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Die Lehrer von morgen

Hinter dem Tellerrand

Was ich beim Trampen besonders cool fand, waren die vielen Einblicke ins Leben und Denken anderer Menschen, die ich auf der gemeinsamen Fahrt bekam.
Zum Beispiel war da die Frau, die uns von Bonn bis kurz vor Köln mitnahm. Sie pendelt zweimal die Woche von Dortmund nach Bonn und trampte früher mit ihrem Freund nach Athen. Es gab den Autohändler, der uns im Eurotunnel nach England mitnahm und seine Ansichten zu deutscher und englischer Politik kundtat. Es gab den Mittdreißiger, der auf ein Konzert in Birmingham wollte, uns aber vorher noch auf die Autobahn M6 nach Norden brachte. Dabei schaffte er es, sich vollkommen zu verfahren, während er erklärte, welche Musik wir uns unbedingt anhören sollten. Es gab Josephine, die uns von Glasgow bis Leeds mitnahm, und deren Mutter Belle, mit mir die französische Nationalhymne sang und Alex dreimal versicherte, er sei ihrem Enkel furchtbar ähnlich, nur weniger hübsch. Es gab den Typen, der uns spontan von Canterbury nach Folkestone fuhr, und uns erklärte, eigentlich sollte er uns dankbar sein, weil man nur durch Nächstenliebe ein reines Leben führen könne. Es gab die Polizisten, die uns mitten in der Nacht von der Einfahrt zum Eurotunnel auflasen, erklärten, dass es dort zu gefährlich für uns sei, und uns dann zur nächsten Tankstelle fuhren, während sie uns ihre Deutschkenntnisse („Guten Tag. Ich habe eine Schrotflinte. Is it called ‚Schrotflinte‘?“) präsentierten.
Die paar Stunden in fremden Autos mit fremden Menschen, die unterschiedlicher kaum sein konnten, waren ein spannender Blick über den Tellerrand. Mein Bild von der Welt und der Menschen, die darin leben, hat sich mit Sicherheit ein bisschen differenziert.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  07.02.2017
Autor: Janna
Rubrik: studium
07.02.2017

Die Lehrer von morgen

Zwei-Semester-Plan Teil 2

Mein ziemlich ambitionierter Zeitplan für die kommenden zwei Semester macht mir durchaus Sorgen. Trotzdem denke ich auch schon an die Zeit danach. Denn dann möchte ich mich für die Schreib-Studiengänge Kreatives Schreiben, Literarisches Schreiben und Sprachkunst in Hildesheim, Leipzig und Wien bewerben. In Hildesheim hatte ich mich vor meinem Studium in Ludwigsburg schon einmal beworben und wurde nicht genommen. Aber da ich inzwischen ein paar kleine Erfolge in diesem Bereich vorweisen kann und Schreiben noch immer meine Leidenschaft ist, würde ich es gerne noch einmal versuchen und im Fall der Fälle ein weiteres Bachelorstudium zwischen Studium und Referendariat schieben. Dafür wäre es günstig, wenn ich mich im Frühjahr 2018 bewerben könnte, im Sommer wüsste, ob es etwas wird, und im Oktober einen der Studiengänge beginnen könnte, ohne noch in Ludwigsburg immatrikuliert zu sein.

Meine große Hoffnung steckt in meiner neuen Wohnsituation: Zum einen werde ich mich mit meinen neuen Mitbewohnern wieder wohler fühlen als hier. Zum anderen bin ich nur fünf Minuten von der PH entfernt, was bedeutet, dass ich erstens hoffentlich öfter in der Bibliothek arbeiten werde, zweitens länger schlafen kann und drittens mir auch durch ein blödes Vorlesungsverzeichnis keinen Strich durch die Rechnung machen kann. In den vergangenen Semestern war es mir sehr wichtig gewesen, dass mein Stundenplan nicht so große Lücken aufwies, dass ich hin- und herüberlegen musste, ob es sich lohnt, nach Hause zu gehen. Zukünftig lohnt es sich auf jeden Fall für einen Freiblock heimzugehen. Gut ist auch, dass meine neue Mitbewohnerin nächstes Semester ihre wissenschaftliche Arbeit schreibt, in Uni-Angelegenheiten sehr ehrgeizig ist und mich hoffentlich damit ansteckt. Mein einziges Problem könnte werden, dass Seminare, die ich brauche, gleichzeitig oder gar nicht angeboten werden. Insgesamt bin ich also ganz zuversichtlich – und warte gespannt auf das Vorlesungsverzeichnis.

Autor: Hannah  |  Rubrik: orientieren  |  02.02.2017
Autor: Hannah
Rubrik: orientieren
02.02.2017

Die Lehrer von morgen

Chaos-Referat

Gestern hatte ich mit zwei Kommilitonen mein erstes Referat an der Universität. Wir sollten im Seminar „Schulpädagogik vertieft“, eine inklusive Schule anhand eines Beispiels vorstellen. Wir wählten die Grund- und Mittelschule Würzburg-Heuchelhof aus und besuchten die Einrichtung an deren Tag der offenen Tür. Dort hatten wir zahlreiche Bilder und einige Videos gemacht sowie Interviews geführt. Wir gestalteten unseren Vortrag mithilfe einer Power-Point-Präsentation und eines Plakates.
Kurz vor Beginn unseres Referats wollten wir an unserem Laptop ein HDMI-Kabel anschließen, um mit Beamer und Lautsprecher verbunden zu sein. Doch es stellte sich heraus, dass der Laptop gar keinen HDMI-Anschluss hat. Aber kein Problem, denn die andere Kommilitonin hatte notfalls ihren Laptop im Auto dabei. Sie raste hinaus und brachte ihn – doch auch ihr Gerät besaß keinen Anschluss, es war ein älteres Modell. Die Nervosität stieg – sollten wir das Referat ganz ohne Medien halten? Was konnten wir bloß tun?
Glücklicherweise hatte einer der Zuhörer einen Laptop dabei und half uns aus. Alles schien gerettet zu sein, bis wir unser erstes Video abspielen wollten. „Das Medium wird nicht unterstützt“ blendete es während des Vortrags ein. Fragend schauten wir uns an. Der nette Kommilitone wusste, was zu tun war: Er musste alle Videos einzeln auf einen USB-Stick ziehen und konvertieren, bevor wir sie letzten Endes doch noch abspielen konnten. Das war ein ganz schönes Chaos-Referat – es ist alles schief gelaufen, was nur schief gehen kann.
Dennoch meisterten wir die Situation relativ gut und behielten die Nerven. Unser lieber Assistent wird nächste Woche mit einer kleinen Aufmerksamkeit unsererseits für seine Unterstützung belohnt. Für unsere kommenden Referate haben wir uns seitdem fest vorgenommen, alle technischen Anschlüsse vorher abzuklären und uns einen Adapter für den HDMI-Anschluss zu besorgen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  31.01.2017