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Die Lehrer von morgen

In den Sattel

Eine freie Woche – toll! Ich nutzte das traumhafte Wetter für eine Fahrradtour. Da mein Rad in Würzburg steht, musste ich das meiner Mutter ausleihen. Ich pumpte die Reifen auf – wobei mir mein Großvater half – und schwang mich auf den Drahtesel.
Bepackt mit Rucksack und Kühltasche radelte ich in die zehn Kilometer entfernte Stadt. Der Weg dorthin ist gut für Radfahrer ausgebaut. Nachdem ich den größten Berg überwunden hatte, konnte ich meine Tour in vollen Zügen genießen. Am Wegrand blühten die schönsten Wiesenpflanzen von Margareten bis hin zu Wiesenknöpfen. Die Blumen dufteten und die Bienen summten. Sogar einem Reh begegnete ich in Waldnähe. Es war herrlich, die Sonne auf der Haut zu spüren und sich den Wind durch die Haare wehen zu lassen.
In der Stadt angekommen beantragte ich eine beglaubigte Geburtsurkunde, die ich für meine Examensanmeldung benötige. Zudem kaufte ich frische Milch bei einem Bauern. Ich hielt mich nicht lange auf und besuchte nach getaner Arbeit Oma Frieda auf einen Kaffee und einen frisch gebackenen Hefezopf. Es war köstlich und wir hatten wieder einmal tolle Gespräche! Für mich ist es sehr wichtig, mir Zeit zu nehmen, Zeit für die Natur, andere Menschen und mich selbst. Im heutigen Alltagsstress gerät das oftmals in Vergessenheit!
Ich radelte wieder nach Hause und zündete mit einem Lächeln im Gesicht den Grill an. Ich wollte meine Familie mit verschiedenen Grillspießen und leckerem Fladenbrot eine Freude bereiten, damit sie ihren Feierabend genießen können.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  20.06.2018

Die Lehrer von morgen

Fachschaft, was ist das?

„Ey Janna, du bist doch in dieser ominösen Fachschaft und kannst mir bestimmt erklären, was das ist und was die eigentlich so macht, oder?“
Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz eindeutig, denn „Fachschaft“ kann eine ganze Menge bedeuten. Zum einen gehören der Fachschaft alle Studierende eines Fachbereichs einer Uni an, zum Beispiel alle Mathestudierenden der Uni Bonn. Das ist allerdings der seltenste Gebrauch des Begriffs. Dann gibt es noch den Ort. Wenn ich sage, dass ich gerade „in der Fachschaft sitze“, meine ich damit das Fachschaftsbüro im Nebengebäude des Mathezentrums, Erdgeschoss, erste Tür links. Und dann gibt es noch die Nutzung des Worts, die am häufigsten gemeint ist: Die Fachschaft sind alle Menschen rund um die Fachschaftsvertretung (FSV) und den Fachschaftsrat (FSR). FSV und FSR sind Gremien, die für unterschiedliche Dinge zuständig sind.
Die FSV hat eher verwaltende Aufgaben. Ihre Mitglieder werden jedes Jahr von der gesamten Fachschaft – in unserem Fall von allen Mathestudierenden der Uni Bonn –gewählt und müssen nach bestimmten Regelungen Dinge beschließen. Sie stimmen beispielsweise über die Fachschaftsreferenten und Studierendenstellvertreter für bestimmte Ausschüsse ab, über den Haushaltsplan des FSR oder darüber, ob wir als Fachschaft diese oder jene Haltung zu einem Thema offen zeigen.
Der FSR ist das ausführende Gremium. Er organisiert Spieleabende, Wein- und Käseabende, das Sommerfest, die Erstirallye und viele andere Veranstaltungen der Fachschaft. Es gibt Referenten im FSR, die für bestimmte Bereiche zuständig sind. Wir haben zum Beispiel einen Erstireferenten, einen Finanzreferenten, eine Öffentlichkeitsreferentin und mich als Lehramtsreferentin. Bei den wöchentlichen FSR-Sitzungen ist aber jeder herzlich willkommen und kann sich einbringen, indem er etwa eine Schicht beim Cocktailabend übernimmt oder sich zu einem Anwesenheitsdienst (AWD) bereit erklärt. Für Letzteren ist derjenige dann einmal pro Woche von 12 bis 14 Uhr im Büro Ansprechpartner für Studierende, bearbeitet Mails oder räumt auf.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  14.06.2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
14.06.2018

Die Lehrer von morgen

Vom Examen in den Teilzeitjob?

Zwischen meinen Examensprüfungen hatte ich mich für einen Job in einem Buchladen beworben, den ich sehr mag. Es sollte dabei nicht direkt um Bücher gehen, sondern um eine Eistheke, die im Sommer vor dem Laden aufgebaut und betreut werden sollte. Meine Bewerbung bezog sich eigentlich auf einen 450-Euro-Job. Im Vorstellungsgespräch wurde ich aber direkt gefragt, ob ich mir vorstellen könne, die Eistheke in Vollzeit zu leiten und hierfür unter anderem die Aushilfen zu koordinieren. Nach der Eissaison könnte ich weiter im Buchladen selbst arbeiten bis mein Referendariat im Februar beginnt. Nach ein paar weiteren Mail- und Telefonkontakten einigten wir uns auf eine Stelle mit 30 Stunden in der Woche mit der Aussicht, ab Juli die Leitung der Eistheke zu übernehmen. Arbeitsbeginn sollte der 3. Mai sein, das Probearbeiten war auf den Tag nach meiner letzten Prüfung angesetzt. In meiner Lernphase klang das für mich alles stimmig und ich war stolz auf mich, eine Arbeit gefunden zu haben, die nahtlos an mein Examen anschließt und mit der ich bis zum Referendariat gut über die Runden kommen würde.
Doch unmittelbar nach dem Examen merkte ich, wie sehr die vergangenen sieben Monate an mir gezehrt hatten. Da war zum Beispiel mein Freund, der den Haushalt fast gänzlich alleine schmeißen musste, weil ich von morgens bis abends mit dem Kopf in meinen Büchern gesteckt hatte, und so einiges mehr, das mir einfach zu viel geworden war. Die Tage nach meinem Examen verbrachte ich weinend im Bett.
Dann dachte ich mir, dass es vielleicht mit Lebensabschnitten genauso ist wie mit Beziehungen: Man muss die eine erst beenden und verarbeiten, bevor eine neue beginnt. Deshalb habe ich mir ein Herz gefasst und nur einen Tag vor Arbeitsbeginn den Job abgesagt. Einen Vertrag gab es zum Glück noch nicht, deshalb kam ich mit einer feigen, aber ehrlichen Mail aus der Nummer raus. Als keine Antwort kam, musste ich doch noch einmal zum Hörer greifen, um sicher zu gehen. Und ja, sie hatten die Mail gelesen. Sie wirkten sehr sauer – verständlicherweise. Aber ich bin sehr stolz auf meine Entscheidung. Ich möchte mich jetzt erst einmal in Ruhe sortieren und dann im Juni oder Juli arbeiten gehen. So lange bin ich auf die finanzielle Unterstützung meiner Eltern angewiesen, doch die haben für meine Situation zum Glück großes Verständnis.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  12.06.2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
12.06.2018