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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Roadtrip gen Osten

Während Sturm Xaver im Oktober den Norden Deutschlands verwüstete, saß ich mit meinen Freunden im Bulli auf dem Weg nach Dresden. Von der westlichsten Stadt Deutschlands, Aachen, waren wir auf dem Weg in eine der östlichsten.

Zwar konnte ich als Fahrer an der hervorragend mit Getränken und Knabberzeug versorgten Rückbankrunde nicht teilnehmen, gemütlich war es trotzdem für uns alle. Zumindest bis wir das erste Mal zwecks Pinkelpause hielten und uns die Türen aus der Hand flogen. Augenblicklich wieder frisch und wach von der steifen Brise setzten wir die Fahrt fort. Leider nicht lange, denn ein paar Kilometer weiter rauschten wir in eine Vollsperrung. Xavier hatte zwei Lastwagen vor uns in den Graben befördert. Wir improvisierten und bauten uns zwischen den stehenden Autos ein Spielfeld auf, um die alkoholfreie Version des bekannten Spiels Flunkyball zu spielen – zu unserer Unterhaltung und der der Umstehenden. In Dresden angekommen, fanden wir unsere Airbnb Bude problemlos und lernten unseren Host kennen, der uns super hilfsbereit gute Tipps und Ratschläge für den Abend mit auf den Weg gab. Da ich bisher in so ziemlich allen Städten, die ich in letzter Zeit besucht hatte, gute Erfahrungen mit Free Walking Tours gemacht habe, schlug ich der Gruppe vor auch in Dresden und später in Prag eine zu machen. Wir hatten wieder Glück und erwischten einen tollen Guide, der uns kurzweilig und authentisch die Geschichten seiner Stadt erzählte. Da das Highlight unserer Reise und auch der längste Aufenthalt in Prag geplant war, könnten wir dort zwei Touren mitmachen. Eine durch die Altstadt und das jüdische Viertel und eine weitere durch die Schlossanlagen über Prag. Obwohl die Guides in Prag die Touren fast alle hauptberuflich machen, gerieten wir wieder an aufgeschlossene und lebhafte Guides, die es verstanden uns die verschachtelte und spannende Geschichte Prags nahezubringen.

Am letzten Abend liefen wir den Berg im Westen Prags hoch und genossen die fantastische Aussicht auf die dunkle Moldau und die hell erleuchtete Stadt dahinter. Vor uns lagen noch das letzte Etappenziel unserer Reise – Leipzig. 

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  10.11.2017
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
10.11.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Leckereien aus allen Herren Ländern

Endlich sind alle Klausuren geschafft! Seit ein paar Tagen freue ich mich so richtig auf meinen Urlaub. Übermorgen werde ich nämlich einen kleinen Abstecher in den Süden machen. Vier Tage lang werde ich im Rahmen der Hauptversammlung des europäischen Studierendenvereins AEGEE mit 700 Studierenden aus ganz Europa in einer Turnhalle in Catania auf Sizilien schlafen, tagsüber im Plenum diskutieren, verschiedene Workshops besuchen und abends mit allen gemeinsam feiern gehen.
Der letzte Abend ist dabei traditionell das Highlight der Versammlung: Gemeinsam feiern wir die „European Night“, bei der jeder eine Spezialität aus seinem Land mitbringt. Alles wird auf Tischen aufgebaut und man kann überall irgendwelche Kleinigkeiten probieren. Limonade aus Schottland, Salami aus Ungarn, Schnaps aus der Slowakei, Süßigkeiten aus Lettland, Wein aus Moldawien, Olivenöl aus Griechenland und viele andere Leckereien. Die meisten Dinge schmecken etwas fremd, und ab und zu sogar völlig unbekannt - aber ziemlich gut. Ganz unbedarft sollte man sich den Spezialitäten allerdings trotzdem nicht widmen… denn dann kann es passieren, dass einem ohne Vorwarnung der ukrainische Chilischnapps den Rachen wegbrennt oder man in Erwartung eines köstlichen Bonbons plötzlich einen versalzenen Klumpen mit Betonkonstistenz im Mund hat. Nach vielen mehr oder weniger positiven Überraschungen dieser Art, habe ich langsam den Bogen raus, diese Dinge zu erkennen.
Alles in allem ist der Abend immer von einer wunderbaren Atmosphäre geprägt und obwohl bei fast jedem AEGEE-Event eine „European Night“ stattfindet, gibt es immer noch Spezialitäten, die mir völlig neu sind.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  02.11.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Systemcheck

In der ersten Woche an der Uni wurde mir und allen anderen Erstis prophezeit, dass das erste auch das letzte Semester sein würde, in dem wir noch regelmäßig zu Vorlesungen gehen würden. Zugegebenermaßen habe ich mir bereits im ersten Semester die eine oder andere Vorlesung geschenkt, dafür aber bei den halbwegs spannenden Vorlesungen bis ins dritte Semester durchgehalten.
Das Argument, mit dem ich mich zu rechtfertigen versuchte, wenn ich nicht zur Vorlesung ging: „Aus den 90 Minuten nehme ich nicht viel mit. Es ist verschwendete Zeit. Würde ich mich für die gleiche Zeit an meinen Schreibtisch setzen und mich in das Thema einlesen, wäre der Lerneffekt viel größer.“ Das Gegenargument meines schlechten Gewissens: „So viel Disziplin hast du aber nicht.“ Da es außerdem viel bequemer ist, sich eineinhalb Stunden vollquatschen zu lassen, als sich selbst mit dem Skript auseinanderzusetzen, ging ich weiter hin. Als ich dann allerdings anfing, wie auf Knopfdruck in der Vorlesung einzuschlafen, konnte ich mein schlechtes Gewissen überzeugen – denn so machte es ja auch keinen Sinn.
Was habe ich gelernt? Es ist wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man mit dem Lehrangebot der Uni umgeht. Jeder Pädagoge kann wahrscheinlich bestätigen, dass eine Vorlesung für viele Lerntypen extrem ineffektiv ist. Und trotzdem habe ich mich dem System drei Semester lang angepasst, bevor ich gemerkt habe, dass ich meine Zeit verschwende. Seit dem vierten Semester gehe ich einen Mittelweg. Ich habe mich am Anfang gezielt bei jeder Veranstaltung gefragt, ob sie für mich sinnvoll ist und dann alle ignoriert, bei denen die Antwort negativ ausfiel.
Da die Prüfungsphase nach diesem Semester eher besser als die bisherigen läuft, freue ich mich darüber, dass diese Methode für mich offensichtlich ganz gut funktioniert.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  25.10.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
25.10.2017