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Mein Freiwilliges Jahr

Abschied von Freunden und Kollegen

Die Menschen, die als Freiwillige im Krankenhaus arbeiten beziehungsweise ihren Freiwilligendienst bei der Diakonie absolvieren, sind doch alle sehr verschieden. Das Interessante dabei ist, dass wir alle aus der gleichen Region Deutschlands kommen und nur wenige von ferneren Orten hergezogen sind. Trotzdem kannten wir uns alle nicht, bevor wir hier gemeinsam arbeiteten. Während unserer freiwilligen Jahre freundeten wir uns an, meisterten gemeinsam Herausforderungen des Alltags und feierten auch gelegentlich zusammen.

Unsere gemeinsame Zeit neigt sich nun dem Ende und wir gehen alle auf verschiedenen Wegen weiter. Manche werden im Krankenhaus bleiben, um dort nach dem Freiwilligendienst eine Ausbildung in der Krankenpflege zu machen. Andere werden ein Studium beginnen und dafür in die nähere Umgebung ziehen. Wie sich auch gezeigt hat, ist die soziale Arbeit nicht für jeden das Richtige. Daher werden sich diejenigen, die in diesem Beruf keine Erfüllung finden konnten, nach anderen Möglichkeiten umsehen.

Die kurze Phase der Gemeinsamkeit endet nun hier mit dem Abschluss unseres Dienstes. Der Abschied fällt mir sehr schwer, da ich mich doch sehr an die neuen Freunde gewöhnt habe. Für mich geht es weiter nach Münster. Dort heißt es dann wieder: neu anfangen und das Alte hinter sich lassen.

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  03.09.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
03.09.2015

Mein Freiwilliges Jahr

Seniorenurlaub

In der vergangenen Woche stand zweifellos das Highlight des gesamten bisherigen Animationsprogramms auf dem Plan: Ferien! Die noch gehtüchtigen Senioren und Ordensschwestern waren herzlich dazu eingeladen mit dem Pflege- und Animationspersonal in den Urlaub zu fahren. Und wo fährt diese Gruppe von etwa 15 Personen hin, um sich zu entspannen, sich richtig frei zu fühlen und drei Tage Urlaub zu genießen? Natürlich in ein Kloster. Und das in Deutschland! In Frankreich können Elsässer ja nicht wirklich Urlaub machen. Darüber hinaus schwimmt unser Altenheim selbstredend auch leider nicht in Geld, sodass das etwa 60 Kilometer entfernte, barrierefrei ausgebaute Kloster unsere einzige Option war.

Erst während unseres Aufenthalts fand ich heraus, dass das Kloster auch noch demselben Orden angehört wie unser heimisches. Deshalb liefen wir fast minütlich einer der Gruppe bekannten Ordensschwester über den Weg. Das wiederum hatte zur Folge, dass ich erhebliche Schwierigkeiten mit meiner Muttersprache bekam. Der ständige Wechsel zwischen Deutsch und Französisch lässt mich ziemlich unelegante Mischsätze bilden, die aber zum Glück trotzdem alle verstanden. Verwirrt war eigentlich nur ich. Kurze Zeit später war ich mit diesem Gemütszustand allerdings nicht mehr alleine, denn eine unserer Schwestern fehlte plötzlich. Eine kleine Suchaktion und zehn Minuten später legte sich die allgemeine Verwirrung aber wieder, als meine Kollegin die kleine Frau ziemlich verschwitzt am hintersten Ende des Gartens zwischen den Weinreben wiederentdeckte. Sie war ziemlich geschafft, als wir sie schließlich ins Bett brachten.

Trotz dieses kleinen Zwischenfalls fiel die Bilanz bei allen Beteiligten absolut positiv aus. Die drei Tage haben allen sehr gut gefallen und werden wohl nächstes Jahr in ähnlicher Form wiederholt werden.

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  02.09.2015
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
02.09.2015

Mein Freiwilliges Jahr

Noch zwei Wochen

Jetzt ist es kaum mehr ein halber Monat, den ich hier noch verbringen werde. Eigentlich müsste ich also todtraurig sein, dass ich mein Zuhause im Elsass ziemlich bald wieder verlassen muss. Immerhin habe ich fast ein ganzes Jahr mit diesen Leuten in dieser Region gewohnt, mich an sie gewöhnt und sie zu schätzen gelernt.

Gleichzeitig habe ich aber bei dem Gedanken daran, wie ich mein ganzes Gepäck in meinem kleinen Golf unterbringen soll, bereits damit angefangen, mit meinem Aufenthalt hier abzuschließen. Außerdem habe ich mich durch die Wohnungssuche fürs Studium und dem damit verbundenen Papierkram gedanklich schon dermaßen in meinem nächsten Lebensabschnitt eingefunden, dass ich mit unglaublicher Vorfreude auf das Kommende blicke. So richtig Abschiedsstimmung will deswegen noch nicht aufkommen.
Trotzdem planen meine Kollegin und ich schon fleißig unseren Abschied. Dazu gehören natürlich ein paar Abschiedsgeschenke, jede Menge Fotos und eine kleine Abschiedsfeier, bei der wir Kaffee und Kuchen servieren, wir sind schließlich immer noch in einem Altenheim.

Direkt im Anschluss an den letzten Tag in Frankreich findet dann das Abschlussseminar in Deutschland statt. Von solchen Seminaren hatte ich dann insgesamt drei Stück: eins vor dem Freiwilligendienst, eins zur Halbzeit und das letzte danach. Damit bietet meine Organisation zwar weniger Seminare als die meisten anderen, aber insgesamt mehr Seminartage. Das erspart mir eine Menge Fahrerei und damit unnötigen Stress. Insgesamt laufen unsere Seminare etwas anders ab, als die der größeren Organisationen. Es gibt kein Handynetz (selbstverständlich auch kein W-Lan), wir Teilnehmer müssen selber kochen und spülen, haben einen eigenen Stromgenerator und müssen Holz hacken, um damit die Warmwasserheizung zu betreiben. EOS legt nicht nur wert auf Hilfsbereitschaft und Freiwilligkeit, sondern eben auch auf Umwelt und ökologische Nachhaltigkeit. So werden die Seminare immer zu einem kleinen Abenteuer, das in der Gruppe (und beschränkt auf die paar Tage) einen Riesenspaß macht.

 

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  28.08.2015