Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Mein Freiwilliges Jahr

Trampen in Deutschland

Es gibt Namen, die verwechsele ich einfach systematisch. Zum Beispiel Nils und Leon. Und das, obwohl sie noch nicht einmal ähnlich klingen! Genauso geht es mir bei den Städten Kiel und Lübeck. Das führt zu einiger Verwirrung. So wird der kleine Sohn einer Freundin manchmal zum Nils und meine Cousine zieht von Lübeck nach Kiel und eine Stunde später wieder zurück.

Wirklich unpraktisch wurde dies, als ich mir in einem Internetcafé verschiedene Mitfahrgelegenheiten nach Kiel rausschrieb, um sie kurz vor der Abfahrt zu kontaktieren. Noch vor dem Anrufen fiel mir der Fehler auf, doch es war zu spät, denn ich hatte keinen Internetzugang mehr. Also was tun? Zug fahren oder einen Trampversuch starten?

Zusammen mit einem Freund, den ich auf der Summer School kennengelernt hatte und der nach Hamburg weiter wollte, fragte ich mich zum Ortsausgang durch. Wir waren noch nicht dort angekommen, als wir bereits von einem freundlichen Fahrer aufgelsesen wurden. Ein paar Meter weiter nahm er sogar noch einen weiteren Tramper auf.

Der andere Tramper kannte zum Glück die Route sehr gut und gemeinsam überlegten wir, wie ich am besten nach Lübeck kommen könnte und welcher Rasthof am ehesten in Frage käme. Vor einer Brücke gerieten wir in einen Stau und während wir im Gänsemarsch vorwärtskrochen, fuhr ein Auto mit Lübecker Kennzeichen an uns vorbei.

Ich kurbelte das Fenster herunter und fragte den Fahrer, ob er mich nicht mitnehmen könne. Und was soll ich sagen? Ich hatte tatsächlich Glück!

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  17.10.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
17.10.2013

Mein Freiwilliges Jahr

Summer-School in Dänemark

Der September war in diesem Jahr wirklich wunderbar! Ich hatte den ganzen Monat frei und Zeit für einen Ausbruch aus der Routine des letzten Jahres. So ging es für mich drei Tage nach meiner Rückkehr gleich weiter nach Dänemark.

Zusammen mit einer Gruppe von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern Europas nahm ich an der deutsch-dänischen Veranstaltung „Coss-Border European Summer on Separatism and Minorities in Europe“ teil. Diese Summer-School fand auf einer kleinen Insel im Süden des Landes statt. Sie war so klein, dass sie nur das Seminargebäude und unsere Unterkünfte beherbergte. Zu Fuß waren es von einer Seite bis zur anderen gerade mal fünf Minuten. Internet gab es nur über drei mobile Sticks, die unter den etwa 25 Personen gerecht verteilt werden mussten. Hört sich nach Inselkoller an?

Nein, von Inselkoll kann keine Rede sein. Es war eine absolut tolle, lehreiche und intensive Woche, in der ich viele spannende Menschen traf, viele interessante Gespräche führte und viel Input zum Separatismus erhielt. Zudem wurden wir in Sachen Verhandlungen, Etikette und Rhetorik geschult. Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Teilen Europas genauso wie unsere Trainer. Besonders interessant fand ich die Gespräche mit zwei Katalanen über eine mögliche Separation ihrer Heimat von Spanien.

Nach einem dreitägigen Input übernahmen wir am vierten Tag die Rollen von Staatsoberhäuptern und Außenministern, um ein europäisches Spitzentreffen zu simulieren. Ich vertrat den spanischen Außenminister. In dem Treffen suchten wir nach Richtlinien für den Fall, dass eine Region ihre Unabhängigkeit erklärt und verabschiedeten am Ende der Sitzung tatsächlich einen Gesetzesentwurf.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  14.10.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
14.10.2013

Mein Freiwilliges Jahr

Bye, bye, Mexiko!

Die Zeit ist ein eigenwilliges Geschöpf. Manchmal wabert sie steif und stetig dahin, manchmal stülpt sie sich ihre Siebenmeilenstiefel über und steigt wie der Wind über Stock und Stein – einfach davon.

Meine letzte Woche in Mexiko war gemächlicher Natur. Ich genoß die letzten Stunden, das traditionelle Essen, das Lachen und die Sonne, sobald der dreckige Himmel von Mexiko-Stadt sie für einige Stunden freigab. Doch das Wichtigste in dieser Woche war für mich das Abschied nehmen.

Mein ganzes weltwärts-Jahr war von Abschieden geprägt, doch diesmal – anders als zuvor – war es mein eigener. Ich habe eine große Party gegeben, um mich von all den Menschen verabschieden zu können, die ich hier kennengelernt habe. Es war lustig und viele waren da. Doch danach bestanden meine Kollegen auf einem Abschiedsfrühstück im Büro. Dort traf ich einzelne Freunde und zuletzt ehemalige Kollegen. Das war anstrengend und schön zugleich, da es mir gezeigt hat, wie viele tolle Menschen ich in diesem Jahr getroffen habe.

Dennoch lehnte ich ab, als man ein Begleitungskomitee zum Flughafen zusammenstellte. Eine Freundin brachte mich hin. Das Einchecken, die Gepäckabgabe und der Flug liefen reibungslos. Als ich 14 Stunden später aus dem Hamburger Gate wankte, erwarteten mich bereits mein Bruder und zahlreiche Freunde aus Schul- und Studienzeit. Zusammen gingen wir in einen Biergarten und tranken auf das Wiedersehen.

Ich wollte keinen großen Abschied, doch ein großes Wiedersehen. Mexiko war schön, Deutschland ist es aber auch – auf seine ganz eigene Art. Ich freue mich, wieder hier zu sein und stürze mich nun voller Elan auf mein nächstes Projekt: den Masterabschluss!

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  08.10.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
08.10.2013