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Mein freiwilliges Jahr

Raus aus dem Nest

Früher habe ich mir den Auszug von zu Hause immer als kleine Revolution vorgestellt. Endlich würde ich mein eigener Chef sein und tun und lassen, was ich will. Niemand würde mich mehr ermahnen, den Kühlschrank nicht zu lange aufzulassen oder endlich mal mein Zimmer aufzuräumen. Nun habe ich das sichere Nest bei meinen Eltern endgültig verlassen. Das bedeutet, dass ich nun auf eigenen Beinen stehen und Aufgaben meistern muss, die bisher für mich erledigt wurden. Ich muss selbst einkaufen gehen und darauf achten, dass etwas Essbares im Kühlschrank ist. Ich muss dafür sorgen, dass die Wohnung sauber ist und dass ich mit meinem Geld bis zum Monatsende auskomme. Zwar wohne ich jetzt erst seit kurzer Zeit in Marburg, aber bisher ist es trotz aller neuen Herausforderungen ein schönes Gefühl, diesen Schritt gemacht zu haben.
Mein Start in Marburg war zum Glück viel leichter als anfangs befürchtet. Direkt an meinem ersten Tag in der WG stellte mir mein Mitbewohner ein paar seiner Freunde vor und wir verbrachten den Abend zusammen. Für die nächsten Tage wurde ich von ihnen direkt zum Grillen und zu einem Spieleabend eingeladen. Außerdem hat sich mein Mitbewohner die Zeit genommen, mir die Innenstadt, Universität, Mensa und Bibliothek zu zeigen und sämtliche meiner Fragen zu beantworten. Durch meine WG habe ich also direkt neue Leute kennengelernt, worüber ich sehr froh bin.
Ob der Umzug jetzt wirklich einer kleinen Revolution gleichkommt, kann ich noch nicht beurteilen. Jetzt gilt es erst einmal, meine neu gewonnenen Freiräume zu genießen – und den Haushalt irgendwie zu bewältigen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  05.10.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
05.10.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Und mein Fazit?

Seit wenigen Wochen bin ich quasi arbeitslos, da ich mein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur nun beendet habe. Aus diesem Grund möchte ich ein Fazit ziehen.
Ein Jahr ist nun vergangen, in dem ich viel gelernt und erlebt habe. Es hat großen Spaß gemacht, Veranstaltungen zu planen, zu organisieren und dabei kreativ zu sein. Ich habe gelernt, im Team zu arbeiten, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei durfte ich immer eigene Ideen einbringen und habe oft Wertschätzung für meine Arbeit erfahren, wofür ich sehr dankbar bin.
Die schönste Abwechslung zum Arbeitsalltag waren die Seminare. Dort habe ich die unterschiedlichsten Personen getroffen, Freunde gefunden und neue Interessen entdeckt. Es war eine sehr coole Erfahrung, so viele fremde Menschen auf einmal zu treffen und im Laufe der Zeit zu einer kleinen Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Egal ob wir in Spanien oder einem kleinen Kuhdorf in Deutschland waren, die Seminare waren immer wieder ein Highlight.
Außerdem hat mir das FSJ Zeit gegeben, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen, eigenes Geld zu verdienen und meinen Hobbys nachzugehen. Ich musste keine Prüfungen schreiben und nichts auswendig lernen, stattdessen blieb nach der Arbeit immer noch genug Zeit für Freunde und Dinge, die Spaß machen. Das war nach 13 Jahren Schule und dem Abitur sehr angenehm und genau das, was ich gebraucht habe.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass dieses Jahr eine sehr schöne und aufschlussreiche Zeit war, die mich persönlich auf jeden Fall weiter gebracht hat. Aus diesem Grund würde ich mich jederzeit wieder für ein FSJ entscheiden und kann es nur jedem empfehlen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  22.09.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
22.09.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Zertifikatsfeier

Das offizielle Ende des Freiwilligen Sozialen Jahrs Kultur und Politik wurde im Rahmen der sogenannten Zertifikatsfeier zelebriert. Die Feier fand in der Kulturfabrik in Koblenz statt und wurde von uns Freiwilligen selbst organisiert.
Obwohl ich mich schon lange auf die Zertifikatsfeier gefreut hatte, bin ich an diesem Abend mit gemischten Gefühlen nach Koblenz gefahren. Einerseits war es toll, die ganze Gruppe noch einmal wiederzusehen, andererseits wusste ich aber, dass es das allerletzte Mal sein würde. Da auch Familienmitglieder, Freunde und Kollegen zur Zertifikatsfeier eingeladen waren, war der Saal vollbesetzt.
Neben dem offiziellen Teil, bei dem alle Freiwilligen nacheinander auf die Bühne gerufen wurden und von unseren Koordinatoren die FSJ-Zertifikate überreicht bekamen, gab es auch ein Bühnenprogramm mit viel Musik und Poesie. Die FSJ-Band spielte ganz unterschiedliche Lieder, Poetry-Slam-Texte wurden vorgetragen und Reden gehalten. Außerdem wurde ein kurzer Film mit Fotos und Videoausschnitten gezeigt, der das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren ließ und uns an die schönsten Momente erinnerte. Als Dankeschön an unsere Koordinatoren für die tollen Seminare haben wir ihnen unter anderem ein gerahmtes Gruppenfoto von uns am Strand in San Sebastián geschenkt. Obwohl jetzt nahtlos ein neuer FSJ-Jahrgang folgt, werden wir dadurch hoffentlich nicht so schnell vergessen.
Bei der anschließenden Aftershowparty wurden viele Anekdoten erzählt, viel gelacht, viel getrunken, viel getanzt und ganz am Ende auch ein paar Tränen verdrückt, weil niemand von uns so ganz glauben wollte, dass das Jahr schon vorbei sein soll.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  13.09.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
13.09.2016