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Mein Freiwilliges Jahr

Seminar in San Sebastián

Die dritte Seminarfahrt führte mich zusammen mit den anderen Freiwilligen aus Kultur und Politik in Rheinland-Pfalz in die europäische Kulturhauptstadt 2016, San Sebastián in Nordspanien.

Da es nicht so leicht ist, mit über 100 Leuten einen fremden Ort zu erkunden, gab es jeden Tag mehrere Angebote, aus denen wir auswählen durften, um die Stadt und ihre Kultur kennenzulernen. Ich entschied mich am ersten Tag für eine Stadtführung mit einem Einheimischen, der sehr viel über San Sebastián wusste. Er zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die schönsten Plätze und gab uns Insider-Tipps für Restaurants und Bars. An einem anderen Tag besuchte ich eine ehemalige Tabakfabrik, die mittlerweile in ein modernes Kulturzentrum umgebaut wurde. Es verfügt sogar über ein Kino, eine Art Bibliothek sowie verschiedene Spielkonsolen. Besonders gut hat mir die Wanderung auf den Berg Urgull gefallen, auf dessen Gipfel eine riesige Christus-Statue errichtet ist. Von dort oben bot sich ein beeindruckender Ausblick über die ganze Stadt.

Mit der ganzen Gruppe machten wir dann noch eine Katamaran-Tour durch die Buchten von San Sebastián und trafen uns an einem Abend alle zum Picknick am Strand. Am letzten Tag fuhren wir nach Bilbao, der größten Stadt im Baskenland. Die bekannteste Sehenswürdigkeit dort ist das Guggenheim-Museum, ein Museum für Moderne Kunst.

Ich muss sagen, dieses Seminar in Spanien war bisher das Highlight meines Freiwilligendienstes. San Sebastián hat super viel zu bieten, weswegen die Stadt den Titel „Kulturhauptstadt“ meiner Meinung nach verdient trägt. Die nächste Seminarwoche findet schon im Juni statt – und das ist leider schon die letzte.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  09.05.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
09.05.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Aus den Augen, aus dem Sinn?

Obwohl ich selbst noch nicht studiere, merke ich, dass die Semesterferien vorbei sind. Das liegt daran, dass viele meiner Freunde aus der Heimat jetzt wieder zurück in ihre Studienstädte gefahren sind. Die Zeiten, in denen die meisten meiner Freunde eine Straße oder maximal einen Ortsteil entfernt gewohnt haben, sind nämlich vorbei. Stattdessen hat sich meine Clique aus der Schule komplett zerstreut. Die eine studiert in Würzburg, die nächste in Bonn, die dritte in Darmstadt und eine sogar in Dublin. Anfangs war es eine riesige Umstellung für mich, die Menschen, die ich sonst täglich in der Schule und jedes Wochenende getroffen habe, plötzlich nicht mehr regelmäßig sehen zu können. Trotzdem haben die Umzüge und die damit verbundene Entfernung unserer Freundschaft keinen Abbruch getan. Fernbusse und BahnCard machen Wochenendtrips zu den meisten meiner Freunde sogar bezahlbar, was außerdem den Vorteil hat, dass ich im vergangenen Jahr einige neue Städte kennengelernt habe. Und dann gibt es ja schließlich auch noch die Semesterferien, in denen wir wieder zusammenkommen.

Dass Fernfreundschaften bestens klappen können, wusste ich allerdings schon vorher. Meine Brieffreundin, die ich vor fast sieben Jahren kennengelernt habe, zählt mittlerweile zu meinen engsten Freunden. Wir besuchen uns regelmäßig, telefonieren häufig und schreiben uns fast täglich über soziale Netzwerke. Und auch mit den meisten meiner Freunde aus den USA, die ich während eines Schüleraustauschs kennen gelernt habe, konnte ich bis heute Kontakt halten – trotz Zeitumstellung und einem Ozean, der zwischen uns liegt.

Das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ hat sich bei mir also bisher nicht bewahrheitet und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Man muss nicht in der Nähe wohnen, um eng befreundet zu sein. Trotzdem vermisse ich es natürlich manchmal, mich jederzeit einfach aufs Fahrrad setzen zu können und innerhalb weniger Minuten bei meiner besten Freundin zu sein. Telefonieren und Schreiben ist zwar ein tröstlicher Ersatz für die, aber definitiv nicht das gleiche, wie ein persönliches Gespräch oder eine Umarmung.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  20.04.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
20.04.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Flucht & Migration

Ende März besuchte ich im Rahmen meines Freiwilligendienstes ein dreitägiges Seminar zum Thema „Flucht & Migration“ in Hannover. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es direkt mit dem Programm los. Zuerst klärten wir die grundlegende Frage, wo Migration eigentlich anfängt, und kamen zu dem Ergebnis, dass bereits der Umzug in eine fremde Stadt als Migration bezeichnet werden kann. Außerdem redeten wir über persönliche Grenzerfahrungen und internationale Einflüsse, die unseren Alltag prägen. Nachmittags besuchten wir dann den Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. Der Vorsitzende des Vereins stammt aus Nigeria und erzählte uns viel über sein Land und die Probleme, mit denen afrikanische Einwanderer in Europa konfrontiert werden. Außerdem trafen wir vor Ort ein paar Flüchtlinge, die uns ihre Geschichten erzählten. Obwohl sie erst seit ein paar Monaten Deutsch lernten, klappte die Kommunikation ziemlich gut.

Am zweiten Tag redeten wir über Vorurteile, mit denen unterschiedliche ethnische Gruppen in unserer Gesellschaft zu kämpfen haben und inwiefern Medien diese beeinflussen. Die Diskussionen darüber, was wir tun können, wenn uns Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus im Alltag begegnen, fand ich besonders wichtig. Am letzten Tag spielten wir in einem Planspiel die Ankunft eines Asylbewerbers aus Somalia nach und bekamen damit gute Einblicke in das Asylgesetz in Deutschland. Ich muss sagen, ich konnte viele neue Erkenntnisse aus dem Seminar mitnehmen. Obwohl ich mich vorher schon sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigt habe, habe ich viel Neues gelernt. Gerade durch den direkten Austausch mit Flüchtlingen wurde mir bewusst, dass der europäische Wohlstand ganz und gar keine Selbstverständlichkeit ist. Und dass Einwanderung nicht nur aktuell ein wichtiges Thema ist, sondern es schon immer war und auch in Zukunft sein wird.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  08.04.2016
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
08.04.2016