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Mein Freiwilliges Jahr

Six Flags

Ich kann fast noch das Vibrieren meiner Beine spüren und die Kälte vom „Wilden Fluss“. Mit einer Freundin und einem ihrer Studiengefährten waren wir im Six Flags, dem größten Spaß- und Erlebnispark von Lateinamerika. Wenngleich mich so kommerzielle Parks normalerweise nicht sonderlich anziehen, war es gewissermaßen ein „Muss“, und ich mag es wirklich sehr, Achterbahn zu fahren.

Im Six Flags hat jedes Gerät seinen eigenen Namen. Vom Batman gingen wir zum Superman, zum Bumerang und zum Joker. Als ich in ein Riesenrad wollte (auch mit einem Riesennamen), rollten meine beiden Begleiter nur mit den Augen: „Viel zu normal!“, gaben meiner Bitte dann aber doch nach. Das „Rad des Schicksal“ erschien ihnen zwischen den ganzen Achterbahnen nicht sonderlich attraktiv, jedenfalls bis zu dem Moment, in dem wir uns im Wagon schwungvoll um die eigene Achse drehten.

Früher hat in diesem Park, der in den 1980er Jahren unter dem Namen „Königreich der Abenteuer“ gegründet wurde, sogar der berühmte Orca Free Willy gelebt, bis Tierschützer versuchten, ihn in die Wildnis zurückzuführen. Auch heute gibt es noch Tier-Shows, wobei die Tiere allerdings ein bisschen kleiner sind, obwohl eine artgerechte Haltung sicherlich anders aussieht.

Zumindest die Fahrgeschäfte waren klasse und dank des regelmäßigen Regens war der Park relativ leer und wir konnten ohne große Wartezeiten nach Super X gleich Super Y fahren.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  04.09.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
04.09.2013

Mein Freiwilliges Jahr

Metrogeschichten

Die Metro ist das schnellste und übersichtlichste Verkehrsmittel der Stadt, doch in der Rush Hour wohl auch eines der überfülltesten. Zum Glück gibt es zu dieser Stunde eine Trennung zwischen Frauen- und Männerwagons, so ist der enge Körperkontakt nicht ganz so unangenehm. Denn zur Spitzenzeit drängen sich die Menschen dicht an dicht in die U-Bahn und schaffen es auch noch auf minimalen Raum sich in den Wagon zu quetschen. Vor der Einführung der Geschlechtertrennung kam es während der Höchstauslastung vielfach zu sexuellen Belästigungen und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht sonderlich angenehm ist, im falschen Wagon zu landen. Das Gute wiederum an überfüllten Wagons ist, dass es nicht möglich ist, bei plötzlichen Bremsungen umzufallen.

Die Rush Hour ist wirklich ein Erlebnis für sich, und so gibt es auch viele Geschichten über das Metrofahren. Einmal soll eine Frau zwischen all den Menschen und bei voller Fahrt ihr Baby bekommen haben. Ein andermal, als eine Bekannte von mir es einfach nicht schaffte, zwischen den Menschen hindurch zum Ausgang zu gelangen, reichte ihr ein Mann über die Köpfe hinweg seinen Arm und zog sie wie am Lasso aus dem Wagen. Das hätte wohl jedem Beziehungsfilm als romantischer Startpunkt genügt. Einem Freund von mir, der täglich fast zwei Stunden zur Uni zurücklegt, passierte es, dass er seinen Lernhefter aus Versehen fallen ließ. An bücken und aufheben war nicht zu denken, da die Personen im Wagen viel zu dicht standen, und so wurde es zum echten Teamwork mit den anderen Fahrgästen, um den Hefter wieder hoch zu bugsieren.

Es sind diese komischen Momente, an die ich denken muss, wenn ich wieder einmal alle Rundungen meiner Mitreisenden zu spüren bekomme. Dann beginne ich trotz der Enge in der Metro heimlich zu schmunzeln.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  02.09.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
02.09.2013

Mein Freiwilliges Jahr

Glückssaft mit Orangen

Seit ein oder zwei Monaten treffe ich mich einmal die Woche mit einer Freundin vom Freiwilligendienst, um in der Nähe unserer Arbeit frühstücken zu gehen.

Ich liebe diese Frühstückstradition! Wenn ich alleine bin, nehme ich mir nie so viel Zeit für die morgendliche Nahrungsaufnahme, habe nur trockenes Müsli im Haus oder esse meine Banane zwischen Tür und Angel – doch bei diesen gemütlichen Treffen zelebrieren wir das Frühstück regelrecht und die Zeit vergeht wie im Flug. Zudem gibt es viele schöne Restaurants rund um unser Büro und so probieren wir immer wieder neue Angebote aus.

Mein Lieblingsgericht sind derzeit Enchiladas mit Käse. Das sind Maistortillas, die mit einem zart-saftigen Käse gefüllt sind und in grüner oder roter Salsa fast ertränkt werden. Mitunter wird zum Nachtisch Obst serviert und zum Essen gibt es frischgepressten Orangensaft, außerdem reichlich Kaffee. Ein anderes traditionelles Gericht sind Eier, Bohnen und Tortillas oder Tomatenreis mit Salsa. Auch die Obstsalate mit Müsli schmecken toll – ach, am liebsten würde ich noch viel öfter frühstücken gehen, denn so startet man so wunderbar in den Tag!

Als ich neulich dann auch noch in einer Studie über Faktoren, die das Lebensglück fördern, lesen konnte, dass häufiges Essengehen dazu beträgt, hat mich das wenig überrascht und in dem Vorhaben bestätigt, die letzten Tage in Mexiko mit Glückssaft und Orangen zu füllen.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  15.08.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
15.08.2013