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Praktikum im Ausland

Endspurt

Drei Wochen sind so schnell vorbei – vor allem dann, wenn man sie im Umfeld seiner Familie und Freunde verbringt. Nach einer schönen, entspannten Weihnachtszeit ging es vergangenen Sonntag für mich letzten sechs Wochen meines Praktikums mit dem Zug zurück nach Brüssel. Nachdem ich auf Grund einer Verspätung beinahe meinen Anschlusszug in Frankfurt verpasst hätte, war ich mehr als froh, als ich am Abend wieder Brüsseler Boden unter den Füßen hatte. „Ab in die Metro und vom ‚Schumann‘ im typischen Brüsseler Regen nach Hause laufen“, dachte ich mir. Die Wege sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden und so war es auch fast ein bisschen wie nach Hause kommen. Nach der langen Reise fiel ich dann aber auch sofort müde ins Bett.

Am folgenden Tag standen dann auch gleich wieder die Arbeit und das Wiedersehen mit meinen Kollegen der Vertretung auf dem Programm, auf das ich mich sehr freute. Nach einer ausgiebigen Begrüßung ging es dann aber schon wieder zur Sache: Der Neujahrsempfang Ende des Monats steht vor der Tür und die Vorbereitung geht in die heiße Phase. An der Veranstaltung wird auch die bayerische Europaministerin wieder teilnehmen. Inzwischen sind die Einladungen verschickt und die Resonanz ist riesengroß. Alles spricht für eine gelungene letzte Großveranstaltung für mich. Allerdings wird es in den kommenden beiden Wochen nochmal sehr stressig werden, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Nachdem ich aber auch das Oktoberfest der Vertretung miterlebt habe, weiß ich, dass wir das schaffen werden.

Und auch am Wochenende ist wieder etwas geboten. In Brüssel habe ich mittlerweile alles zur Genüge gesehen, deshalb werde ich zusammen mit den anderen Praktikanten nach Dublin fliegen und mir die nächste europäische Metropole anschauen. Ich freue mich sehr darauf, wieder eine neue Kultur kennenzulernen und bin gespannt, was Irland zu bieten hat. Ich hoffe, dass ich auch etwas von der schönen Natur außerhalb der Stadt sehen kann. Danach werden auch wieder einige meiner Kollegen die Vertretung verlassen, so dass der Kurztrip bestimmt auch ein schöner Abschluss für sie wird. In meinem nächsten Text werde ich euch darüber berichten.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  18.01.2016
Autor: Christoph
Rubrik: studium
18.01.2016

Praktikum im Ausland

Der Cerro Rico

An einem schönen Sonntagmorgen trafen wir uns pünktlich um sieben Uhr zu einem zweiten kleinen Abenteuer, ebenfalls bei den NAT's. Mit von der Partie: der andere deutsche Volontär, eine spanische Volontärin und zwei bolivianische Studenten. Unser Weg führte uns diesmal nicht am Cerro Rico vorbei, sondern direkt an seinen Fuß. Von dort aus hieß es den Berg hinauf wandern. Für uns arme Europäer gestaltete sich das recht anstrengend, schließlich starteten wir von 4.500 Metern zu einem Anstieg über 300 Höhenmeter. Alavro und Luis unsere „Fremdenführer“ machten es uns durch ihre Wahl des Weges nicht gerade einfacher. Anstatt die offiziellen Wege zu nehmen, stiegen wir die meiste Zeit über Geröll und lockere Erde den kürzesten Weg – steil und in einer geraden Linie – den Berg hoch.

Der Cerro Rico ist zudem nicht gerade schön zum Wandern. Durch die Jahrhunderte lange Minenarbeit besteht er gefühlt nur noch aus Geröll, Sand und Staub und natürlich aus Stollen, die zum Teil stillgelegt sind. Es gibt kaum Pflanzen und erst recht keine Bäume, die einem vielleicht ein wenig Schatten vor der gnadenlosen Sonne spenden könnten. Die einzige Pflanze die wir sahen war ein stacheliger Strauch mit einer roten Blume, von der Alvaro mir erzählte, sie würde als Medizin genutzt. Angeblich produziere die Pflanze eine Art Lutschbonbon im Inneren ihrer Blüte, die man gerne Kinder gebe. Als ich fragte wogegen das helfe, meinte er gegen alles.

Auf unserem Weg begegneten wir zwei Viscachas. Das sind Tiere, die aussehen wie eine Mischung aus Kaninchen und Ratte mit einem Schuss Chinchilla. Je höher wir kamen, desto öfter machten wir die Bekanntschaft mit dem Chiri Wayra, zu Deutsch kalter Wind, wie man dieses frische Lüftchen des Cerro Rico passenderweise auf Quechua benannt hat. Nur blieb es nicht bei dem Lüftchen. Ab einer bestimmten Höhe pfiffen uns die Böen um die Ohren. Doch davon ließen wir uns nicht aufhalten und erreichten sicher den Gipfel, wo uns eine großartige Aussicht erwartete. Ich hatte welche von den selbstgemachten Lebkuchen mitgebracht, die wir dort knabberten, während wir den Anblick der umliegenden Bergketten genossen. Nach ein paar Fotos machten wir uns direkt wieder an den Abstieg. Der fiel für die Lungen zwar erholsamer aus, als der Aufstieg, dafür ließen die Muskeln mit jedem Schritt nach. Nach der ganzen Aufregung war ich froh, wieder mein Bett zu erreichen und ein paar Stunden Beine und Lunge schonen zu können.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  13.01.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
13.01.2016

Praktikum im Ausland

Ein Ausflug der besonderen Art

An einem schönen Mittwochmorgen trafen wir uns pünktlich um halb zehn bei den NAT's. Mit von der Partie: Ein anderer deutscher Volontär, zwei bolivianische Studenten und ich. Unser Plan: Kakteen für den Garten holen. Denn der Vorteil von Kakteen besteht darin, dass sie auch bei dieser Höhe und der andauernden Trockenheit nicht sterben, wie es schon bei ein paar Pflanzen passiert ist.

Nur richtig durchstarten konnten wir lange noch nicht, denn es fehlte unser Fahrer, der Chauffeur der Caritas von Potosí, Überorganisation von Yachay Mosoj und anderen sozialen Projekten der Stadt. Eine Stunde nach der verabredeten Zeit tauchte er schließlich auf. Nach drei Monaten in Bolivien habe ich mich so langsam an gewisse Eigenarten gewöhnt und kreuze selbst die übliche halbe Stunde zu spät auf, da es vorher sowieso nie losgeht.

Unser Weg führte uns hinauf Richtung Cerro Rico, darum herum, dann passierten wir eine Mautstelle und plötzlich befanden wir uns mitten im Nirgendwo. Weite Ebenen, auf denen friedlich Lamas grasten, wechselten sich mit tiefen Schluchten ab. Man sah mehr und mehr Kakteen, was mich irgendwie an Wildwest-Filme erinnerte.

Schließlich fanden wir eine geeignete Stelle, um den Kakteen-Wald ein wenig zu plündern. Dafür hatten wir extra Spitzhacken und Handschuhe mitgebracht. Es war viel einfacher, die stacheligen Gesellen aus der Erde zu ziehen, als ich es vorher erwartet hatte. Man konnte die ausgegrabenen Kakteen einfach an den Wurzeln packen und sie konnten sich nicht mehr wehren. So schafften wir es, acht Pflanzen sicher auf die Ladefläche unseres Pick-ups zu verfrachten und ab ging es zurück nach Potosí.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  07.01.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
07.01.2016