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Die Lehrer von morgen

Die Vergabe der Referendariatsplätze

In meinem Urlaub habe ich mich um die Bewerbung fürs Referendariat gekümmert. Dabei kann ich mir nicht frei eine Schule aussuchen, die Plätze werden zentral vergeben. Bei der Verteilung werden die Wünsche von Bewerbern mit einer höheren Zahl an Sozialpunkten stärker berücksichtigt. Sozialpunkte erhält man zum Beispiel, wenn man verheiratet ist, einen Angehörigen pflegt oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgeht und dadurch an einen Ort gebunden ist. Ich habe nach dieser Rechnung keine Sozialpunkte, obwohl ich mit meinem Freund in einer gemeinsamen Wohnung lebe.
Man darf dem Regierungspräsidium aber mitteilen, wohin man gerne möchte. Im Referendariat bin ich nicht nur an einer Schule, sondern auch am sogenannten Seminar, wo Referendare wissenschaftliche Begleitung bekommen. Man wird also einem Seminar zugeteilt, zu dem mehrere Schulen gehören. Mein Wunschseminar ist Stuttgart, weil ich dorthin den kürzesten Weg habe. Zum Seminar brauche ich mit dem Auto 45 Minuten, die nächsten dazugehörigen Schulen sind nur 20 Minuten entfernt – eine liegt sogar auf meiner Bahnstrecke, sodass ich das Auto auch mal stehen lassen könnte. Bei der Bewerbung musste man vier Seminare als Prioritäten angeben. Ich hatte gehofft, ich könnte Stuttgart angeben und damit signalisieren, dass alles andere keine Option für mich ist. Nun steht zum Beispiel auch Freiburg als vierte Position auf der Liste, obwohl ich dahin über zwei Stunden brauche und somit dorthin ziehen müsste. Das möchte ich aber nicht.
Nun heißt es also warten. Anfang Dezember wird mir mitgeteilt, an welchem Seminar ich angenommen wurde. Wenn Stuttgart mich nehmen sollte, wird es nicht schwierig sein, an einer meiner beiden Wunschschulen einen Platz zu bekommen. Diese liegen in eher ländlichen Gebieten, und sind daher nicht sehr beliebt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  18.09.2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
18.09.2018

Die Lehrer von morgen

Kräuterwanderung

Neulich wurde in unserer lokalen Zeitung auf eine Kräuterwanderung hingewiesen, die in unserem Nachbardorf stattfinden sollte. Meine Mutter fragte mich, ob ich Lust hätte, daran teilzunehmen. Da ich Botanik unglaublich spannend finde, sagte ich zu.
An einem Sonntag trafen wir uns und lernten eine angehende Wildnispädagogin kennen, die die Führung leitete. Ich war die jüngste Teilnehmerin, aber das machte mir nichts aus. Wir starteten unseren kleinen Rundgang auf einer Wiese, die regelmäßig von Schafen beweidet wird. Hier entdeckten wir Schlehen, Weißdorn, Schafgarbe und Thymian. Die Leiterin informierte uns über den Namen, die Verwendung, die Wirkung und auch über die historische Nutzung der Pflanzen. Eifrig machte ich mir Notizen.
Wir bewegten uns weiter in Richtung Wald, in dem wir den Speierling, einen Wildobstbaum kennenlernten. Er ist nicht nur bei uns Menschen zur Herstellung von Holzmöbeln sehr beliebt, sondern auch bei den Tieren. Vor allem Rehe fressen gerne seine Rinde. Allerdings wächst er nur sehr langsam und ist sehr empfindlich, weswegen er nur selten zu finden ist.
Die Führung war sehr informativ. Wir bekamen viele Tipps, zum Beispiel wie man Harz als Salbe verwenden kann oder wie Brennnesseln bei Eisenmangel helfen.
Zum Abschluss sammelten wir heruntergefallene Äpfel und pressten sie mit einer Maschine, die handbetrieben wurde. Es kostete einiges an Kraft, die Äpfel zu pressen und viele Wespen wurden von dem süßlichen Geruch angelockt. Dennoch lohnte sich die ganze Tortur, da der Apfelsaft richtig lecker schmeckte – kein Vergleich zum gekauften. Ich konnte kaum glauben, was für ein großer Aufwand betrieben wurde, um ein Gläschen Saft zu gewinnen.
Zuhause stellten meine Mutter und ich eine leckere Kräutermischung aus den gesammelten Pflanzen zusammen, die wir auf ein Butterbrot streuten. Das schmeckte herrlich!

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  13.09.2018
Autor: Eva
Rubrik: studium
13.09.2018

Die Lehrer von morgen

Urlaubsplanung

Ein Grund, warum mein Urlaub so unspektakulär war: Ich hatte genau dann frei, als mein Freund für seine Examensklausur lernen musste und daher keine Zeit für mich hatte. Dadurch konnten wir kaum etwas gemeinsam unternehmen. Klar, wir aßen zusammen, schauten abends auch manchmal einen Serie an oder ich las ihm etwas vor – darüber hinaus ist aber nichts passiert. Nicht einmal ein gemeinsamer Waldspaziergang ist bisher drin gewesen, denn meistens lernt er nicht bei uns zu Hause, sondern verbringt in Tübingen den ganzen Tag in der Bibliothek – und kommt dann total geplättet nach Hause.
Ich sollte aufhören, mich in Konjunktiven und Eventualitäten zu verlieren, aber es wäre einfach schön gewesen, wenn der Kindergarten statt im August im September geschlossen hätte und wir einen Belohnungs-Urlaub hätten machen können oder zumindest ein paar Ausflüge von zu Hause aus. So war es doppelt ungünstig – einerseits meine Langeweile und dazu diese Anspannung, die die ganze Zeit bei uns in der Luft lag. Ich hoffe sehr, dass wir die Zeit nach seinem Examen ausgiebig genießen und feiern können. Immerhin muss ich dann nur noch drei Tage in der Woche im Kindergarten arbeiten. So könnten wir auch einfach mal von Freitag bis Montag wegfahren.
Eigentlich ist es auch kein Drama, ein Jahr mal keinen Urlaub zu machen, vor allem, da ich in den vergangenen Jahren viele tolle Reisen unternommen hatte, zum Beispiel nach Südafrika, Indonesien, Israel und Marokko. Aber zum erfolgreichen Bestehen des Ersten Staatsexamens hätte ich mich gerne belohnt. Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  12.09.2018
Autor: Hannah
Rubrik: studium
12.09.2018