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Die Lehrer von morgen

Mathe soll Spaß machen!

„Mathe böse, uga“ – das war der Kommentar meiner Schwester vor ein paar Jahren, als ich ihr zu erklären versuchte, was der Graph dieser einen Funktion aussagen würde. Jeder Mensch hatte in der Schule ja seine Lieblings- und Hassfächer. Vollkommen lehrerunabhängig waren Mathe und Deutsch spätestens ab der 5. Klasse meine Favoriten. Bei Geschichte, Chemie und Sport kam es sehr auf den jeweiligen Lehrer und den konkreten Inhalt an. Und Englisch hat mir selbst bei supercoolen Lehrern irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.
Mathe ist aber vermutlich das Hassfach schlechthin, das weiß ich aus Erfahrung. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass Mathe eines der Fächer ist, für das eine Begabung notwendig für den Erfolg ist. Sich zu verbessern ist schwierig, wenn man Probleme hat, die Logik dahinter zu verstehen. Bei Fremdsprachen kann man fehlendes Talent ausgleichen, indem man Vokabeln lernt, Serien im Original ansieht oder eine Sprachreise macht. In Mathe kann man zwar auch „Kochrezepte“ auswendig lernen, also sich merken, in welcher Reihenfolge man die Lösungsschritte ausführt. Aber man muss wissen, welchen Algorithmus man für welchen Aufgabentyp anwendet – und verstanden hat man damit noch nicht, was man da eigentlich tut. Das kann ziemlich frustrieren.
In einem Text aus meinem Modul Mathedidaktik stand, dass es superwichtig ist, Schüler schon in jungen Jahren für Mathe zu begeistern. Es braucht gute Mathelehrer braucht, die das Interesse wecken, sodass nicht nur diejenigen Schüler gerne in den Matheunterricht gehen, die eine natürliche Begabung für den Stoff haben. Mit Motivation kann man besser lernen und bestimmte Areale im Gehirn trainieren, die es einem später ermöglichen, auch künftig besser Mathe zu verstehen.
Lustige Aufgaben zu bestimmten Themen denke ich mir jetzt schon immer mal wieder aus und schreibe sie auf – vielleicht kann ich mit diesen später meinen Matheunterricht etwas interessanter machen. In der Vorlesung zu sitzen und alles direkt zu verstehen, tritt bei mir im Studium bei mir auch nicht immer ein. Doch der Aha-Moment, wenn man es dann doch versteht, ist so toll, dass ich ihn möglichst vielen meiner späteren Schüler ermöglichen möchte.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  16.11.2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
16.11.2017

Die Lehrer von morgen

Zugchaos

Letztlich sind es immer dieselben Dinge, die Menschen aufregen wie zickige Frauen, verplante Männer und die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn. Solche Klischees regen mich furchtbar auf, dazu gehören auch Sprüche à la: „Wer braucht schon Abenteuerurlaub, es reicht eine Reise mit der Deutschen Bahn“. Doch manchmal denke ich, das Schicksal will mein Verständnis für diese Menschen schulen, indem es mich besonders negative Erfahrungen mit der Bahn machen lässt. Oft sitze ich im ICE über lange Strecken hinweg auf dem Boden, weil ich zu geizig für eine Sitzplatzreservierung bin. Voriges Jahr wollte ich spontan eine Freundin zu ihrem Geburtstag überraschen, kam aber aufgrund eines schlimmen Unwetters und des dadurch notwenigen Schienenersatzverkehrs erst mit sechs Stunden Verspätung an. Dieses Jahr war ich Ende Oktober in Hannover unterwegs, um mir das Finale der deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry-Slam anzusehen und Freunde zu besuchen. Als ich am Sonntag nach Hause fahren wollte, kam ich dank Sturmtief Herwart nur bis Kassel und musste dann umkehren. Eigentlich hätte ich am Montag wieder arbeiten und in die Uni gehen müssen, doch ich verbrachte den Tag in maßlos überfüllten Zügen; es war nicht einmal genug Platz, um auf dem Boden zu sitzen.
In solchen Fällen ist es auch für mich schwierig, positiv zu bleiben. Mich erstaunt es, wie organisiert und fortschrittlich unser gesamter Alltag einerseits ist und wie leicht er sich andererseits von einem Unwetter durcheinanderbringen lässt. Und wenn ich ehrlich bin, gefällt mir dieses Gefühl auch, für ein paar Stunden aus der Zeit gefallen zu sein und nichts tun zu müssen oder zu können. Wenn ich dafür das nächste Mal einen Sitzplatz bekäme und mein Smartphone-Akku ausreichend geladen wäre, um mögliche Anschlüsse zu checken und WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, hätte ich nichts dagegen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  14.11.2017
Autor: Hannah
Rubrik: studium
14.11.2017

Die Lehrer von morgen

Über den Wolken

Dieses Semester habe ich einen Gitarrenkurs belegt. Ich war schon immer von diesem Instrument begeistert und denke, im sonderpädagogischen Bereich ist es eine gute Möglichkeit, um für musikalische Abwechslung zu sorgen. Da ich mir zu Beginn nicht sicher war, ob ich wirklich dabei bleiben würde, kaufte ich erstmal eine günstige Gitarre. Der Unterschied zur teuren ist deutlich zu hören, dennoch reicht sie für den Anfang, meinte mein Gitarrenlehrer.

Jede Woche mache ich mich also auf den Weg zum Volkshochschulkurs und trage mein Instrument auf dem Rücken. Ich bin immer wieder gespannt, was als nächstes kommt! Ich bin in einem Kurs mit zwölf Teilnehmern. Die Gruppe ist bunt gemischt: Schüler, Mütter bis hin zu Rentnern.

Zu Beginn lernten wir zunächst, wie man das Instrument richtig hält und wie man es pflegt. Dann zupften wir auf den Saiten, um ein Gehör für die unterschiedlichen Noten zu bekommen. Merken kann man sich die Noten der Seiten mit dem Sprüchlein: „Eine alte Dame geht Haschisch einkaufen.“ Jeder Anfangsbuchstabe der einzelnen Wörter soll die entsprechende Note darstellen. In den nächsten Stunden lernten wir Akkorde und gestern schon unser erstes Lied: „Über den Wolken“. Das Umgreifen und die verkrampften Bewegungen mit den Fingern stellen noch eine große Hürde da, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!

Autor: Eva  |  Rubrik: orientieren  |  10.11.2017
Autor: Eva
Rubrik: orientieren
10.11.2017