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Die Lehrer von morgen

Eine unschöne Angelegenheit

Wochenlange Vorbereitungen, Einlesen in verschiedene Quellen, Treffen mit Kommilitonen und eine Promotion: So sieht es aus, wenn an der Uni ein Referat gehalten werden muss. Und bei mir stehen im November gleich vier davon an. Als nun das erste Referat nahte, passierte das, was sich keiner wünscht: Meine Kommilitonin wurde kurzfristig krank. Sie hatte noch keinen Text, kein Material und keinerlei Vorarbeit geleistet. Für mich bedeutete das, dass mein Halloweenabend flöten ging und ich die gruselige Nacht an meinem Schreibtisch verbrachte, wo ich mir die Grundlagen des Dysgrammatismus aneignete.
Als ich schließlich im Seminar vorne stand, um meine Erkenntnisse vorzustellen, lief alles wie am Schnürchen. Doch dann passierte es: Ein Genitivfehler! Mein Dozent lachte, als ich „die Entwicklung von der Theorie“ anstatt „die Entwicklung der Theorie“ sagte. Zunächst übte er nur Kritik am mittelfränkischen Dialekt, doch zur späteren Zeit kam er wieder auf diesen Fehler zu sprechen, den so viele begehen. Da stand ich also und ihr könnt euch vorstellen, wie verunsichert ich war, als ich mein Referat fortsetzen musste.
Ganz zum Schluss stellte er mich nochmals vor allen bloß, indem er meinte ein Lehrer sei ein Vorbild für die Schüler, er solle die Grammatik in seiner Muttersprache beherrschen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  21.11.2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
21.11.2017

Die Lehrer von morgen

Anmeldung zum Examen

Seit Anfang November bin ich offiziell zum Staatsexamen angemeldet. Dafür musste ich schon meine Prüfungsthemen für alle vier vierzigminütigen mündlichen Prüfungen wählen. Diese kann man bis zwei Wochen vor der Prüfung zwar noch einmal ändern, ich hoffe jedoch, dass das nicht notwendig sein wird.
Wahrlich sicher bin ich mir da aber gerade nicht mehr, weil das Gerücht kursiert, dass man sich in der Fachrichtung „Lernen“ kein Thema aussuchen darf, das man schon in einer Modulprüfung bearbeitet hat. In der Fachrichtung „Sprache“ dagegen wird genau das sogar empfohlen. Es sei gut, wenn beispielsweise die Förderung semantischer Kompetenzen schon im Studium das Steckenpferd einer Studentin werde.
Dass die Fachrichtungen ihre Regeln nicht einheitlich handhaben, ist keine große Neuigkeit. Aber ich hätte erwartet, dass Entscheidungen, die das Staatsexamen betreffen, übergreifender Natur sein müssten und nicht eine Fachrichtung empfiehlt, was eine andere komplett verbietet. Deshalb habe ich mir eigentlich nicht viele Gedanken gemacht und nun auch in der Fachrichtung „Lernen“ ein Thema gewählt, über das ich bereits eine Modulprüfung abgelegt habe.
Wenn das Thema nun nicht akzeptiert wird, muss ich mich noch einmal komplett neu orientieren. Immerhin habe ich es noch ziemlich früh erfahren und die Prüfung wird erst irgendwann im April stattfinden. Dennoch ärgert mich die Situation. Ich werde erst im Februar meine wissenschaftliche Arbeit abgeben, an der ich seit Mitte Oktober sitze, und habe meine vier Examensprüfungen voraussichtlich alle zwischen Mitte März und Ende April. Die Vorstellung, über Themen geprüft zu werden, die mir nicht unbekannt sind, hatte mich eigentlich beruhigt, wo ich doch so wenig Zeit zum Lernen haben werde.
Ich hoffe, dass sich das Gerücht entweder als unwahr herausstellt, oder dass mir noch ein kleiner Geistesblitz kommt, welches Thema mich genauso glücklich machen und entspannen könnte.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  20.11.2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
20.11.2017

Die Lehrer von morgen

Mathe soll Spaß machen!

„Mathe böse, uga“ – das war der Kommentar meiner Schwester vor ein paar Jahren, als ich ihr zu erklären versuchte, was der Graph dieser einen Funktion aussagen würde. Jeder Mensch hatte in der Schule ja seine Lieblings- und Hassfächer. Vollkommen lehrerunabhängig waren Mathe und Deutsch spätestens ab der 5. Klasse meine Favoriten. Bei Geschichte, Chemie und Sport kam es sehr auf den jeweiligen Lehrer und den konkreten Inhalt an. Und Englisch hat mir selbst bei supercoolen Lehrern irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.
Mathe ist aber vermutlich das Hassfach schlechthin, das weiß ich aus Erfahrung. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass Mathe eines der Fächer ist, für das eine Begabung notwendig für den Erfolg ist. Sich zu verbessern ist schwierig, wenn man Probleme hat, die Logik dahinter zu verstehen. Bei Fremdsprachen kann man fehlendes Talent ausgleichen, indem man Vokabeln lernt, Serien im Original ansieht oder eine Sprachreise macht. In Mathe kann man zwar auch „Kochrezepte“ auswendig lernen, also sich merken, in welcher Reihenfolge man die Lösungsschritte ausführt. Aber man muss wissen, welchen Algorithmus man für welchen Aufgabentyp anwendet – und verstanden hat man damit noch nicht, was man da eigentlich tut. Das kann ziemlich frustrieren.
In einem Text aus meinem Modul Mathedidaktik stand, dass es superwichtig ist, Schüler schon in jungen Jahren für Mathe zu begeistern. Es braucht gute Mathelehrer braucht, die das Interesse wecken, sodass nicht nur diejenigen Schüler gerne in den Matheunterricht gehen, die eine natürliche Begabung für den Stoff haben. Mit Motivation kann man besser lernen und bestimmte Areale im Gehirn trainieren, die es einem später ermöglichen, auch künftig besser Mathe zu verstehen.
Lustige Aufgaben zu bestimmten Themen denke ich mir jetzt schon immer mal wieder aus und schreibe sie auf – vielleicht kann ich mit diesen später meinen Matheunterricht etwas interessanter machen. In der Vorlesung zu sitzen und alles direkt zu verstehen, tritt bei mir im Studium bei mir auch nicht immer ein. Doch der Aha-Moment, wenn man es dann doch versteht, ist so toll, dass ich ihn möglichst vielen meiner späteren Schüler ermöglichen möchte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  16.11.2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
16.11.2017