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Mein freiwilliges Jahr

Endlich Auszeit!

Seit sechs Monaten arbeite ich mittlerweile im Krankenhaus. Bisher habe ich keinen einzigen Tag Urlaub gehabt. Ich spüre langsam, dass ich sehr müde werde. Es wird Zeit, dass ich hier mal für ein paar Tage rauskomme!

Und das tue ich auch. Und wie. Zusammen mit meiner Freundin habe ich einen elftägigen Trip geplant. Wir fliegen von Bremen nach Dublin, um dort vier Tage zu bleiben. Die Stadt kennen wir schon von unserer Seminarfahrt vor eineinhalb Jahren. Damals besuchten wir die Cliffs of Moher, die größten Klippen Europas, hatten aber nichts davon, weil der Nebel so dicht war, dass wir kaum die Hand vor Augen sahen.

Anschließend fliegen wir weiter nach London, um dort drei Nächte zu bleiben. In der Nähe des Hyde Parks werden wir ein kleines Appartement beziehen. Von hier aus kommen wir recht schnell in das Zentrum, können aber auch gut die Randbezirke besichtigen. Ich freue mich besonders auf die Houses of Parliament, den Buckingham Palace, das London Eye, die Tower Bridge, das National History Museum und den Big Ben. Ist das alles erledigt, setzen wir uns in den Zug nach Paris. Ein weiteres Highlight der Reise wird sicher die Fahrt durch den Europatunnel.

In der Stadt der Liebe wollen wir den Louvre, den Eifelturm, den Triumphbogen und einiges mehr anschauen. Ich hoffe, dass es etwas gebracht hat, dass ich in den letzten Monaten Französisch gelernt habe. Das wird ein harter Test. Zwei Nächte werden wir hier verbringen, um schließlich mit dem Zug weiter zur letzten Station unserer Reise zu fahren: Amsterdam.

Dort erwartet uns ein schönes Hostel und hoffentlich eine Grachtenfahrt. Auch hier bin ich gespannt, ob ich mit meinen Kenntnissen der Landessprache punkten kann.

See you soon, au revoir und tot ziens!

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  20.04.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
20.04.2015

Mein freiwilliges Jahr

Da guck ich wie ein Auto

Ich bekam folgende Mail: „Unter folgendem Link können Sie die vorläufigen Testergebnisse des Studierfähigkeitstestes an der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster einsehen. Bitte beachten Sie dabei, dass es sich um keine offizielle Zulassung oder Absage handelt. Den offiziellen Bescheid erhalten Sie von hochschulstart.de.“

Ich klicke auf den Link, gebe meinen Benutzernamen und das Passwort ein. Es erscheint eine Liste von Benutzernamen, die danach sortiert war, wie gut insgesamt abgeschnitten wurde. Bewertungspunkte gibt es für die Abiturnote, das Bewerbungsschreiben, die Stationen, an denen praktisch gearbeitet wurde, und den naturwissenschaftlichen Verständnistest. Die angezeigte Bewertung ist keine Punktzahl, sondern ein Buchstabe, der dafür steht, ob man sich unter den besten 20 Prozent (A) befindet, im Mittelfeld (B) oder leider nur unter den schlechtesten 20 Prozent (E).

Bevor ich mein Ergebnis anschaue, vibriert mein Handy. „Ich habe es leider nicht geschafft“, schreibt Frieda, auch für Mareike werde es „wohl sehr eng“. Clara hingegen erzählt von einem sehr positiven Ergebnis. Wir haben einen Gruppenchat eröffnet, nachdem wir uns beim Test in Münster getroffen hatten, um voneinander die Ergebnisse zu erfahren.

Nun kribbelt es unter meinen Nägeln. Ich denke an den Dozenten, der uns vor Beginn des Verständnistestes erzählte, dass unsere Chance auf einen Studienplatz bei 50 Prozent liege. Ist es in einer Gruppe, in der vier Leute sind, von denen zwei keinen Studienplatz erhalten haben, möglich, dass ich die Quote erfülle?

Ich suche in der Rangliste nach meinem Benutzernamen und brauche nicht lange: Ich stehe fast ganz oben. Dritter soll ich geworden sein. Dritter?! Von 160 Bewerben?! Eine riesige Freude steigt in mir auf. Ich kann kaum glauben, dass der Test so gut ausgefallen ist. Ich schaue mir die Ergebnisse wieder und wieder an und überprüfe, ob ich auch wirklich nach dem richtigen Namen gesucht habe. Aber tatsächlich, das bin ich da an dritter Stelle ...

Mittlerweile habe ich auch den offiziellen Bescheid von hochschulstart.de erhalten, sodass ich mit voller Gewissheit sagen kann: Ich werde bald Medizin studieren!

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  13.04.2015

Mein Freiwilliges Jahr

31 Stunden

Langsam muss ich mich entscheiden, welche Stadt ich bei meiner Bewerbung für einen Medizinstudienplatz als liebste angeben soll. Zur Wahl stehen Magdeburg, Lübeck und Münster. In Magdeburg war ich schon, deshalb guckte ich mir neulich Münster an. Glücklicherweise habe ich einen Bekannten in Münster, der im dritten Semester Jura studiert und momentan an einer Hausarbeit schreibt. Er wohnt im Südwesten Münsters in einem Studentenwohnheim unweit des Aasees und zahlt 350 Euro zuzüglich Strom. Ihm gehören ein Zimmer, eine Küchenzeile und ein eigenes Bad mit WC und Dusche. In seiner Wohnung leben außerdem zwei Mitbewohnerinnen. Jede hat ihren eigenen Bereich, sie teilen sich lediglich den Eingangsbereich und einen Gemeinschaftsraum. Es handelt sich aber wirklich um eine reine Zweck-WG, viel Kontakt untereinander besteht nicht.

Mein Freund kennt sich in Münster sehr gut aus, sodass er mich gut herumführen konnte. In der Wohnung waren wir wirklich nur zum Schlafen. In 31 Stunden schauten wir die Überwasserkirche an, besuchten die daran angrenzende Diözesanbibliothek und gingen an der Aa entlang. Er zeigte mir die Grillplätze der Studenten, wir aßen in der Mensa, besuchten den St.-Paulus-Dom und die Mauritzkirche, flanierten in den Münster-Arkaden, tranken einen Kaffee im Aegidiimarkt, durchwanderten den gewaltigen Mediziner-Campus, bestaunten die Bettentürme (das Universitätsklinikum Münsters), überquerten den Prinzipalmarkt an der Lambertikirche, liefen die Promenade, die um die Innenstadt herum verläuft, ab und bewunderten das fürstbischöfliche Schloss Münster mit seinem großen Schlossgarten.

Mein Reiseführer erzählte mir vom Studentenleben, der Lebendigkeit der Stadt und von Kneipen und Clubs. Er war stets darum bemüht, mich vollends von Münster zu überzeugen. Es schien beinahe so, als sei er dafür bezahlt worden. Schlussendlich bin ich aber tatsächlich von der Stadt überzeugt. Einziges Problem ist die durchschnittliche Miete in Münster, die doch recht hoch ist. Hier muss ich mich rechtzeitig darum bemühen, eine preisgünstige Unterkunft zu finden.

Mein Fazit: Münster ist eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Stadt, die allerlei Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet. Darüber hinaus ist die Universität sehr gut ausgestattet und der Mediziner-Campus kompakt gebaut. Auch gefällt mir, dass man schnell im Grünen ist und die Natur genießen kann. Ein Studienstandort, der mich wirklich überzeugt hat!

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  02.04.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
02.04.2015