Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Praktikum im Ausland

Ahoi Berlin!

Nach sechs Monaten Praktikum in Lima und zwei Monaten voll von schönen Reiseerlebnissen ist es für mich an der Zeit nach Deutschland zurückzukehren. Die Rückkehr umfasst dabei viel mehr als nur den Flug von Kontinent zu Kontinent. Ich muss auch wieder in einer anderen Kultur ankommen, mir neue Alltagsstrukturen aufbauen und obendrein einen bürokratischen Marathon durchlaufen. Vor allem muss ich mir aber darüber klar werden, wie es für mich weitergehen soll.

Im Januar habe ich meinen Master in der Friedens- und Konfliktforschung abgeschlossen. Da ich damit rechne, dass ich mich mit diesem sozialwissenschaftlichen Abschluss auf einen längeren Übergang bis zum ersten Job einstellen kann, musste ich mir überlegen, wo ich mich strategisch betrachtet am besten niederlasse. Ich entschied mich für Berlin, da ich in der Stadt viele Freunde habe und es viele Jobs im sozialen und politischen Bereich gibt. Hinzu kommt eine sehr gute Infrastruktur sowie viele attraktive Freizeit- und Fortbildungsmöglichkeiten.

Mein erster Punkt auf der langen To-Do-Liste war die Wohnungssuche. Nach einer kurzen Recherche stellte ich fest, dass die Wohnungssuche kein Zuckerschlecken werden würde. Das Angebot reichte von Hippie-WGs bis schick-konservativ. Eigentlich ist ja für alle etwas dabei, doch irgendwie auch wieder nicht. Jede Gruppe hat da so ihre eigenen Vorstellungen und letztendlich wirkte Berlin auf mich gar nicht so offen, wie ich angenommen hatte. Ich war sehr froh, als mir schließlich das WG-Zimmer einer Freundin angeboten wurde. So wohne ich jetzt mit netten Mitbewohnern in einer wunderschönen WG – und das mitten in Friedrichshain. Der perfekte Start!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  22.12.2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
22.12.2015

Praktikum im Ausland

Weihnachtsbasteleien

Die erste Hälfte meines Aufenthalts im Bolivien ist zu Ende gegangen. Zum Ende des Projektjahres standen damit auch einige Traditionen an. Erst einmal die Vorstellung, Auswertung und Bewertung der Projekte der Caritas, zu welchen auch „Yachay Mosoj“ gehört. Dazu war eine umfangreiche Vorbereitung der Mitarbeiter des Projektes nötig, die dadurch kaum mehr Zeit für die Kinder hatten. Das war aber nicht weiter schlimm, da die Kinder schon Ferien hatten und sowieso immer weniger wurden. Ich habe mich deshalb mehr mit ihnen beschäftigt und ihnen die mitgebrachten Fensterfarben gezeigt, was auf sehr viel Begeisterung stieß. Jeden Tag machten wir ein paar mehr der bunten Fensterbildchen.

Jetzt, da langsam aber sicher das Weihnachtsfest vor der Tür steht, habe ich alte Bastelideen aus meinem Kopf hervorgekramt. Beispielsweise haben wir einen beinahe lebensgroßen Tannenbaum aus Pappe geschnitten, zusammengesteckt und bemalt. Danach machten wir uns daran Sternchen, Schneeflocken und Kerzen als Verzierungen herzustellen. Es hat Spaß gemacht sich mal so richtig kreativ auszuleben und alle Ideen einfach mal auszuprobieren.

Durch die Bewertung der Projekte lernte ich auch einmal die anderen Initiativen kennen, die die Caritas von Potosí unterstützt. Die NAT’s kannte ich ja schon, dann gibt es noch ein Gesundheitsprojekt, das mit Schulen und Krankenhäusern zusammenarbeitet und zwei Gemeinden auf dem Land, die Unterstützung dabei erhalten, ihre landwirtschaftliche Produktion zu verbessern, zum Beispiel in Sachen Wassereinsparung durch die sogenannte Terassenbepflanzung. Jedes Projekt stellte seine Arbeit zuerst vor und lies anschließend Teilnehmer zu Wort kommen, die ihre Meinung dazu zum Ausdruck bringen durften. Letztere hielten ihren Vortrag allerdings auf Quechua, weshalb ich auf Übersetzungen einer meiner Mitarbeiterinnen angewiesen war.

Nach diesem sehr langen und anstrengenden Tag fuhr ich für zwei Tage mit dem ganzen Caritas-Team hinaus aufs Land in ein wunderschönes Erholungshaus umgeben von Grün – was mir nach Potosí sehr ungewöhnlich vorkam. Es tat so gut, endlich mal wieder richtiges grünes Gras unter den Füssen zu spüren. Dort verteilten wir deutschen Volontäre auch unsere selbstgebackenen Lebkuchen, die wirklich sehr gut ankamen. Alles in allem genieße ich bisher eine sehr schöne Vorweihnachtszeit.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  21.12.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
21.12.2015

Praktikum im Ausland

Advent, Advent

Knapp ein Monat ist seit den Terroranschlägen von Paris vergangen. Ein Monat, in dem auch hier in Brüssel alles etwas anders war. Während die Terrorstufe vier galt, war die Stadt zeitweise wie ausgestorben. Schulen und Kindergärten sowie öffentliche Einrichtungen waren geschlossen und auch ich arbeitete von zu Hause aus. Mittlerweile ist wieder ein wenig Normalität eingekehrt und der Alltag ist zurück. Einzig die große Zahl an Soldaten, die vor den Institutionen patrouillieren, erinnern noch an die Geschehnisse.

Ich hatte mich schon seit meiner Ankunft in Belgien auf die Adventszeit gefreut. Das erste Mal, dass ich diese vorweihnachtliche, besinnliche Zeit nicht zu Hause mit meiner Familie verbringen sollte, sondern in einer fremden Stadt in einem anderen Land. Der erste Dämpfer erfolgte schließlich kurz vor dem ersten Advent. Unser lange und intensiv vorbereiteter Abend im Advent in der Vertretung wurde auf Grund der Terrorgefahr vorsorglich abgesagt. Natürlich gab es keine konkrete Gefährdung für die Bayerische Vertretung, doch wer möchte unter diesen Umständen schon die Verantwortung für eine Veranstaltung mit 400 Personen übernehmen? Kurz nach der Absage folgte die Herabstufung der Terrorwarnstufe, was mich noch mehr ärgerte.
Unsere bayerische Europaministerin Dr. Beate Merk ließ es sich trotzdem nicht nehmen, nach Brüssel zu reisen. Sie besuchte uns am nächsten Morgen beim wöchentlichen Jour-fixe, unserer internen Besprechungsrunde. Jeder Mitarbeiter erhielt neben den guten Wünschen der Ministerin auch ein kleines weihnachtliches Präsent. Eine sehr schöne Geste!

Meine Kollegen und ich steuerten als Ersatzveranstaltung nach Feierabend einen der vielen in der Stadt verteilten Weihnachtsmärkte an. Schon seit mehreren Tagen leuchtete die Stadt auf dem Nachhauseweg am Abend in weihnachtlichen Farben. Das Rathaus am Grand Place überrascht jede halbe Stunde mit einer bunten Lichtershow.
Was uns dann am Weihnachtsmarkt erwartete, erinnerte mich sehr an die Heimat. Viele verschiedene Buden, die zusammen eine kleine weihnachtliche Stadt bildeten, in der es herrlich duftete. Der Inhalt der Buden reichte dann vom bekannten Glühwein, der tatsächlich auch in Belgien Glühwein heißt – was mich sehr überraschte, bis hin zu Ständen mit ganz exotischen Dingen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Irgendwie dann doch ein bisschen wie zu Hause, auch wenn der heimische und weltbekannte Nürnberger Christkindlesmarkt natürlich nicht zu ersetzen ist.

 

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  18.12.2015
Autor: Christoph
Rubrik: studium
18.12.2015