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Gap Year

Beinahe verliebt

Endlich ging es für mich in den Urlaub, auf den ich so lange hin gefiebert hab: nach Estland. Wie ihr schon aus meinen früheren Blogbeiträgen wisst, habe ich sogar Estnisch gelernt, um mich vor Ort verständigen zu können. Ich landete in der Hauptstadt Tallinn, wo ich auch die ersten fünf Tage meines Trips verbrachte. Dort habe ich in einer Wohnung mit Hinterhofterrasse, mitten in der wunderschönen, mittelalterlichen Altstadt gelebt. Da ich schon vergangenes Jahr vier Tage in Tallinn verbracht hatte, wollte ich dieses Mal vor allem das Umland und die versteckten, weniger bekannten Sehenswürdigkeiten sehen. Dazu gehörte eine Busfahrt zu den „Jägala juga“, einer der größten Wasserfälle Estlands. Zu dem Dorf, das in seinem Wald das Naturspektakel beheimatet, fahren mehrere Linienbusse von Tallinn aus. Nun halten diese Busse aber meistens mitten auf der Autobahn, auf der alle zwei bis drei Kilometer ein kleines Wartehäuschen am Rand der Fahrbahn steht. Die 30-minütige Fahrt war es aber auf jeden Fall wert. Es war sehr entspannend, die Wasserfälle und ihr Umland zu erkunden und sich von der Ruhe der estnischen Wälder verzaubern zu lassen.
An einem anderen Tag zeigte mir ein Einheimischer Tallinn aus einer anderen Perspektive. Auch ein Highlight war der „Walk on the Edge“ auf dem Fernsehturm von Tallinn. Dort konnte man an der Kante der Aussichtsplattform laufen und sich sogar über die Absperrung setzen, sodass die Beine 200 Meter über dem Boden in der Luft hingen und man sich dabei tiefenentspannt die großartige Aussicht ansehen konnte. Meine fünf Tagen in Tallinn vergingen wie im Flug. Ich habe mich noch mehr in diese Stadt verliebt und sie steht ganz oben auf meiner Liste mit potenziellen Auslandssemesterzielen. Doch meine Estlandreise war an dieser Stelle noch nicht zu Ende, es ging noch auf die größte Ostseeinsel Estlands nach Saaremaa, doch dieser Trip verdient einen Extra Blog-Artikel.

Autor: Noah   |  Rubrik: orientieren  |  Sep 13, 2019

Gap Year

Das neue Zuhause

Als ich beschlossen habe, dass ich in Konstanz studieren will, war mir bewusst, dass ich direkt anfangen muss, nach Wohnungen oder WG-Zimmer zu suchen. Doch in Konstanz herrscht, wie in vielen anderen deutschen Studentenstädten, große Wohnungsnot und selbst die Mieten von einfachen Zimmern können unfassbar hoch sein. Deshalb suchte ich von Anfang an nach einem neuen Dach über meinem Kopf in der Stadt am Bodensee. Natürlich war dabei auch mein Umfeld involviert und alle versprachen mir, die Ohren offen zu halten und sich umzuhören. Was ich für leere Worthülsen hielt, nahm meine Schwester hingegen sehr ernst und so fragte sie ein befreundetes Pärchen, die dort wohnten, ob sie denn etwas wüssten. Wie es der Zufall wollte, suchte ihre Babysitterin, die auch an der Uni studierte, nach einem neuen Mitbewohner. Ich habe sie am darauffolgenden Montag angeschrieben und wir vereinbarten für den nächsten Tag einen Besichtigungstermin. Viel zu früh machte ich mich auf den Weg über die Autobahn nach Konstanz und wartete dann eine halbe Stunde auf dem Parkplatz des Supermarktes, der neben der Wohnung lag. Pünktlich klingelte ich mit einem kleinen Bestechungsgeschenk unter dem Arm an meinem hoffentlich zukünftigen Zuhause. Laura machte mir die Tür auf und wir waren uns direkt sympathisch. Sie zeigte mir das frei werdende Zimmer, das sie zu einem sehr fairen Preis anbot. Wir waren uns einig, ich durfte hier einziehen, wenn die Chemie morgen per Videotelefonat auch mit der zweiten Mitbewohnerin stimmen würde. Am folgenden Nachmittag telefonierte ich dann mit mir und wir waren uns auch sofort sympathisch. Ich war so glücklich, dass ich ohne Probleme ein Zimmer zu einem guten Preis ohne großen Aufwand bekommen habe und freue mich jetzt auf das gemeinsame WG-Leben und mein Studium.

Autor: Noah   |  Rubrik: orientieren  |  Sep 5, 2019

Gap Year

Ahoj

Mit einer Reise in die tschechische Hauptstadt Prag begann gefühlt mein Sommer. Dank großartig gemachter Internetvideos wurde mein Hunger auf Prag schon vor Jahren geweckt und als ich dann noch vor ein paar Monaten dieses Sonderangebot nach Prag entdeckt habe, gab es für mich kein Halten mehr. Ich buchte für eine Freundin und mich zwei Tickets in die Goldene Stadt. Auch sie war froh, aus dem Alltagsduktus entfliehen zu können. Direkt in Prag angekommen, ging es erst mal zu unserer Wohnung, die sich hinter dicken Wänden in einem Altbau befand. Wir stürzten uns gleich in das Prager Leben. Zwar konnten wir kaum tschechisch sprechen, doch ein Wort blieb sofort im Kopf – „Ahoj“. Während man in Deutschland dafür komisch angeschaut wird, ist das in der Tschechischen Republik eine ganz normale Begrüßung, die gleichzeitig auch eine Verabschiedung seien kann, unter Freunden. In einem kleinen Café der Schauspielschule stießen wir mit unserem ersten Bier an, dass übrigens in Prag sehr häufig billiger ist als Wasser. Danach ging es zum Sonnenuntergang auf eine versteckte Dachterrasse, die nur mit einem alten Paternoster-Aufzug zu erreichen war. Auch wenn wir nur drei Tage in Prag verbracht haben, haben wir vieles abseits der Touristenströme, gesehen. Ein Highlight waren dabei die kulinarischen Leckereien. So aßen wir zusammen mit Pragern in einem versteckten Kellerrestaurant für 4 Euro Gulasch oder hatten in einer alten Bank, die zu einem Restaurant umfunktioniert wurde, das wahrscheinlich beste Carpaccio der Welt. Wir haben uns auf der Rückreise geschworen, noch mal hierher zu kommen, um noch mehr von dieser schönen Stadt zu entdecken.

Autor: Noah   |  Rubrik: orientieren  |  Aug 30, 2019
Autor: Noah
Rubrik: orientieren
Aug 30, 2019

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