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Die Lehrer von morgen

Erwachsenwerden

Ein weiteres Jahr ist vorbei, ein neues hat angefangen und mir ist aufgefallen, warum ich Weihnachten in den letzten Jahren eher mit gemischten Gefühlen erlebe. Das ganze restliche Jahr über habe ich mit meinem eigenen Leben, meinem Studium und meine Freunden genug zu tun. An Weihnachten treffe ich jedes Jahr auf die Menschen, die mich in meiner Kindheit und Jugend begleitet haben, meine Freunde aus der Schulzeit und natürlich meine Familie. Dabei stelle ich jedes Mal fest, dass ich zwar ein Jahr älter geworden bin, aber kein bisschen erwachsener.
Dieses Jahr war ich am Silvesterwochenende mit meinen Freunden von Zuhause in einem Ferienhaus im Sauerland und habe mich ständig gefragt, wann die anderen es geschafft haben, so zu reifen. Die meisten sind mittlerweile im Master oder haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Das eine Pärchen hat schon mal übers Heiraten nachgedacht, die anderen zumindest übers Zusammenziehen, und die Singles befassen sich mit Fragen darüber, wo sie nach dem Studium anfangen wollen, zu arbeiten.
Die Fragen nach Freund (nicht vorhanden), Studium (läuft, aber ein paar Jahre brauche ich noch) und Zukunft (keine Ahnung? Ich bin doch erst…oh, schon 23, so jung ist das ja gar nicht mehr) haben bei mir, auch wenn sie sicherlich nicht so gemeint waren, das Gefühl hinterlassen, dass ich Erwartungen nicht erfülle und schon an einem anderen Punkt in meinem Leben stehen müsste.
In Bonn, wo meine Freunde zwischen 18 und 21 sind, spüre ich diesen Druck weniger. Dafür frage mich jetzt aber, ob ich nicht einfach nur vor dem Erwachsenwerden weglaufe, indem ich mich mit jüngeren Menschen umgebe. Es ist eben einfacher, zu studieren, und keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Wie ich das ändern kann, weiß ich nicht so richtig. Im Sommer werde ich vermutlich meinen Lehramts-Bachelor abschließen, danach kommen noch zwei Jahre Master und dann das Referendariat. In den zweieinhalb bis drei Jahren habe ich hoffentlich Zeit genug, erwachsen zu werden.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  15.02.2017

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 2

Es wird ein breit gefächertes Nachmittagsangebot für die Schüler der Grund- und Ganztagsschule Heuchelhof angeboten – von der sprachlichen Förderung in Englisch, über das sportliche Angebot in Basketball bis hin zur musischen Unterstützung. Es werden auch oft Ausflüge veranstaltet, beispielsweise auf einen Bauernhof oder zur Würzburger Eisbahn. In den vier Jahren gehen die Klassen dreimal in ein Schullandheim und zum Abschluss des vierten Schuljahrs auf ein Zeltlager, bei dem sie die gemeinsamen Jahre Revue passieren lassen. Toll finde ich auch die zahlreichen Projekte der Heuchelhofschule. Beispielsweise erstellen die Schüler selbst Gewürze.
In den Inklusionsklassen wird vor allem auf die Vielfalt Wert gelegt. Es sind dort Kinder mit alleinerziehenden Eltern, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Kinder die zweisprachig aufwachsen. In der Heuchelhofschule werden alle Kinder gemeinsam unterrichtet. Schüler, die mit einer Behinderung leben, müssen keine Fördereinrichtung besuchen, sondern sind dort integriert. Im Unterricht und im Schulalltag stellt sich die Schule so weit wie möglich auf die besonderen Bedürfnisse aller Mitglieder der Schulgemeinschaft ein.
An der Heuchelhofschule gibt es hierzu verschiedene Unterrichtsformen. Die Klassenlehrkräfte bieten neben den Schulstunden offene Unterrichts- und Übungsphasen an, in denen die Kinder den Stoff auf unterschiedlichen Lernniveaus erarbeiten und üben können. Manchmal hilft außer der Lehrkraft eine zweite erwachsene Person mit, etwa ehrenamtliche Lesemütter, Praktikanten, Schulbegleiter, Sozialpädagogen, Erzieher oder Förderlehrer.
Als inklusive Schule verfügt die Einrichtung für die Kindern mit besonderem Förderbedarf über einige zusätzliche Lehrerstunden. Diese kommen einzelnen Kindern oder Kindergruppen zugute: Je nach Lerninhalt und individuellen Lernvoraussetzungen kann eine Einzelförderung angebracht oder auch die Arbeit in der Gruppe sinnvoll sein.
Außerdem gibt es sogenannte Tandemklassen, in denen mindestens sieben Kinder mit besonders hohem Förderbedarf zusammen mit anderen Schulkindern lernen. Dieser Unterricht wird von zwei Lehrkräften betreut: Einem Grundschullehrer und einem Sonderschullehrer.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  14.02.2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
14.02.2017

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 1

„Respekt für mich, für dich, für andere“ – Mit diesen Worten wurden wir von einem Kind mit Down-Syndrom am Eingang der inklusiven Grund- und Ganztagsschule Würzburg-Heuchelhof am Tag der offenen Tür herzlich begrüßt. Schon der erste Eindruck der Schule war schlichtweg bunt: Selbstgebastelte Schneeflocken, kleine Tonfiguren und farbige Plakate schmückten die Aula. In der Mitte des Saals war ein riesiges Herz aus Pappe mit der Überschrift „Respekt mit Herz“ aufgestellt. Schüler skizzierten dort, was für sie Respekt bedeutet. Meiner Meinung nach waren dort tolle Gedanken dabei. Es ist das Jahresthema der Heuchelhofschule und hilft, der Vielfalt der Schüler gerecht zu werden.
Um einen Tagesablauf gestalten zu können, wird ein Team aus Sonderpädagogen, Klassenlehrern, Sozialpädagogen und Erziehern benötigt. Zusätzlich können Schulbegleiter, Praktikanten und Heilpädagoginnen eingesetzt werden. Elterngespräche finden immer mit dem kompletten Team statt. Dieser Grundstock wird einer Klasse über vier Jahre hinweg zugeteilt.
Die Heuchelhofschule bietet verschiedene Arten der Betreuung an: Im Halbtagsunterricht geht das Kind vormittags in die Schule und nachmittags nach Hause, um dort die Hausaufgaben zu erledigen. Es kann aber auch die verlängerte Mittagsbetreuung besuchen. Hierfür gibt es zwei Varianten: Eine verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr mit warmen Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung oder eine flexible Mittagsbetreuung ohne Mittagessen. Wenn der Schüler eine der Ganztagsklassen besucht, sind die Unterrichts- und die Freizeitphasen gleichmäßig über den Tag verteilt. Hausaufgaben gibt es nur über das Wochenende. In der Freizeit besuchen diese Kinder eine Gruppe, die von einem Sozialpädagogen und einem Erzieher betreut wird. Am Freitagnachmittag findet kein Unterricht statt – stattdessen werden häufig Ausflüge angeboten.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  07.02.2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
07.02.2017