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Die Lehrer von morgen

Der Stress mit den flexiblen Jobs

Die letzte Zeit war bei mir ziemlich stressig. Im Oktober habe ich meinen neuen Job als wissenschaftliche Hilfskraft an meiner alten Hochschule begonnen. Ich arbeite von zu Hause aus und meine Aufgabe besteht hauptsächlich darin, Bücher zu suchen, auszuleihen, zu lesen und Notizen dazu zu machen, die ich strukturiert aufbereitet an meine Professorin schicke. Thema ist der sogenannte sprachsensible Fachunterricht. Dieser Begriff wurde vor allem von Josef Leisen geprägt, der davon ausgeht, dass Sprach- und Fachlernen zusammen gehören, weil jedes Fach seine ganz eigene Fachsprache hat. Zum Beispiel geht es im Physikunterricht oft darum, ein Experiment zu beschreiben, in Geschichte um die Interpretation von Quellen, im Kunstunterricht um Bildbeschreibungen und im Sportunterricht um Spielregeln, Konflikte lösen und effiziente Absprachen im Spiel – also jeweils ganz eigene sprachliche Anforderungen. Zu diesem Thema suche ich eigenständig Literatur heraus, lese sie und schreibe heraus, welche verschiedenen Konzepte von sprachsensiblem Unterricht es gibt.
Das ist an sich eine sehr spannende Aufgabe und ich fühle mich geehrt, dass meine Professorin mir diese zutraut. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen, das Problem ist nur, dass es so etwas wie Urlaub oder Krankheit nicht gibt. Wenn ich mir ein paar Tage freinehme, muss ich an den folgenden Tagen mehr arbeiten. Wenn ich krank werde, genauso. Besonders kompliziert ist, dass ich nebenbei noch bei der Gemeinde angestellt bin und oft als Vertretung im örtlichen Kindergarten einspringen muss. Das wirft dann meine Zeitpläne komplett durcheinander und stresst mich ganz schön. Dazu kommt, dass ich noch an einem größeren Schreibprojekt arbeite und für die theoretische Führerscheinprüfung lerne. Deshalb sitze ich selten auf dem Sofa und denke: „Ach, jetzt könntest du ja mal nichts tun.“
Insgesamt bin ich froh, meinen Hiwi-Job zu haben, aber ich bin genauso froh ihn ab dem neuen Jahr wieder los zu sein und etwas machen zu können, bei dem ich nicht jeden Tag so viel wie möglich schaffen muss.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  19.12.2018

Die Lehrer von morgen

Zurück in der Schule

In den vergangenen Wochen habe ich wenig von meinem Studentenleben berichtet. Grund dafür ist mein Praxissemester, das im September begonnen hat. Ich musste in meiner Praktikumsschule ankommen, mir einen Stundenplan basteln und Dinge für meine Projektarbeiten koordinieren. Außerdem war ich zu Semesterstart als Lehramtsreferentin an meiner Uni gut beschäftigt mit der Einführung der Erstsemester.
Mein Praxissemester verbringe ich an einem Gymnasium in katholischer Trägerschaft für Jungen. Die rein männliche Schülerschaft irritiert mich erstaunlich wenig – nur da sich die Namen häufiger doppeln als in einer koedukativen Schule, ist das Namenlernen schwierig. Dass vor fast allen Unterrichtsstunden gebetet wird, war für mich hingegen sehr ungewohnt. Mittlerweile finde ich diesen ruhigen Moment aber gar nicht so schlecht, denn eine kurze Ruhephase am Anfang jeder Stunde ermöglicht einen konzentrierteren Start in den Unterricht.
Schön ist außerdem, zu sehen, wie viel ich im Studium schon gelernt habe. Inzwischen kann ich zwischen gutem und schlechtem Unterricht differenzieren. Eine Lehrerin macht mit ihren Schülern zum Beispiel einmal pro Woche einen kurzen Rechentest, der nicht in die Note einfließt, aber den Schülern einen Zwischenstand gibt, wie gut sie den Stoff beherrschen. Es gab aber auch Lehrer, die ihre Schüler bei jedem Mucks zu Strafarbeiten verdonnerten. Deswegen war es gut, dass ich mir meinen Stundenplan selbst zusammenstellen konnte – mit den Lehrern, die ich jetzt jede Woche sehe, komme ich gut zurecht und freue mich darauf, wenn ich nach den Ferien selbst einzelne Stunden unterrichten darf.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  17.12.2018
Autor: Janna
Rubrik: studium
17.12.2018

Die Lehrer von morgen

Ansätze einer angemessenen Beratung

Ich besuchte am Wochenende ein Seminar, das sich um die wichtigen Aspekte einer sonderpädagogischen Beratung drehte. Aufgrund der kurzen Zeit war es eher oberflächlich, aber dennoch informativ.
Zu Beginn wurden uns Situationen mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten vorgestellt; wir sollten uns jeweils für eine entscheiden.
Es gab beispielsweise eine Antwortmöglichkeit, die mitleidig war, eine, die verurteilte, eine, die nachfragte und so weiter. Unsere Gruppe wählte vor allem den Ratschlag gebenden Antworttyp. Wir versetzten uns in die Lage des Gegenübers und überlegten, was wir in dieser Situation tun würden. Im Laufe des Seminars stellte sich allerdings heraus, dass das nicht der ideale Weg einer Beratung ist.
Wir analysierten weiterhin Gespräche. Es wurde uns ein nicht gelungenes und ein gelungenes Beispiel vorgestellt. Im guten Beispiel überließ der Berater dem Ratsuchenden den Gesprächsverlauf. Er antwortete überwiegend mit einem kurzem „Ja“, um ihm zuzuhören und sich besser in seine Welt versetzen zu können. Durch den hohen Redeanteil des Klienten, soll dieser selbst einen Lösungsweg finden.
Diese Vorgehensweise basiert auf einer Theorie auf, die von Carl Rogers begründet wurde. Er plädiert grundlegend auf Echtheit, einfühlendes Verstehen und bedingungslose Akzeptanz. Alles in allem interessiert den Berater nur, wie sich die befragte Person fühlt. Es ist entscheidend zu verstehen, was für den anderen relevant oder entscheidend ist. Es geht hierbei nicht darum eine Lösung zu finden, zu interpretieren oder zu bewerten. Es geht um das Einfühlen in die andere Person. Der Ratsuchende soll so selbst eine Lösung für sein Problem finden.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  13.12.2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
13.12.2018