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Mein Freiwilliges Jahr

Vorbereitung auf das Auswahlverfahren

Warum will ich Arzt werden? Warum will ich in Münster studieren? Warum meine ich, dass ich ein guter Arzt werde? Welche Interessen habe ich? Was zeichnet mich aus? Diese Fragen musste ich mir stellen, als ich am Motivationsschreiben für das Auswahlverfahren an der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster arbeitete. Die Antworten auf diese Fragen werden darüber entscheiden, ob ich eine Zulassung erhalte oder nicht.

Das Auswahlverfahren in Münster ist deutlich aufwendiger als das in Oldenburg, das ich im vergangenen Jahr bestritt. Dort musste ich zehn Stationen absolvieren, in denen Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Kommunikationsstärke und Patientenumgang getestet wurden. Am Ende stand ein Bewerbungsgespräch, das ich leider versemmelt habe.

Für Münster musste ich hingegen im Vorfeld schon einiges leisten. Gefordert war ein zweiseitiges Motivationsschreiben, in dem ich die oben genannten Fragen beantwortete. Außerdem brauchte ich Belege für alle meine Aktivitäten. Abgeben musste ich das alles in doppelter Ausführung: einmal ganz normal und einmal komplett anonymisiert. Die Arbeit hat sich aber gelohnt, denn ich wurde zum Auswahltag eingeladen!

Anmelden musste ich mich im PAN-Zentrum. Nachdem das erledigt war, gab ich meine Unterlagen ab, erhielt einen Teilnehmer-Ausweis und war erst einmal fertig Das eigentliche Verfahren fand erst am nächsten Tag statt. Glücklicherweise konnte ich bei einer Freundin übernachten, die in Münster studiert. Erschlagen fiel ich ins Bett und konnte vor Aufregung kaum schlafen. Irgendwann schlummerte ich doch ein, träumte wirres Zeug, bis der Wecker klingelte. Es ging los.

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  16.03.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
16.03.2015

Mein Freiwilliges Jahr

Wie soll es weitergehen?

Einige meiner Freunde sind momentan im Ausland. Wenn ich so darüber nachdenke, packt auch mich ein gewisses Fernweh. Ich könnte mir gut vorstellen, selbst für eine bestimmte Zeit wegzugehen, um zu reisen, zu arbeiten und mal einfach nur in den Tag hinein zu leben. Und dieser Wunsch könnte Realität werden, weil mir eine Information in die Hände gefallen ist, von der ich vorher noch nichts wusste.

Am 15. Januar endete die Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2015 des Studiengangs Humanmedizin (Ich habe mich hier für Münster beworben). Jetzt fragt ihr euch sicher, wieso ich mich zum Sommersemester bewerbe, wenn mein Freiwilligendienst noch bis August dauert. Es ist aber so: Wenn ich nun eine Zulassung erhalte, bekomme ich durch meinen Dienst automatisch eine bevorzugte Zulassung für die nächsten beiden Bewerbungstermine (Wintersemester 2015/16, Sommersemester 2016). Ich kann dann also mit voller Gewissheit anfangen zu studieren, ohne erneut durch ein Auswahlverfahren zu müssen. Das bietet mir zwei Möglichkeiten: Entweder beginne ich dieses Jahr zum Wintersemester, habe von nun an sechs Monate Zeit, mir eine Wohnung zu suchen und alles Nötige zu organisieren und zu planen. Oder ich gehe doch ins Ausland.

Interessant sind in meinen Augen beide Möglichkeiten. Meine Eltern sind stark dafür, dass ich das Studium zum Winter beginne, da sie mich in trockenen Tüchern wissen möchten. Das kann ich gut verstehen. Auch habe ich selbst momentan wirklich Lust, mit dem Studium anzufangen, möchte also ungern noch so lange warten müssen.

Andererseits besteht die Möglichkeit, eines unbeschwerten Auslandsaufenthalts nur jetzt. Außerdem hat ein Freund ebenfalls Freude an der Idee, Work and Travel oder Freiwilligenarbeit beispielsweise in Afrika zu machen, um andere Kulturen kennenzulernen und was von der Welt zu sehen. Da wir beide nicht über eine Organisation fahren möchten, sondern unseren Auslandsaufenthalt größtenteils selbst organisieren wollen, könnte das aber schwierig werden. Vor allem, weil wir genug Geld verdienen müssten, um die Reise finanzieren zu können und um über die Runden zu kommen.

Voraussetzung für alle Ideen ist und bleibt aber eine Zulassung in Münster. Ich muss also erst mal abwarten.

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  10.03.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
10.03.2015

Mein Freiwilliges Jahr

Ein schmerzhafter Tag

Unser Trainer beim Selbstverteidigungskurs, der Bestandteil meines Freiwilligendienstes ist, ist langjähriger Kampfsportler und Physiotherapeut. Wir Teilnehmer sollten alles versuchen, ihn zu packen und zu besiegen, aber er hat sich immer lösen können, weil er etliche Techniken meisterhaft beherrscht. Außerdem zogen wir uns gegenseitig an den Haaren, griffen uns ins Gesicht, um gegen die Nase oder in die Augen zu drücken, überdehnten die Finger des anderen, nur um zu lernen, wie man sich im Ernstfall behelfen kann. Aber man machte uns auch klar: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Man sollte es am besten also gar nicht zum Kampf kommen lassen. Dabei spielt das eigene Auftreten eine große Rolle. Hüftbreit sollte man stehen, geradeaus blicken, die Schultern nach hinten, Brust raus, Bauch rein. Allein ein selbstbewusstes Auftreten kann einen Kampf verhindern.

Doch gibt es leider viele Idioten auf dieser Welt, die es gern darauf ankommen lassen, und deshalb finde ich es schon gut zu wissen, wie man sich im Ernstfall am besten verteidigen kann. Greift ein der Gegner an, so gibt es einige Möglichkeiten, die Situation zu den eigenen Gunsten umzukehren. Der Schwitzkasten unüberwindbar? Von wegen! Einfach die Haare des Gegners packen und kräftig daran ziehen. Das tut so weh, dass er im Idealfall zu Boden geht. So gewinnt man die Oberhand und kann den Kampf beenden. Außerdem lernten wir, wie man richtig zuschlägt, wenn es nicht mehr anders geht. Dafür droschen wir auch aufeinander ein. Zwar waren wir gut gepolstert, doch hatten manche eine immense Kraft und es tat doch ganz schön weh.

Ob das Seminar viel gebracht hat? Immerhin war es eine gelungene Abwechslung zur Arbeit. Und neue Leute habe ich auch kennengelernt.

Autor: Thilo  |  Rubrik: orientieren  |  04.03.2015
Autor: Thilo
Rubrik: orientieren
04.03.2015