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Die Lehrer von morgen

Semesterabschluss

Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich bin wieder einmal am Semesterende angelangt. Meine Zulassungsarbeit ist gebunden eingereicht worden, mein Praktikum beendet und meine Hausarbeiten so gut wie fertig.
Nun steht mein letztes abschließendes Semester vor der Tür. Ein Bauchkribbeln macht sich allein beim Gedanken an das große Staatsexamen breit. Ich muss sechs Prüfungen in vier Fächern absolvieren. Wenn ich den Aufwand für das erziehungswissenschaftliche Examen reflektiere, frage ich mich, wie ich das große bewältigen soll, denn nun kommt der sechsfache Lernaufwand auf mich zu. Zudem habe ich noch Pflichtfächer zu belegen, die auch noch eine Klausur beinhalten. Ich werde eine große Hürde überwinden müssen, die mit viel Arbeitsaufwand, Freizeitkürzungen und langen Nächten in Verbindung steht - ob mir das gelingen wird? Weiterhin muss ich planen, was nach meinem Studium passieren soll. Wie nutze ich meine freie Zeit bis zum Referendariat sinnvoll? Wohin verschlägt es mich? Welche Hürden habe ich dann zu bewältigen? Fragen um Fragen, die sich in meinem Kopf drehen.
Ich versuche mit diesen Zweifeln umzugehen und erinnere mich an Dinge, die ich bisher bewältigte habe. Weiterhin denke ich an mein unterstützendes Umfeld. Meine Familie und Freunde, die mich immer begleiten. Sie haben immer ein offenes Ohr für mich und können mit meinem Gefühlschaos gut umgehen. Ich halte mir mein Ziel vor Augen eine gute Lehrerin sein zu wollen, was mich unheimlich motiviert. Alles in allem schafften schon mehrere diesen großen Schritt im Lehramtsstudium, dann werde ich das hoffentlich auch gut meistern.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Aug 16, 2019

Die Lehrer von morgen

Die Bedeutung der Stimme

Im Schwerpunktfach Sprachheilpädagogik spielt die Stimme eine bedeutende Rolle. Eine geschädigte Lehrerstimme hat Auswirkungen auf die Erinnerungsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Aufmerksamkeit der Schüler. Sie können diese krankhaften Stimmanteile nicht nur imitieren, sondern empfinden diese auch als unangenehm.

An unserem Lehrstuhl gibt es Dozenten mit einer Logopädenausbildung, die Stimmtherapien für Studierende anbieten. Es kann eine Stimmumfangsdiagnose gemacht werden, um krankhafte Stimmanteile zu entschlüsseln. Zudem wird zu einem Besuch beim Phoniater geraten.

Ich selbst war oft unzufrieden mit meiner Stimme. Ich empfand sie als verwaschen und sprach mit sehr viel Druckausübung, weswegen ich das Angebot des Lehrstuhls annahm. Tatsächlich wurde bei mir eine leichte funktionelle Dysphonie festgestellt. Das bedeutet, dass ich mit viel Spannung spreche und meine Atmung nicht angemessen einsetzen kann. Auf Bildern des Phoniaters wurde gesehen, dass sich meine Stimmlippen nicht vollständig schlossen. Es war spannend, die Kehlkopfbewegungen zu beobachten und das sogar in 3-D.

Ich besuchte nach dieser Diagnose drei Semester lang den Logopäden. Es machte mir unheimlich viel Spaß! Wir entspannten viel, unterhielten uns oft und ich spürte eine Verbesserung. Ich wurde nicht nur stimmlich sicher, mein Selbstbewusstsein wurde deutlich größer.

Die abschließende Diagnose beim Phoniater war deutlich besser. Die Übungen, die ich vom Logopäden mitnehmen durfte, werde ich beibehalten. Besonders morgens tut es der Stimme unheimlich gut, aufgewärmt zu werden.

Weiterhin ist es für meine berufliche Laufbahn von großer Bedeutung, lange, viel und anstrengungslos sprechen zu können. Es hat nicht nur einen Mehrwert für mich, sondern auch für meine Schüler.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Aug 8, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Aug 8, 2019

Die Lehrer von morgen

Schlechte Noten geben

Eigentlich bin ich wirklich gerne Tutorin. Es ist toll, wenn die Studierenden durch meine Erklärungen den Stoff besser verstehen. Außerdem lerne ich selbst die Dinge beim Erklären noch einmal genauer und man bekommt einen Blick hinter die Kulissen.

In den vergangenen Semestern habe ich Physiker und Informatiker tutoriert, und damit Menschen, die ich vorher nicht kannte. Das war dieses Jahr anders. In Linearer Algebra für Lehrämtler und Informatiker sitzen viele Mathe-Lehramtsstudierende. Und auch wenn keiner von ihnen in mein Tutorium eingeteilt wurde, saß ich in der dazugehörigen Vorlesung mit Menschen, die ich größtenteils zumindest vom Sehen her kannte oder mit denen ich sogar zwischen Tür und Angel gerne mal ein bisschen quatsche. Der Bezug zu den Lehramtsstudierenden war dementsprechend emotionaler als sonst. Das merkte ich spätestens bei der Korrektur der Klausur, die wir Tutoren im Team übernahmen. Einige der Lösungen brachten uns zum Schmunzeln. Eine Studentin hatte beispielsweise einen Tiger auf die Rückseite ihrer Klausur gemalt, weil sie früher fertig geworden war. Ein anderer Student entschuldigte sich für seine miserable Handschrift. Gerade die Studierenden, die ich etwas besser kannte, hatten unsere Aufgabe leider wenig erfolgreich bearbeitet. Ganz besonders traf es mich bei zweien, denen ich keinen einzigen Punkt geben konnte, und dann beim Zusammenrechnen aller Punkte feststellen musste, dass am Ende keine gute Note herauskommen würde.

In der Einsicht gab es dann zum Glück noch einige positive Ergebnisse, einige Studierende konnten noch Punkte herausdiskutieren und damit eine bessere Note erzielen. Ein bisschen war ich trotzdem. Ich hätte gerne allen Studierenden, die ich kenne, eine gute Note gegeben. Als Lehrerin muss aber natürlich fair bewerten. Vielleicht haben sie im Semester zu wenig getan, vielleicht liegt ihnen Mathematik auch einfach nicht genug. In der Schule habe ich später aber noch stärker als in meinem Tutorium die Möglichkeit, durch guten Unterricht den Stoff zu vermitteln und meine Schülerinnen und Schüler zum Lernen zu motivieren – im Studium liegt das nämlich nicht in der Verantwortung des Dozenten oder der Tutoren.

Autor: Janna  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 6, 2019
Autor: Janna
Rubrik: orientieren
Aug 6, 2019