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Praktikum im Ausland

Der Abschied naht

Schon langsam rückt der Abschied von Brüssel immer näher und inzwischen habe ich auch schon damit begonnen, die alten Umzugskartons wieder herauszukramen und mein Hab und Gut darin zu verstauen. Zehn Arbeitstage – also zwei Wochen – bleiben mir noch, doch die werden schneller vorbei sein, als mir lieb ist.

Der Abschied von meiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung, die man liebevoll auch als Rumpelkammer bezeichnen könnte, wird mir genauso leicht fallen, wie der Abschied von der Stadt an sich. Allerdings hatte ich im vergangenen halben Jahr in der Vertretung eine sehr angenehme Zeit, in der ich auch einige der Mitarbeiter ins Herz geschlossen habe. Alleine für ein Wiedersehen mit ihnen würde es sich lohnen, nach Brüssel zurückzukehren.

Bald steht auch mein erstes Abschlussgespräch an, das ich mit der Leiterin meines Referats führen werde, die auch gleichzeitig stellvertretende Leiterin der Vertretung ist. Ich bin sehr gespannt, wie sie meine Arbeit bewerten und wie das Gespräch verlaufen wird. Immerhin konnte ich inzwischen meinen Praktikumsbericht fertig stellen und kann ihn ihr zur Unterschrift vorlegen.

Außerdem ist Karnevalswoche, die uns in der Vertretung zumindest einen freien Dienstagnachmittag beschert. Ursprünglich wollten meine Praktikantenkollegen und ich die Gunst der Stunde nutzen und mit dem Zug nach Köln fahren, um die volle Dröhnung Karneval abzubekommen. Aus Kostengründen aber haben wir die Idee wieder verworfen. Stattdessen werden wir uns ansehen, was die Brüsseler Innenstadt an den närrischen Tagen so zu bieten hat. Die Nähe zum Rheinland lässt auf einiges hoffen – als Franke habe ich aber dennoch keine allzu großen Erwartungen.

Natürlich blieb auch der monatliche Wechsel im Praktikantenbüro nicht aus und so sind mit mir nur noch zwei Praktikanten aus der Vorweihnachtszeit übrig geblieben.
Eine unserer neuen Kolleginnen ist wie ich schon seit August in Brüssel und hat zuvor ein Auslandssemester an einer Brüsseler Universität absolviert. Eine ihrer ersten Fragen war, wie wir hier in der Vertretung die Zeit der Terrorwarnstufe erlebt haben. Es war sehr interessant, diese spezielle Phase mal aus einer anderen Perspektive geschildert zu bekommen und sich mit ihr darüber auszutauschen.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  09.02.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
09.02.2016

Praktikum im Ausland

Neujahrsempfang der Bayerischen Vertretung

Die Woche des Neujahrsempfangs begann nicht gut, als sich die Chefin unseres Veranstaltungsteams für die gesamte Woche krank meldete und wir somit bei der restlichen Organisation auf uns alleine gestellt waren. Zum Glück gab es nur noch Kleinigkeiten zu erledigen, bei denen ich auf Grund meiner mittlerweile gesammelten Erfahrung einen großen Teil beitragen konnte. Am Mittwoch selbst meldete sich dann auch noch die bayerische Europaministerin Dr. Beate Merk, die als Gastgeberin zum Neujahrsempfang geladen hatte, kurzfristig krank und reiste nicht nach Brüssel.

Nach einer kurzen Zeit der Ungewissheit, als keiner wusste, wie wir nun weiter verfahren sollten, meldete sich spontan der Leiter der Staatskanzlei in München und Minister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben Marcel Huber als Ersatz an. Zwar konnte ich unsere längst mit Frau Dr. Merks Name gedruckten Programmkarten nicht mehr verändern, trotzdem war zumindest der Abend gerettet.

Meine Hauptaufgabe beim Neujahrsempfang war die Durchführung der sogenannten „Wunschkartenaktion“. Auf den im Veranstaltungssaal aufgestellten Stehtischen verteilte ich kleine Kärtchen, auf denen die knapp 500 geladenen Gäste ihre Wünsche und Hoffnungen fürs neue Jahr festhalten sollten. Während der Rede von Herrn Minister Huber wurden diese gesichtet, bevor ich geeignete Exemplare einscannte und als Präsentation vorbereitete, die als Dauerschleife für den gesamten Abend auf die Leinwand projiziert wurde. In der Kürze der Zeit war die Aufgabe zwar sehr stressig, danach konnte ich den Abend allerdings genießen und zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen nochmal symbolisch ins neue Jahr starten. Am Ende war der Abend trotz der vielen Stolperfallen sehr gelungen und alle waren glücklich und zufrieden.

Mit dem Ende dieser Woche endet offiziell mein praktisches Studiensemester. Meine restliche Zeit in Brüssel absolviere ich freiwillig und auf Wunsch der bayerischen Staatskanzlei. Das bedeutet aber leider auch, dass in den kommenden Tagen und Wochen ein Großteil meiner Freizeit für das Schreiben des Praktikumsberichts für die Hochschule draufgehen wird. Ich werde versuchen, das so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um meine letzten Tage in Belgien noch genießen zu können.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  29.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
29.01.2016

Praktikum im Ausland

Reiselust

Da ich durch die Schulferien selbst ein bisschen Urlaub hatte, nutzte ich diese Gelegenheit um den Rest Boliviens ein wnig zu erkunden. Mein erstes Ziel führte mich über Nacht in einem Schlafbus nach Cochabamba – das empfinde ich als die bequemste Art und Weise um in Bolivien zu reisen.

Der Ort beeindruckt durch seine grünen Vororte und Parkanlagen. Er liegt um einiges tiefer als Potosí, weshalb das Klima besser für die Landwirtschaft geeignet ist. Allerdings gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten außer der großen Jesus-Statue, ähnlich der in Rio de Janeiro, die über die Stadt wacht, und ein paar Museen. Viel interessanter ist der Torotoro-Nationalpark in der Nähe, der allerdings aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nur schwer zu erreichen ist. Ich hatte das Glück, in einem Privatauto mitgenommen zu werden, denn mit dem Bus hätte es vier bis fünf Stunden gedauert. Neben dem Dorf Torotoro findet man atemberaubende Landschaften, Felsformationen, Tropfsteinhöhlen und Dinosaurierspuren. Auf einer anderen Tour der örtlichen Agentur entdeckt man einen Canyon, Wasserfälle, Inka-Zeichnungen und noch mehr Dinosaurierspuren. Ich hatte aber nur einen Tag Zeit, weshalb ich nur ersteres zu Gesicht bekam.

Danach führte mich mein Weg nach La Paz, die Hauptstadt Boliviens. Ich besuchte ein paar wirklich interessante Museen und unternahm zwei Tagesausflüge in die Umgebung: in das Tal des Mondes und nach Tiwanaku, wo es noch Ruinen eines religiösen Zentrums einer uralten Kultur zu sehen gibt. Nach langem Suchen fand ich auch in La Paz endlich eine Reise-Agentur, die eine geführte Tour über den Choro-Treck anbietet, eine dreitägige Wanderung von La Paz nach Coroico. Allerdings musste ich am Ende doch alleine mit meinem Guide und ohne Gruppe los, da meine potenziellen Mitwanderer erst kurzfristig in La Paz angekommen waren und Probleme mit der Höhe hatten. Wir begannen den Weg in karger, trister, nebliger Landschaft, doch je tiefer wir kamen, desto vielfältiger wurde die Vegetation, bis wir uns schließlich in immergrünen, beinahe tropischen und undurchdringlichen Wäldern befanden. Wir schliefen in Hütten in winzigen Dörfern entlang des Weges fernab jeglicher Zivilisation – ein absolutes Highlight.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  28.01.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
28.01.2016