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Die Lehrer von morgen

Fachschaft, was ist das?

„Ey Janna, du bist doch in dieser ominösen Fachschaft und kannst mir bestimmt erklären, was das ist und was die eigentlich so macht, oder?“
Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz eindeutig, denn „Fachschaft“ kann eine ganze Menge bedeuten. Zum einen gehören der Fachschaft alle Studierende eines Fachbereichs einer Uni an, zum Beispiel alle Mathestudierenden der Uni Bonn. Das ist allerdings der seltenste Gebrauch des Begriffs. Dann gibt es noch den Ort. Wenn ich sage, dass ich gerade „in der Fachschaft sitze“, meine ich damit das Fachschaftsbüro im Nebengebäude des Mathezentrums, Erdgeschoss, erste Tür links. Und dann gibt es noch die Nutzung des Worts, die am häufigsten gemeint ist: Die Fachschaft sind alle Menschen rund um die Fachschaftsvertretung (FSV) und den Fachschaftsrat (FSR). FSV und FSR sind Gremien, die für unterschiedliche Dinge zuständig sind.
Die FSV hat eher verwaltende Aufgaben. Ihre Mitglieder werden jedes Jahr von der gesamten Fachschaft – in unserem Fall von allen Mathestudierenden der Uni Bonn –gewählt und müssen nach bestimmten Regelungen Dinge beschließen. Sie stimmen beispielsweise über die Fachschaftsreferenten und Studierendenstellvertreter für bestimmte Ausschüsse ab, über den Haushaltsplan des FSR oder darüber, ob wir als Fachschaft diese oder jene Haltung zu einem Thema offen zeigen.
Der FSR ist das ausführende Gremium. Er organisiert Spieleabende, Wein- und Käseabende, das Sommerfest, die Erstirallye und viele andere Veranstaltungen der Fachschaft. Es gibt Referenten im FSR, die für bestimmte Bereiche zuständig sind. Wir haben zum Beispiel einen Erstireferenten, einen Finanzreferenten, eine Öffentlichkeitsreferentin und mich als Lehramtsreferentin. Bei den wöchentlichen FSR-Sitzungen ist aber jeder herzlich willkommen und kann sich einbringen, indem er etwa eine Schicht beim Cocktailabend übernimmt oder sich zu einem Anwesenheitsdienst (AWD) bereit erklärt. Für Letzteren ist derjenige dann einmal pro Woche von 12 bis 14 Uhr im Büro Ansprechpartner für Studierende, bearbeitet Mails oder räumt auf.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  14.06.2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
14.06.2018

Die Lehrer von morgen

Vom Examen in den Teilzeitjob?

Zwischen meinen Examensprüfungen hatte ich mich für einen Job in einem Buchladen beworben, den ich sehr mag. Es sollte dabei nicht direkt um Bücher gehen, sondern um eine Eistheke, die im Sommer vor dem Laden aufgebaut und betreut werden sollte. Meine Bewerbung bezog sich eigentlich auf einen 450-Euro-Job. Im Vorstellungsgespräch wurde ich aber direkt gefragt, ob ich mir vorstellen könne, die Eistheke in Vollzeit zu leiten und hierfür unter anderem die Aushilfen zu koordinieren. Nach der Eissaison könnte ich weiter im Buchladen selbst arbeiten bis mein Referendariat im Februar beginnt. Nach ein paar weiteren Mail- und Telefonkontakten einigten wir uns auf eine Stelle mit 30 Stunden in der Woche mit der Aussicht, ab Juli die Leitung der Eistheke zu übernehmen. Arbeitsbeginn sollte der 3. Mai sein, das Probearbeiten war auf den Tag nach meiner letzten Prüfung angesetzt. In meiner Lernphase klang das für mich alles stimmig und ich war stolz auf mich, eine Arbeit gefunden zu haben, die nahtlos an mein Examen anschließt und mit der ich bis zum Referendariat gut über die Runden kommen würde.
Doch unmittelbar nach dem Examen merkte ich, wie sehr die vergangenen sieben Monate an mir gezehrt hatten. Da war zum Beispiel mein Freund, der den Haushalt fast gänzlich alleine schmeißen musste, weil ich von morgens bis abends mit dem Kopf in meinen Büchern gesteckt hatte, und so einiges mehr, das mir einfach zu viel geworden war. Die Tage nach meinem Examen verbrachte ich weinend im Bett.
Dann dachte ich mir, dass es vielleicht mit Lebensabschnitten genauso ist wie mit Beziehungen: Man muss die eine erst beenden und verarbeiten, bevor eine neue beginnt. Deshalb habe ich mir ein Herz gefasst und nur einen Tag vor Arbeitsbeginn den Job abgesagt. Einen Vertrag gab es zum Glück noch nicht, deshalb kam ich mit einer feigen, aber ehrlichen Mail aus der Nummer raus. Als keine Antwort kam, musste ich doch noch einmal zum Hörer greifen, um sicher zu gehen. Und ja, sie hatten die Mail gelesen. Sie wirkten sehr sauer – verständlicherweise. Aber ich bin sehr stolz auf meine Entscheidung. Ich möchte mich jetzt erst einmal in Ruhe sortieren und dann im Juni oder Juli arbeiten gehen. So lange bin ich auf die finanzielle Unterstützung meiner Eltern angewiesen, doch die haben für meine Situation zum Glück großes Verständnis.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  12.06.2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
12.06.2018

Die Lehrer von morgen

Wifi-los

In meinem Studentenwohnheim gab es als ich mein Zimmer bezog noch keinen Internetprovider. Jeder Bewohner musste sich seinen eigenen Internetzugang organisieren. Damals holte ich mir ein Schnäppchen, im ersten Jahr zahlte ich pro Monat 15 Euro, im zweiten 30 Euro. Ich hoffte damals auf einen Mitnutzer, der sich die Kosten mit mir teilen würde.
Im Februar schloss das Wohnheim dann doch im Namen aller Bewohner einen Vertrag mit einem Provider ab, damit insbesondere Studierende aus dem Ausland direkt Internet zur Verfügung haben. Über ein Lan-Kabel kann sich nun jeder Bewohner einklinken. Die Miete wird hierfür um 10 Euro erhöht. Glücklicherweise konnte ich den Vertrag bei meinem Anbieter kündigen, ansonsten hätte ich 40 Euro pro Monat berappen müssen.
Ich wusste, dass die Umstellung vom einen Provider auf den anderen ein gewaltiger Akt wird. Ich bin nämlich eine richtige Null, wenn es um Technik geht. Als mein bisheriger Internetzugang abgeschaltet werden sollte, kaufte ich mir einen neuen Router, um das Lan-Kabel anschließen zu können. Natürlich erwarb ich den günstigsten, obwohl mich der Verkäufer warnte, ich könne das Gerät nicht ohne Hilfe installieren.
Ich versuchte, die Benutzeranleitung auszuführen, doch es wollte nicht recht klappen. Das war also mein Tag 1 ohne Wifi. Mir blieb nur das Internet an meinem Handy. An Tag 2 bat ich einen netten Mitbewohner um Hilfe. Er sagte mir, er schreibt mir wenn er kommt, doch dann passierte der Supergau: Auch mein Handy war internetlos, kein Netz! Ich war demnach völlig abgeschnitten von der Außenwelt und saß elendig vor meinem Laptop. Aufgeben ist aber nicht mein Ding. Ich schaute mir deshalb zum gefühlt hundertsten Mal den Router und die neue Buchse in der Wand an – und musste lachen: Kein Wunder, dass ich keinen Internetzugriff habe, wenn mein Kabel in der falschen Buchse steckt. Ich stöpselte es um und schon lief alles wie geschmiert. Erleichtert sagte ich meinem Helfer ab – wie peinlich es gewesen wäre, hätte er meine Unfähigkeit entdeckt!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  11.06.2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
11.06.2018