte ich kleine Kärtchen, auf denen die knapp 500 geladenen Gäste ihre Wünsche und Hoffnungen fürs neue Jahr festhalten sollten. Während der Rede von Herrn Minister Huber wurden diese gesichtet, bevor ich geeignete Exemplare einscannte und als Präsentation vorbereitete, die als Dauerschleife für den gesamten Abend auf die Leinwand projiziert wurde. In der Kürze der Zeit war die Aufgabe zwar sehr stressig, danach konnte ich den Abend allerdings genießen und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen nochmal symbolisch ins neue Jahr starten. Am Ende war der Abend trotz der vielen Stolperfallen sehr gelungen und alle waren glücklich und zufrieden.

Mit dem Ende dieser Woche endet offiziell mein praktisches Studiensemester. Meine restliche Zeit in Brüssel absolviere ich freiwillig und auf Wunsch der bayerischen Staatskanzlei. Das bedeutet aber leider auch, dass in den kommenden Tagen und Wochen ein Großteil meiner Freizeit für das Schreiben des Praktikumsberichts für die Hochschule draufgehen wird. Ich werde versuchen, das so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um meine letzten Tage in Belgien noch genießen zu können.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  29.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
29.01.2016

Praktikum im Ausland

Reiselust

Da ich durch die Schulferien selbst ein bisschen Urlaub hatte, nutzte ich diese Gelegenheit um den Rest Boliviens ein wnig zu erkunden. Mein erstes Ziel führte mich über Nacht in einem Schlafbus nach Cochabamba – das empfinde ich als die bequemste Art und Weise um in Bolivien zu reisen.

Der Ort beeindruckt durch seine grünen Vororte und Parkanlagen. Er liegt um einiges tiefer als Potosí, weshalb das Klima besser für die Landwirtschaft geeignet ist. Allerdings gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten außer der großen Jesus-Statue, ähnlich der in Rio de Janeiro, die über die Stadt wacht, und ein paar Museen. Viel interessanter ist der Torotoro-Nationalpark in der Nähe, der allerdings aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen ist. Ich hatte das Glück, in einem Privatauto mitgenommen zu werden, denn mit dem Bus hätte es vier bis fünf Stunden gedauert. Neben dem Dorf Torotoro findet man atemberaubende Landschaften, Felsformationen, Tropfsteinhöhlen und Dinosaurierspuren. Auf einer anderen Tour der örtlichen Agentur entdeckt man einen Canyon, Wasserfälle, Inka-Zeichnungen und noch mehr Dinosaurierspuren. Ich hatte aber nur einen Tag Zeit, weshalb ich nur ersteres zu Gesicht bekam.

Danach führte mich mein Weg nach La Paz, die Hauptstadt Boliviens. Ich besuchte ein paar wirklich interessante Museen und unternahm zwei Tagesausflüge in die Umgebung: in das Tal des Mondes und nach Tiwanaku, wo es noch Ruinen eines religiösen Zentrums einer uralten Kultur zu sehen gibt. Nach langem Suchen fand ich auch in La Paz endlich eine Reise-Agentur, die eine geführte Tour über den Choro-Treck anbietet, eine dreitägige Wanderung von La Paz nach Coroico. Allerdings musste ich am Ende doch alleine mit meinem Guide und ohne Gruppe los, da meine potenziellen Mitwanderer erst kurzfristig in La Paz angekommen waren und Probleme mit der Höhe hatten. Wir begannen den Weg in karger, trister, nebliger Landschaft, doch je tiefer wir kamen, desto vielfältiger wurde die Vegetation, bis wir uns schließlich in immergrünen, beinahe tropischen und undurchdringlichen Wäldern befanden. Wir schliefen in Hütten in winzigen Dörfern entlang des Weges fernab jeglicher Zivilisation – ein absolutes Highlight.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  28.01.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
28.01.2016

Praktikum im Ausland

Ab auf die Insel

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt habe, ging es verganenes Wochenende auf einen Kurztrip in die irische Hauptstadt Dublin. Am frühen Freitagabend traf ich mich mit meinen Kollegen am Flughafen und das Abenteuer sollte beginnen. Der Flug verlief sehr entspannt. Auf Grund der einen Stunde Zeitverschiebung hatten wir nach unserer Ankunft in Dublin noch genügend Zeit, um ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum zu kommen. Da in Irland Linksverkehr herrscht, war diese Fahrt schon ein bisschen verwirrend, doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Nach einem kurzen Snack in der sehr vollen und lebensfrohen Innenstadt, zog es uns schnell in unser Hostel.

Für den nächsten Tag war eine Stadtbesichtigung geplant, die wir in Form einer sogenannten „Free Walking Tour“ machten. Man erhält eine kostenlose Führung durch die Stadt und entscheidet am Ende selbst, wie viel es einem wert war. Dublin beeindruckte mich nicht so sehr, hat aber trotzdem seine schönen Ecken. Was mich schon mehr begeisterte, war die Lebensart der Iren – sie sind immer bestens gelaunt, mit einem Lächeln und einem flotten Spruch auf den Lippen. Ich versuchte mich an einer irischen Spezialität, dem Lamm-Eintopf, musste aber leider feststellen, dass die Geschmäcker sehr verschieden sind und meinem nicht entspricht. Beim nächsten Mal wählte ich dann doch wieder die traditionellen Fish and Chips.

Zum Abschluss fuhren wir am Sonntag an die Ostküste Irlands, die mit dem Zug in knapp 20 Minuten zu erreichen ist. Allein für diesen kleinen Teil hatte sich die gesamte Reise gelohnt. Meine Praktikantenkollegen und ich entschieden uns für eine Klippentour entlang der Küste und stapften über Stock und Stein auf matschigen Wegen. Für die Anstrengung wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, wie ich sie mir von Irland erwartet hatte. Es war wirklich atemberaubend! Völlig erschöpft aber auch glücklich und zufrieden traten wir dann die Heimreise nach Brüssel an. Dieses Wochenende hatte sich mehr als gelohnt.

Zurück in der Arbeit sind wir nun auch bei den letzten Kleinigkeiten angekommen, die noch für den Neujahrsempfang vorzubereiten sind. So planen wir beispielsweise eine Wunschkartenaktion, bei der die Gäste ihre Wünsche fürs neue Jahr aufschreiben können und diese anschließend in Form einer Dauerschleife auf die Leinwand projiziert werden. Die Koordination dieser Aufgabe wurde mir übertragen, was mir schon im Vorlauf viel Spaß bereitet.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  26.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
26.01.2016