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Mein Freiwilliges Jahr

Oberstadt versus Südstadt

Nachdem ich mich erfolgreich an der Universität in Marburg eingeschrieben hatte, musste ich mich auf die Suche nach einer Bleibe machen. Ich hatte versäumt, mich auf die Warteliste des Wohnheims setzen zu lassen und ganz alleine wollte ich nicht wohnen. Also kam für mich nur eine WG in Frage. Dank sozialer Netzwerke und ein bisschen Geduld war es zum Glück nicht allzu schwer, Inserate zu finden.
Nach mehreren Besichtigungen konnte ich dann allerdings gleich zwei WGs ausschließen. Bei der einen handelte es sich um eine Kellerwohnung ohne viel Tageslicht und in der anderen wurde nur etwas zur Zwischenmiete frei. Dafür kamen zwei andere WGs in die engere Auswahl. Als ich schließlich von beiden WGs eine Zusage bekam, stand ich vor der Qual der Wahl. Die eine Wohnung lag mitten in der Marburger Oberstadt, die andere in der etwas ruhigeren Südstadt. Wie das immer so ist, hatten beide Wohnungen Vor- und Nachteile, weswegen es mir nicht leicht fiel, mich zu entscheiden. In der Oberstadt könnte ich mitten in der Fußgängerzone in einem schönen Altbauhaus wohnen. Das bedeutet einerseits, dass sämtliche Bars und Restaurants direkt vor der Haustür wären, aber andererseits auch, dass ich mich von nächtlicher Ruhe verabschieden musste. Die Südstadt hingegen liegt etwas ruhiger und trotzdem noch zentral, ist aber eben nicht das Herz Marburgs.
Letztendlich habe ich mich für die ruhigere Wohnung entschieden. Da Marburg keine Großstadt ist, kann ich mit dem Fahrrad trotzdem alles innerhalb weniger Minuten erreichen.
Schon im September werde ich umziehen. Ich bin schon sehr gespannt auf das WG-Leben!

Mein Freiwilliges Jahr

Einschreibung leicht gemacht?

Ich hätte frühestens im August mit Zu- oder Absagen der Universitäten gerechnet, an denen ich mich für das Wintersemester beworben habe. Umso überraschter war ich, als ich vor ein paar Wochen einen Brief von der Philipps-Universität in Marburg bekam. Ich hatte mich für das Studienfach Sozialwissenschaften beworben und eine Zulassung erhalten! Innerhalb von zwei Wochen musste ich mich einschreiben. Die Bescheide der anderen Hochschulen konnte ich also nicht mehr abwarten, aber da Marburg von Anfang an ganz oben auf meiner Prioritätenliste stand, musste ich nicht lange überlegen. Ich überwies den Semesterbeitrag und schickte alle geforderten Unterlagen an das Studierendensekretariat – zumindest dachte ich das.
Als ich mich kurz darauf noch einmal im Bewerberportal einloggte, bemerkte ich, dass ich noch ein weiteres Formular hätte ausdrucken, unterschreiben und mitschicken müssen. Zusätzlich stellte ich fest, dass ich einen Nachweis für meine Englischkenntnisse auf Niveau B1 erbringen musste. Ich hatte seit der fünften Klasse Englischunterricht, in der Oberstufe Englisch-Leistungskurs und eine Zeit lang als Austauschschülerin eine amerikanische High School besucht, doch zählte das als Nachweis? Laut diversen Internetforen war es unbedingt notwendig, einen offiziellen Test abzulegen. Ich geriet kurz in Panik, bis mein Papa schließlich auf der Homepage der Universität herausfand, dass in meinem Fall das Abiturzeugnis ausreichte.
Als ich wenige Tage nach der Einschreibefrist eine E-Mail bekam, in der stand, dass ich nun offiziell Marburger Studentin bin und mein Studentenausweis per Post auf dem Weg zu mir ist, war ich erleichtert. Jetzt konnte ich auf Wohnungssuche gehen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  22.07.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
22.07.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Das Abschlussseminar

Ende Juni kamen alle Freiwilligen aus Kultur und Politik in Rheinland-Pfalz ein letztes Mal zum Abschlussseminar zusammen. Diesmal gab es keine festen Programmpunkte, stattdessen wurde uns die Gestaltung der Woche selbst überlassen. Unsere Koordinatoren stellten uns zahlreiche Materialien zur Verfügung, darunter Farben, Holz, Werkzeug, Spiele und Bastelkram. Damit durften wir unsere Kreativität ausleben und eigene Ideen verwirklichen. So kam es, dass im Laufe der Woche einige kreative Bauwerke entstanden, beispielsweise ein Pool aus leeren Getränkekisten oder ein Springbrunnen. Ich beteiligte mich am Bau einer Hängematte aus Frischhaltefolie. Am Ende konnten tatsächlich bis zu drei Personen darin liegen. Viele nutzten die Zeit auch zum Zeichnen, Schreiben und Musizieren. Andere knüpften Freundschaftsbänder, malten Henna-Tattoos oder drehten Kurzfilme, um die Eindrücke des Seminars einzufangen. Um uns auch sportlich zu betätigen, veranstalteten wir außerdem ein Fußballturnier, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund stand.
Am letzten Abend organisierten wir eine kleine Abschlussshow. Draußen auf der Wiese bauten wir aus Paletten eine Bühne und installierten Licht- und Tontechnik. Die FSJ-Band, die sich im Laufe des Jahres zusammengefunden hatte, gab ein kleines Konzert, bevor ein DJ Musik auflegte. Wir erklärten die Wiese kurzerhand zur Tanzfläche und tanzten bis zum Sonnenaufgang. Niemand wollte so richtig glauben, dass sich dieses letzte Seminar tatsächlich schon dem Ende zuneigte. Während der vier Seminarwochen sind wir zu einer tollen Gruppe zusammengewachsen, haben viel gelacht, gefeiert, getanzt, viel Neues gelernt und Freundschaften geschlossen.
Ganz vorbei ist es dann aber zum Glück doch noch nicht: Ende August steht uns noch die Zertifikatsfeier bevor, bei der wir uns alle noch einmal wiedersehen werden.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  06.07.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
06.07.2016