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Die Lehrer von morgen

LiLaWo

Dieses Jahr mache ich wieder bei einer Art Schreibworkshop mit, dem Literatur Labor Wolfenbüttel, kurz LiLaWo. Das Ganze wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert, die sich so dafür einsetzen möchte, dass es für Jugendliche mit literarischer Begabung Angebote gibt, die sie weiterbringen.
Jedes Jahr gibt es eine Ausschreibung, an der sich Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren beteiligen können. Die besten zwölf bekommen ein Stipendium der Stiftung Niedersachsen, das drei Treffen in Wolfenbüttel (mit Unterkunft, Fahrtkosten und Essen) beinhaltet. Das LiLaWo ist leider viel zu wenig bekannt. Ich selbst habe nur durch Zufall davon erfahren, weil ein Freund im Vorjahr unter den zwölf Teilnehmern war. Nun war es wegen der Altersbegrenzung meine letzte Chance, teilnehmen zu können und ich bin wahnsinnig froh, diese genutzt zu haben. Meistens konzentriert man sich eher auf die großen Wettbewerbe und unterschätzt die kleineren maßlos.
Schon nach dem ersten Treffen in Wolfenbüttel war ich restlos begeistert. Zum einen ist es wunderschön, dass dieses Treffen nicht das einzige war, sondern sich die Gruppe im Mai und im September noch einmal wiedersieht, dass wir zwischendurch in Kontakt sind und sich dadurch viel mehr eine Gruppe entwickeln kann. Zum anderen bekommen wir super viele Schreibaufgaben, Hilfe von Autoren und hören Vorträge über Technisches (Weltenbau für die Fantasyfraktion, Erzählperspektiven, Dialoge schreiben, und so weiter) und natürlich wird an unseren bereits geschriebenen Texten gefeilt. Zum Treffen im Mai kommt noch ein externer Autor dazu und im September ein Lektor. Am Ende wird eine Anthologie mit dort entstandenen Texten herausgegeben.
Für mich war das Wochenende echt super produktiv: Ich habe zwei neue Texte beginnen können. Nun bin ich ein bisschen traurig, dass Teil 1 vom LiLaWo schon vorbei ist, und hoffe, dass ich auch in der Zeit bis Mai von den Eindrücken profitieren kann und ein paar Texte produziere. Ein guter Anfang ist, dass wir mehr Anlaufstellen für Wettbewerbe und andere Ausschreibungen bekommen haben. Da werde ich nun versuchen, mich aktiver zu beteiligen und mir durch Einsendeschlussdaten etwas Druck zu machen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  17.02.2017

Die Lehrer von morgen

Erwachsenwerden

Ein weiteres Jahr ist vorbei, ein neues hat angefangen und mir ist aufgefallen, warum ich Weihnachten in den letzten Jahren eher mit gemischten Gefühlen erlebe. Das ganze restliche Jahr über habe ich mit meinem eigenen Leben, meinem Studium und meine Freunden genug zu tun. An Weihnachten treffe ich jedes Jahr auf die Menschen, die mich in meiner Kindheit und Jugend begleitet haben, meine Freunde aus der Schulzeit und natürlich meine Familie. Dabei stelle ich jedes Mal fest, dass ich zwar ein Jahr älter geworden bin, aber kein bisschen erwachsener.
Dieses Jahr war ich am Silvesterwochenende mit meinen Freunden von Zuhause in einem Ferienhaus im Sauerland und habe mich ständig gefragt, wann die anderen es geschafft haben, so zu reifen. Die meisten sind mittlerweile im Master oder haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Das eine Pärchen hat schon mal übers Heiraten nachgedacht, die anderen zumindest übers Zusammenziehen, und die Singles befassen sich mit Fragen darüber, wo sie nach dem Studium anfangen wollen, zu arbeiten.
Die Fragen nach Freund (nicht vorhanden), Studium (läuft, aber ein paar Jahre brauche ich noch) und Zukunft (keine Ahnung? Ich bin doch erst…oh, schon 23, so jung ist das ja gar nicht mehr) haben bei mir, auch wenn sie sicherlich nicht so gemeint waren, das Gefühl hinterlassen, dass ich Erwartungen nicht erfülle und schon an einem anderen Punkt in meinem Leben stehen müsste.
In Bonn, wo meine Freunde zwischen 18 und 21 sind, spüre ich diesen Druck weniger. Dafür frage mich jetzt aber, ob ich nicht einfach nur vor dem Erwachsenwerden weglaufe, indem ich mich mit jüngeren Menschen umgebe. Es ist eben einfacher, zu studieren, und keine schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen. Wie ich das ändern kann, weiß ich nicht so richtig. Im Sommer werde ich vermutlich meinen Lehramts-Bachelor abschließen, danach kommen noch zwei Jahre Master und dann das Referendariat. In den zweieinhalb bis drei Jahren habe ich hoffentlich Zeit genug, erwachsen zu werden.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  15.02.2017

Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 2

Es wird ein breit gefächertes Nachmittagsangebot für die Schüler der Grund- und Ganztagsschule Heuchelhof angeboten – von der sprachlichen Förderung in Englisch, über das sportliche Angebot in Basketball bis hin zur musischen Unterstützung. Es werden auch oft Ausflüge veranstaltet, beispielsweise auf einen Bauernhof oder zur Würzburger Eisbahn. In den vier Jahren gehen die Klassen dreimal in ein Schullandheim und zum Abschluss des vierten Schuljahrs auf ein Zeltlager, bei dem sie die gemeinsamen Jahre Revue passieren lassen. Toll finde ich auch die zahlreichen Projekte der Heuchelhofschule. Beispielsweise erstellen die Schüler selbst Gewürze.
In den Inklusionsklassen wird vor allem auf die Vielfalt Wert gelegt. Es sind dort Kinder mit alleinerziehenden Eltern, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder Kinder die zweisprachig aufwachsen. In der Heuchelhofschule werden alle Kinder gemeinsam unterrichtet. Schüler, die mit einer Behinderung leben, müssen keine Fördereinrichtung besuchen, sondern sind dort integriert. Im Unterricht und im Schulalltag stellt sich die Schule so weit wie möglich auf die besonderen Bedürfnisse aller Mitglieder der Schulgemeinschaft ein.
An der Heuchelhofschule gibt es hierzu verschiedene Unterrichtsformen. Die Klassenlehrkräfte bieten neben den Schulstunden offene Unterrichts- und Übungsphasen an, in denen die Kinder den Stoff auf unterschiedlichen Lernniveaus erarbeiten und üben können. Manchmal hilft außer der Lehrkraft eine zweite erwachsene Person mit, etwa ehrenamtliche Lesemütter, Praktikanten, Schulbegleiter, Sozialpädagogen, Erzieher oder Förderlehrer.
Als inklusive Schule verfügt die Einrichtung für die Kindern mit besonderem Förderbedarf über einige zusätzliche Lehrerstunden. Diese kommen einzelnen Kindern oder Kindergruppen zugute: Je nach Lerninhalt und individuellen Lernvoraussetzungen kann eine Einzelförderung angebracht oder auch die Arbeit in der Gruppe sinnvoll sein.
Außerdem gibt es sogenannte Tandemklassen, in denen mindestens sieben Kinder mit besonders hohem Förderbedarf zusammen mit anderen Schulkindern lernen. Dieser Unterricht wird von zwei Lehrkräften betreut: Einem Grundschullehrer und einem Sonderschullehrer.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  14.02.2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
14.02.2017