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Die Lehrer von morgen

Beispiel einer inklusiven Schule - 1

„Respekt für mich, für dich, für andere“ – Mit diesen Worten wurden wir von einem Kind mit Down-Syndrom am Eingang der inklusiven Grund- und Ganztagsschule Würzburg-Heuchelhof am Tag der offenen Tür herzlich begrüßt. Schon der erste Eindruck der Schule war schlichtweg bunt: Selbstgebastelte Schneeflocken, kleine Tonfiguren und farbige Plakate schmückten die Aula. In der Mitte des Saals war ein riesiges Herz aus Pappe mit der Überschrift „Respekt mit Herz“ aufgestellt. Schüler skizzierten dort, was für sie Respekt bedeutet. Meiner Meinung nach waren dort tolle Gedanken dabei. Es ist das Jahresthema der Heuchelhofschule und hilft, der Vielfalt der Schüler gerecht zu werden.
Um einen Tagesablauf gestalten zu können, wird ein Team aus Sonderpädagogen, Klassenlehrern, Sozialpädagogen und Erziehern benötigt. Zusätzlich können Schulbegleiter, Praktikanten und Heilpädagoginnen eingesetzt werden. Elterngespräche finden immer mit dem kompletten Team statt. Dieser Grundstock wird einer Klasse über vier Jahre hinweg zugeteilt.
Die Heuchelhofschule bietet verschiedene Arten der Betreuung an: Im Halbtagsunterricht geht das Kind vormittags in die Schule und nachmittags nach Hause, um dort die Hausaufgaben zu erledigen. Es kann aber auch die verlängerte Mittagsbetreuung besuchen. Hierfür gibt es zwei Varianten: Eine verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr mit warmen Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung oder eine flexible Mittagsbetreuung ohne Mittagessen. Wenn der Schüler eine der Ganztagsklassen besucht, sind die Unterrichts- und die Freizeitphasen gleichmäßig über den Tag verteilt. Hausaufgaben gibt es nur über das Wochenende. In der Freizeit besuchen diese Kinder eine Gruppe, die von einem Sozialpädagogen und einem Erzieher betreut wird. Am Freitagnachmittag findet kein Unterricht statt – stattdessen werden häufig Ausflüge angeboten.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  07.02.2017
Autor: Eva
Rubrik: studium
07.02.2017

Die Lehrer von morgen

Hinter dem Tellerrand

Was ich beim Trampen besonders cool fand, waren die vielen Einblicke ins Leben und Denken anderer Menschen, die ich auf der gemeinsamen Fahrt bekam.
Zum Beispiel war da die Frau, die uns von Bonn bis kurz vor Köln mitnahm. Sie pendelt zweimal die Woche von Dortmund nach Bonn und trampte früher mit ihrem Freund nach Athen. Es gab den Autohändler, der uns im Eurotunnel nach England mitnahm und seine Ansichten zu deutscher und englischer Politik kundtat. Es gab den Mittdreißiger, der auf ein Konzert in Birmingham wollte, uns aber vorher noch auf die Autobahn M6 nach Norden brachte. Dabei schaffte er es, sich vollkommen zu verfahren, während er erklärte, welche Musik wir uns unbedingt anhören sollten. Es gab Josephine, die uns von Glasgow bis Leeds mitnahm, und deren Mutter Belle, mit mir die französische Nationalhymne sang und Alex dreimal versicherte, er sei ihrem Enkel furchtbar ähnlich, nur weniger hübsch. Es gab den Typen, der uns spontan von Canterbury nach Folkestone fuhr, und uns erklärte, eigentlich sollte er uns dankbar sein, weil man nur durch Nächstenliebe ein reines Leben führen könne. Es gab die Polizisten, die uns mitten in der Nacht von der Einfahrt zum Eurotunnel auflasen, erklärten, dass es dort zu gefährlich für uns sei, und uns dann zur nächsten Tankstelle fuhren, während sie uns ihre Deutschkenntnisse („Guten Tag. Ich habe eine Schrotflinte. Is it called ‚Schrotflinte‘?“) präsentierten.
Die paar Stunden in fremden Autos mit fremden Menschen, die unterschiedlicher kaum sein konnten, waren ein spannender Blick über den Tellerrand. Mein Bild von der Welt und der Menschen, die darin leben, hat sich mit Sicherheit ein bisschen differenziert.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  07.02.2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
07.02.2017

Die Lehrer von morgen

Zwei-Semester-Plan Teil 2

Mein ziemlich ambitionierter Zeitplan für die kommenden zwei Semester macht mir durchaus Sorgen. Trotzdem denke ich auch schon an die Zeit danach. Denn dann möchte ich mich für die Schreib-Studiengänge Kreatives Schreiben, Literarisches Schreiben und Sprachkunst in Hildesheim, Leipzig und Wien bewerben. In Hildesheim hatte ich mich vor meinem Studium in Ludwigsburg schon einmal beworben und wurde nicht genommen. Aber da ich inzwischen ein paar kleine Erfolge in diesem Bereich vorweisen kann und Schreiben noch immer meine Leidenschaft ist, würde ich es gerne noch einmal versuchen und im Fall der Fälle ein weiteres Bachelorstudium zwischen Studium und Referendariat schieben. Dafür wäre es günstig, wenn ich mich im Frühjahr 2018 bewerben könnte, im Sommer wüsste, ob es etwas wird, und im Oktober einen der Studiengänge beginnen könnte, ohne noch in Ludwigsburg immatrikuliert zu sein.

Meine große Hoffnung steckt in meiner neuen Wohnsituation: Zum einen werde ich mich mit meinen neuen Mitbewohnern wieder wohler fühlen als hier. Zum anderen bin ich nur fünf Minuten von der PH entfernt, was bedeutet, dass ich erstens hoffentlich öfter in der Bibliothek arbeiten werde, zweitens länger schlafen kann und drittens mir auch durch ein blödes Vorlesungsverzeichnis keinen Strich durch die Rechnung machen kann. In den vergangenen Semestern war es mir sehr wichtig gewesen, dass mein Stundenplan nicht so große Lücken aufwies, dass ich hin- und herüberlegen musste, ob es sich lohnt, nach Hause zu gehen. Zukünftig lohnt es sich auf jeden Fall für einen Freiblock heimzugehen. Gut ist auch, dass meine neue Mitbewohnerin nächstes Semester ihre wissenschaftliche Arbeit schreibt, in Uni-Angelegenheiten sehr ehrgeizig ist und mich hoffentlich damit ansteckt. Mein einziges Problem könnte werden, dass Seminare, die ich brauche, gleichzeitig oder gar nicht angeboten werden. Insgesamt bin ich also ganz zuversichtlich – und warte gespannt auf das Vorlesungsverzeichnis.

Autor: Hannah  |  Rubrik: orientieren  |  02.02.2017
Autor: Hannah
Rubrik: orientieren
02.02.2017