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Praktikum im Ausland

Reiselust

Da ich durch die Schulferien selbst ein bisschen Urlaub hatte, nutzte ich diese Gelegenheit um den Rest Boliviens ein wnig zu erkunden. Mein erstes Ziel führte mich über Nacht in einem Schlafbus nach Cochabamba – das empfinde ich als die bequemste Art und Weise um in Bolivien zu reisen.

Der Ort beeindruckt durch seine grünen Vororte und Parkanlagen. Er liegt um einiges tiefer als Potosí, weshalb das Klima besser für die Landwirtschaft geeignet ist. Allerdings gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten außer der großen Jesus-Statue, ähnlich der in Rio de Janeiro, die über die Stadt wacht, und ein paar Museen. Viel interessanter ist der Torotoro-Nationalpark in der Nähe, der allerdings aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen ist. Ich hatte das Glück, in einem Privatauto mitgenommen zu werden, denn mit dem Bus hätte es vier bis fünf Stunden gedauert. Neben dem Dorf Torotoro findet man atemberaubende Landschaften, Felsformationen, Tropfsteinhöhlen und Dinosaurierspuren. Auf einer anderen Tour der örtlichen Agentur entdeckt man einen Canyon, Wasserfälle, Inka-Zeichnungen und noch mehr Dinosaurierspuren. Ich hatte aber nur einen Tag Zeit, weshalb ich nur ersteres zu Gesicht bekam.

Danach führte mich mein Weg nach La Paz, die Hauptstadt Boliviens. Ich besuchte ein paar wirklich interessante Museen und unternahm zwei Tagesausflüge in die Umgebung: in das Tal des Mondes und nach Tiwanaku, wo es noch Ruinen eines religiösen Zentrums einer uralten Kultur zu sehen gibt. Nach langem Suchen fand ich auch in La Paz endlich eine Reise-Agentur, die eine geführte Tour über den Choro-Treck anbietet, eine dreitägige Wanderung von La Paz nach Coroico. Allerdings musste ich am Ende doch alleine mit meinem Guide und ohne Gruppe los, da meine potenziellen Mitwanderer erst kurzfristig in La Paz angekommen waren und Probleme mit der Höhe hatten. Wir begannen den Weg in karger, trister, nebliger Landschaft, doch je tiefer wir kamen, desto vielfältiger wurde die Vegetation, bis wir uns schließlich in immergrünen, beinahe tropischen und undurchdringlichen Wäldern befanden. Wir schliefen in Hütten in winzigen Dörfern entlang des Weges fernab jeglicher Zivilisation – ein absolutes Highlight.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  28.01.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
28.01.2016

Praktikum im Ausland

Ab auf die Insel

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt habe, ging es verganenes Wochenende auf einen Kurztrip in die irische Hauptstadt Dublin. Am frühen Freitagabend traf ich mich mit meinen Kollegen am Flughafen und das Abenteuer sollte beginnen. Der Flug verlief sehr entspannt. Auf Grund der einen Stunde Zeitverschiebung hatten wir nach unserer Ankunft in Dublin noch genügend Zeit, um ohne Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum zu kommen. Da in Irland Linksverkehr herrscht, war diese Fahrt schon ein bisschen verwirrend, doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Nach einem kurzen Snack in der sehr vollen und lebensfrohen Innenstadt, zog es uns schnell in unser Hostel.

Für den nächsten Tag war eine Stadtbesichtigung geplant, die wir in Form einer sogenannten „Free Walking Tour“ machten. Man erhält eine kostenlose Führung durch die Stadt und entscheidet am Ende selbst, wie viel es einem wert war. Dublin beeindruckte mich nicht so sehr, hat aber trotzdem seine schönen Ecken. Was mich schon mehr begeisterte, war die Lebensart der Iren – sie sind immer bestens gelaunt, mit einem Lächeln und einem flotten Spruch auf den Lippen. Ich versuchte mich an einer irischen Spezialität, dem Lamm-Eintopf, musste aber leider feststellen, dass die Geschmäcker sehr verschieden sind und meinem nicht entspricht. Beim nächsten Mal wählte ich dann doch wieder die traditionellen Fish and Chips.

Zum Abschluss fuhren wir am Sonntag an die Ostküste Irlands, die mit dem Zug in knapp 20 Minuten zu erreichen ist. Allein für diesen kleinen Teil hatte sich die gesamte Reise gelohnt. Meine Praktikantenkollegen und ich entschieden uns für eine Klippentour entlang der Küste und stapften über Stock und Stein auf matschigen Wegen. Für die Anstrengung wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, wie ich sie mir von Irland erwartet hatte. Es war wirklich atemberaubend! Völlig erschöpft aber auch glücklich und zufrieden traten wir dann die Heimreise nach Brüssel an. Dieses Wochenende hatte sich mehr als gelohnt.

Zurück in der Arbeit sind wir nun auch bei den letzten Kleinigkeiten angekommen, die noch für den Neujahrsempfang vorzubereiten sind. So planen wir beispielsweise eine Wunschkartenaktion, bei der die Gäste ihre Wünsche fürs neue Jahr aufschreiben können und diese anschließend in Form einer Dauerschleife auf die Leinwand projiziert werden. Die Koordination dieser Aufgabe wurde mir übertragen, was mir schon im Vorlauf viel Spaß bereitet.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  26.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
26.01.2016

Praktikum im Ausland

Endspurt

Drei Wochen sind so schnell vorbei – vor allem dann, wenn man sie im Umfeld seiner Familie und Freunde verbringt. Nach einer schönen, entspannten Weihnachtszeit ging es vergangenen Sonntag für mich letzten sechs Wochen meines Praktikums mit dem Zug zurück nach Brüssel. Nachdem ich auf Grund einer Verspätung beinahe meinen Anschlusszug in Frankfurt verpasst hätte, war ich mehr als froh, als ich am Abend wieder Brüsseler Boden unter den Füßen hatte. „Ab in die Metro und vom ‚Schumann‘ im typischen Brüsseler Regen nach Hause laufen“, dachte ich mir. Die Wege sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden und so war es auch fast ein bisschen wie nach Hause kommen. Nach der langen Reise fiel ich dann aber auch sofort müde ins Bett.

Am folgenden Tag standen dann auch gleich wieder die Arbeit und das Wiedersehen mit meinen Kollegen der Vertretung auf dem Programm, auf das ich mich sehr freute. Nach einer ausgiebigen Begrüßung ging es dann aber schon wieder zur Sache: Der Neujahrsempfang Ende des Monats steht vor der Tür und die Vorbereitung geht in die heiße Phase. An der Veranstaltung wird auch die bayerische Europaministerin wieder teilnehmen. Inzwischen sind die Einladungen verschickt und die Resonanz ist riesengroß. Alles spricht für eine gelungene letzte Großveranstaltung für mich. Allerdings wird es in den kommenden beiden Wochen nochmal sehr stressig werden, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Nachdem ich aber auch das Oktoberfest der Vertretung miterlebt habe, weiß ich, dass wir das schaffen werden.

Und auch am Wochenende ist wieder etwas geboten. In Brüssel habe ich mittlerweile alles zur Genüge gesehen, deshalb werde ich zusammen mit den anderen Praktikanten nach Dublin fliegen und mir die nächste europäische Metropole anschauen. Ich freue mich sehr darauf, wieder eine neue Kultur kennenzulernen und bin gespannt, was Irland zu bieten hat. Ich hoffe, dass ich auch etwas von der schönen Natur außerhalb der Stadt sehen kann. Danach werden auch wieder einige meiner Kollegen die Vertretung verlassen, so dass der Kurztrip bestimmt auch ein schöner Abschluss für sie wird. In meinem nächsten Text werde ich euch darüber berichten.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  18.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
18.01.2016