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Die Lehrer von morgen

Forschungsprojekt zum Thema Mobbing - 1

Vorige Woche war ich mal wieder in der Schule, doch dieses Mal nicht als Praktikantin zum Unterrichten, sondern für das Forschungsprojekt, mit dem ich mich in meiner wissenschaftlichen Arbeit (WA) befassen werde. Für das Forschungsprojekt konnte meine Professorin bisher zehn Studierende gewinnen. Fünf von uns schreiben darüber ihre WA, die anderen lassen sich ihr Mitwirken als Modulprüfung anrechnen.
Das Projekt soll den Zusammenhang zwischen Spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES) – dabei insbesondere Störungen des Sprachverständnisses – und Mobbing klären. Frühere Studien belegten bereits, dass Kinder mit Sprachstörungen mehr in Mobbing verwickelt sind, ob als Täter oder als Opfer. Wir gehen nun weiter ins Detail, zum Beispiel beschäftigen wir uns mit Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen, zwischen verschiedenen Klassenstufen und so weiter.
Mein Thema ist ein konkreter Vergleich zwischen Kindern, die eine SSES, aber kein Problem im Sprachverständnis haben, und solchen, die unter beidem leiden. Untersucht werden Kinder aus verschiedenen Schulen, danach tragen wir die Ergebnisse zusammen und werten diese aus. Dabei vergleichen wir auch unterschiedliche Landkreise, weshalb die Genehmigung des Kultusministeriums notwendig war.
Eine gute Freundin von mir arbeitet auch am Projekt mit und wir haben uns zusammen die Verbundschule Dettingen ausgesucht – eine sehr schöne und gut organisierte Schule, die sie schon in ihrem Praxissemester kennenlernte und gerne wieder besuchen wollte. Die Erhebungen dort haben sehr viel Spaß gemacht. Nachdem uns einige Eltern ihr Einverständnis für die Teilnahme ihrer Kinder zusicherten, erhielten wir Einsicht in deren Schulakten. Zum Beispiel ging es bei der Auswahl passender Schüler für das Projekt um ihren Intelligenzquotienten. Denn SSES ist eine Teilleistungsstörung. Medizinische Kriterien für diese sind unter anderem, dass die kognitiven Fähigkeiten durchschnittlich sind und nur die Sprache von den Defiziten betroffen ist.
Im nächsten Beitrag erkläre ich euch, wie wir nach der Auswahl unserer Kandidaten weiter vorgingen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  30.11.2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
30.11.2017

Die Lehrer von morgen

Professoren und Professoren

Es gibt zwei Arten von Professoren. Bisher hatte ich vor allem mit denen zu tun, die sich kümmern, E-Mails schnell und freundlich beantworten und Namen auswendig lernen, um ihre Studierenden persönlich ansprechen zu können. Seit einigen Semestern haben wir aber einen neuen Professor an der Hochschule, an dessen Art ich mich nicht gewöhnen kann.
Er ist unzuverlässig, beantwortet E-Mails je nach Laune, er kommt zu spät und sagt Sprechstunden mittels eines Zettels an seiner Bürotür ab. Dieses Verhalten finde ich nicht in Ordnung, aber manches ist wirklich unfair. Zum Beispiel habe ich vor acht Monaten eine Hausarbeit bei ihm abgegeben. Es handelt sich dabei um ein Gutachten über ein Kind, mit dem ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Wenn ich eine Rückmeldung dazu bekommen hätte und wüsste, dass es gut ist, hätte ich dieses Gutachten auch der Schule des Kindes zur Verfügung stellen können. Mittlerweile ist es schon fast wieder veraltet. Außerdem ist das Schreiben von Gutachten für meine Zukunft als Sonderpädagogin sehr wichtig, wichtiger als jede andere Hausarbeit. Deshalb hätte ich gern eine zeitnahe Rückmeldung dazu, ob ich das gut umgesetzt habe oder nicht. Sollte ich nicht bestanden haben, nähme es mir sogar die Möglichkeit, die Arbeit zu wiederholen, ohne dass sich mein Examen verschiebt.
Dazu kommt, dass ich sogar einmal einen Termin hatte zur Besprechung des Gutachtens. Leider war das einer der Tage, an denen die Sprechstunde abgesagt wurde. Am 20. November habe ich erneut einen Besprechungstermin. Ich bin gespannt, ob es da dann endlich klappt und ich auch wirklich bestanden habe.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  24.11.2017

Die Lehrer von morgen

Eine unschöne Angelegenheit

Wochenlange Vorbereitungen, Einlesen in verschiedene Quellen, Treffen mit Kommilitonen und eine Promotion: So sieht es aus, wenn an der Uni ein Referat gehalten werden muss. Und bei mir stehen im November gleich vier davon an. Als nun das erste Referat nahte, passierte das, was sich keiner wünscht: Meine Kommilitonin wurde kurzfristig krank. Sie hatte noch keinen Text, kein Material und keinerlei Vorarbeit geleistet. Für mich bedeutete das, dass mein Halloweenabend flöten ging und ich die gruselige Nacht an meinem Schreibtisch verbrachte, wo ich mir die Grundlagen des Dysgrammatismus aneignete.
Als ich schließlich im Seminar vorne stand, um meine Erkenntnisse vorzustellen, lief alles wie am Schnürchen. Doch dann passierte es: Ein Genitivfehler! Mein Dozent lachte, als ich „die Entwicklung von der Theorie“ anstatt „die Entwicklung der Theorie“ sagte. Zunächst übte er nur Kritik am mittelfränkischen Dialekt, doch zur späteren Zeit kam er wieder auf diesen Fehler zu sprechen, den so viele begehen. Da stand ich also und ihr könnt euch vorstellen, wie verunsichert ich war, als ich mein Referat fortsetzen musste.
Ganz zum Schluss stellte er mich nochmals vor allen bloß, indem er meinte ein Lehrer sei ein Vorbild für die Schüler, er solle die Grammatik in seiner Muttersprache beherrschen.

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  21.11.2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
21.11.2017