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Mein Freiwilliges Jahr

Weltwärts Aktion "Nachhaltiges Lernen"

Mein weltwärts-Jahr ist doch noch nicht so ganz vorbei. Jedenfalls nicht auf die Art und Weise wie ich dachte, denn viele Personen sprechen mich in diesen Tagen noch auf meine Erfahrungen bei Amnesty oder in der Lobbyarbeit an, suchen Rat und wollen Tipps für die Vorbereitung eines Auslandsjahres. Manche wollen auch einfach nur wissen, wie es mir gefallen hat.

Zudem habe ich im Rahmen eines Einführungstages für alle neuen Friedens- und Konfliktstudenten an unserer Universität einen Workshop zum Thema vorbereitet und konnte mich auf diese Weise einem größeren Publikum mitteilen. Dieser Workshop stand im Zeichen der von „weltwärts“ angedachten Aktion für nachhaltiges Lernen, welche nach Rückkehr der Freiwilligen im Herkunftsland durchgeführt werden sollte. Die Vorbereitung des Workshops hatte für mich zudem den positiven Effekt, über das Zusammenfassen von Eindrücken und Erfahrungen des vergangenen Jahres, wichtige Momente zu erinnern. Es ist tatsächlich sehr wichtig, sich Gedächtnisstützen zu bauen, denn viel Erlebtes gerät im Strudel der Zeit schnell in Vergessenheit.

Ein weiteres Plus bestand darin, Erfahrungen mit anderen Kommilitonen austauschen zu können. So erfuhr ich von interessanten Praktika und potenziellen Jobs. Ein ehemaliger Kommilitone, der jetzt für Gerhard Schröder Reden schreibt, sprach sehr treffend die Rolle des Networkings an, ein Aspekt, der mir auch bei Amnesty immer wieder begegnet ist und der in Deutschland leider nicht weniger relevant ist als in Mexiko (außer in der Wissenschaft, wie unsere Studiengangsleiterin betonte). Mal schauen, ob ich es im nächsten Frühjahr auch noch schaffe, ein kurzes Praktikum zu machen und meine Kontakte weiter auszubauen...

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  28.11.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
28.11.2013

Mein freiwilliges Jahr

Neuankunft am alten Studienort

Der Bahnhof im hessischen Wabern war für mich die letzte Station, die mich von Magdeburg und der Rückkehr in meinen Uni-Alltag trennte. Fast schon ein wenig aufgeregt, setzte ich mich in den Zug, der fliegend durch die Landschaft eilte.

Als er nur wenige Stunden später mit quietschenden Rädern in Magdeburg hielt, stand meine Mitbewohnerin bereits auf dem Bahnsteig, um mich freudestrahlend zu umarmen und mit mir die schwere Tasche aus dem Zug zu hieven. Nach über einem Jahr sahen wir uns wieder. Eine lange Zeit, in der viel passiert ist, und so verquatschten wir den Tag bis tief in die Nacht, tranken Tee und aßen selbstgemachte Pizza.

In den folgenden Tagen traf ich einige Kommilitonen wieder. Es ist wirklich ein gutes Gefühl, noch viele Bekannte hier zu haben. Neben dem Aufwärmen alter Freundschaften bin ich in diesen Tagen sehr beschäftigt mit Bürokratischem, denn es hat sich ganz schön viel Papierkram über die letzten Monate angestaut. Ich muss Sprechstunden von Professoren wahrnehmen, Anrufe mit Banken und Versicherungen tätigen und mein Hab und Gut aus dem Keller zurück in die Schränke bringen, denn im vergangenen Jahr war mein Zimmer untervermietet gewesen. Es bleibt viel zu tun und wenig Zeit melancholisch an Mexiko zurückzudenken.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  18.11.2013
Autor: Anni
Rubrik: studium
18.11.2013

Mein Freiwilliges Jahr

Weltwärts Rückkehrerseminar

Fast jedes Auslandsjahr, das von einer Entsendeorganisation begleitet wird, findet seinen Abschluss für gewöhnlich darin, dass sich die Freiwilligen auf einen einwöchigen Workshop begeben. Wer sein Auslandsjahr wie ich mit dem Internationalen Bund (IB) aus Franken gemacht hat, hat sicherlich auch die Erfahrung gemacht, dass deren Seminarorte oft schwer zu erreichen sind. Eine Seminarteilnehmerin meinte sehr treffend: „Wenn es über Stock und Stein geht und du vier Kilometer durch Wiese und Wälder läufst, so weißt du, du bist beim IB.“

Der Weg zum Seminar war wirklich sehr beschwerlich. Ich gab mein Bestes, die große Reisetasche den steilen Weg über losen Sand und Wiese zum Seminarhaus im hessischen Wabern (Falkenberg) hinaufzuziehen. Doch einmal angekommen, hatten wir tatsächlich einen sehr schönen Ausblick.

Viele der Rückkehrer kannte ich bereits vom Vorbereitungsseminar und es war gut, mit ihnen Erlebnisse austauschen zu können. Im Seminar an sich gingen wir verschiedenen Reflektionsübungen nach. Am besten gefiel mir der „Jahresfluss“. In dieser Übung zeichnet oder schreibt man die für sich wichtigen Ereignisse, prägende Momente und Erfahrungen auf ein Blatt Papier. Außerdem haben wir eine Bewegungsgedächtnisstütze gebaut. Dabei mussten wir eine Bewegung finden, die mit dem Jahr verknüpft ist und uns an etwas Wichtiges erinnert. Zudem haben wir über mögliche Aktionen zum nachhaltigen Lernen reflektiert und eine Werkstatt zu Zukunftsängsten durchgeführt.

Das Zusammentreffen mit dem IB war gut, nicht nur, dass es mir einen Raum geboten hat, um über Vergangenes und Zukünftiges nachzudenken, sondern auch, weil die erneute Zusammenkunft mit dem IB das Signal dafür war, dass eine wichtige Etappe in meinem Leben vorbei ist und dass nun die nächste kommt, die da ist: den Master beenden.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  12.11.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
12.11.2013