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Praktikum im Ausland

Citytrip

Brüssel liegt geographisch gesehen sehr günstig; ziemlich zentral inmitten vieler europäischer Metropolen. So erreicht man Paris und London innerhalb von drei Stunden, das Rheinruhr-Gebiet oder Amsterdam sogar bereits in gut zwei Stunden. Das muss ich ausnutzen, dachte ich mir, und reiste mit meinen Kollegen übers Wochenende in die holländische Hauptstadt. Nach Paris, Gent, Oostende, Antwerpen und Maastricht ist das schon die sechste Stadt, die ich während meiner Zeit hier in Brüssel kennen lernen durfte.

Wir mieteten uns ein kleines Hausboot für die Nacht und zogen los in die Stadt. Dort entschied ich mich, mit meinen Kollegen eine sogenannte „Free Walking Tour“ zu machen. Ich war anfangs etwas skeptisch und wollte die Stadt lieber auf eigene Faust erkunden, im Nachhinein betrachtet, war es die beste Entscheidung des Wochenendes. Das Konzept der Tour ist einfach erklärt: Jeder kann sich kostenlos anschließen und bestimmt am Ende ob und wie viel es ihm wert war. Wir erwischten einen jungen, witzigen Guide, der seine Sache sehr gut machte und uns Amsterdam zeigte und erklärte. Anscheinend hatte er auch meine Kollegen und mich sofort ins Herz geschlossen, da er sich nach Ende der Tour noch Zeit für uns nahm und uns privat seine persönlichen Highlights seiner Heimatstadt zeigte, die man so als Tourist nicht zu sehen bekommt. Glück muss man eben haben!

Am nächsten Morgen brachen wir wieder früh auf und erkundeten ausgewählte Teile der Stadt nochmal allein, bevor auch schon der Bus zurück nach Brüssel ging. Das Problem bei solchen Trips erkenne ich dann meist am Montagmorgen: ich hätte ein Wochenende nötig. Aber es half alles nichts, auch in der Arbeit gibt es viel zu tun.

Nachdem auf Grund der Terrorgefahr viele Veranstaltungen vorsorglich abgesagt wurden konzentrieren wir uns im Veranstaltungsteam schon jetzt auf unseren Neujahrsempfang Ende Januar, was dann schon eine meiner letzten großen Veranstaltungen in der Vertretung sein wird. Wir müssen Einladungskarten und Programme entwerfen und möglichst alles vorbereiten, um nach dem Jahreswechsel bestmöglich für den großen Stress gewappnet zu sein. Bevor es für alle in den Weihnachtsurlaub geht und in der Vertretung für knapp zwei Wochen alles still steht, steht aber noch unsere interne Weihnachtsfeier auf dem Programm.

Autor: Christoph  |  Rubrik: studium  |  23.12.2015
Autor: Christoph
Rubrik: studium
23.12.2015

Praktikum im Ausland

Ahoi Berlin!

Nach sechs Monaten Praktikum in Lima und zwei Monaten voll von schönen Reiseerlebnissen ist es für mich an der Zeit nach Deutschland zurückzukehren. Die Rückkehr umfasst dabei viel mehr als nur den Flug von Kontinent zu Kontinent. Ich muss auch wieder in einer anderen Kultur ankommen, mir neue Alltagsstrukturen aufbauen und obendrein einen bürokratischen Marathon durchlaufen. Vor allem muss ich mir aber darüber klar werden, wie es für mich weitergehen soll.

Im Januar habe ich meinen Master in der Friedens- und Konfliktforschung abgeschlossen. Da ich damit rechne, dass ich mich mit diesem sozialwissenschaftlichen Abschluss auf einen längeren Übergang bis zum ersten Job einstellen kann, musste ich mir überlegen, wo ich mich strategisch betrachtet am besten niederlasse. Ich entschied mich für Berlin, da ich in der Stadt viele Freunde habe und es viele Jobs im sozialen und politischen Bereich gibt. Hinzu kommt eine sehr gute Infrastruktur sowie viele attraktive Freizeit- und Fortbildungsmöglichkeiten.

Mein erster Punkt auf der langen To-Do-Liste war die Wohnungssuche. Nach einer kurzen Recherche stellte ich fest, dass die Wohnungssuche kein Zuckerschlecken werden würde. Das Angebot reichte von Hippie-WGs bis schick-konservativ. Eigentlich ist ja für alle etwas dabei, doch irgendwie auch wieder nicht. Jede Gruppe hat da so ihre eigenen Vorstellungen und letztendlich wirkte Berlin auf mich gar nicht so offen, wie ich angenommen hatte. Ich war sehr froh, als mir schließlich das WG-Zimmer einer Freundin angeboten wurde. So wohne ich jetzt mit netten Mitbewohnern in einer wunderschönen WG – und das mitten in Friedrichshain. Der perfekte Start!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  22.12.2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
22.12.2015

Praktikum im Ausland

Weihnachtsbasteleien

Die erste Hälfte meines Aufenthalts im Bolivien ist zu Ende gegangen. Zum Ende des Projektjahres standen damit auch einige Traditionen an. Erst einmal die Vorstellung, Auswertung und Bewertung der Projekte der Caritas, zu welchen auch „Yachay Mosoj“ gehört. Dazu war eine umfangreiche Vorbereitung der Mitarbeiter des Projektes nötig, die dadurch kaum mehr Zeit für die Kinder hatten. Das war aber nicht weiter schlimm, da die Kinder schon Ferien hatten und sowieso immer weniger wurden. Ich habe mich deshalb mehr mit ihnen beschäftigt und ihnen die mitgebrachten Fensterfarben gezeigt, was auf sehr viel Begeisterung stieß. Jeden Tag machten wir ein paar mehr der bunten Fensterbildchen.

Jetzt, da langsam aber sicher das Weihnachtsfest vor der Tür steht, habe ich alte Bastelideen aus meinem Kopf hervorgekramt. Beispielsweise haben wir einen beinahe lebensgroßen Tannenbaum aus Pappe geschnitten, zusammengesteckt und bemalt. Danach machten wir uns daran Sternchen, Schneeflocken und Kerzen als Verzierungen herzustellen. Es hat Spaß gemacht sich mal so richtig kreativ auszuleben und alle Ideen einfach mal auszuprobieren.

Durch die Bewertung der Projekte lernte ich auch einmal die anderen Initiativen kennen, die die Caritas von Potosí unterstützt. Die NAT’s kannte ich ja schon, dann gibt es noch ein Gesundheitsprojekt, das mit Schulen und Krankenhäusern zusammenarbeitet und zwei Gemeinden auf dem Land, die Unterstützung dabei erhalten, ihre landwirtschaftliche Produktion zu verbessern, zum Beispiel in Sachen Wassereinsparung durch die sogenannte Terassenbepflanzung. Jedes Projekt stellte seine Arbeit zuerst vor und lies anschließend Teilnehmer zu Wort kommen, die ihre Meinung dazu zum Ausdruck bringen durften. Letztere hielten ihren Vortrag allerdings auf Quechua, weshalb ich auf Übersetzungen einer meiner Mitarbeiterinnen angewiesen war.

Nach diesem sehr langen und anstrengenden Tag fuhr ich für zwei Tage mit dem ganzen Caritas-Team hinaus aufs Land in ein wunderschönes Erholungshaus umgeben von Grün – was mir nach Potosí sehr ungewöhnlich vorkam. Es tat so gut, endlich mal wieder richtiges grünes Gras unter den Füssen zu spüren. Dort verteilten wir deutschen Volontäre auch unsere selbstgebackenen Lebkuchen, die wirklich sehr gut ankamen. Alles in allem genieße ich bisher eine sehr schöne Vorweihnachtszeit.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  21.12.2015
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
21.12.2015