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Mein Freiwilliges Jahr

Australien — Einreisebestimmungen

Da habe ich ein halbes Jahr gesammeltes Treibholz, Steine, Muscheln und sonstige Schätze mit mir rumgetragen, um dann zu erfahren, dass ich diese nicht nach Australien einführen darf. Teile von Pflanzen und Tieren sind nicht gestattet. Auch Nahrungsmittel sind verboten. So musste ich schweren Herzens einen Großteil meiner Sammlung wegwerfen. Im Flieger nach Australien kreuzte ich brav an, was ich noch behalten hatte und was war dann? Niemand wollte sehen, was ich dabei hatte!

Vielleicht war es aber auch ganz gut, dass ich nicht alles mitnehmen konnte, denn mein Rucksack platze auch so aus allen Nähten. Mit zwölf Kilogramm war ich gestartet, mit 21 Kilo kam ich zurück. Aber ich konnte doch meine zusammengesuchten Bücher nicht dort lassen! Mit jedem verband ich einen bestimmten Ort, eine bestimmte Stimmung.

Ein Tipp, der mir gegeben wurde und der sich bezahlt macht, ist übrigens, den Rucksack nicht umzupacken. Einmal umgeräumt, sucht man immer. Man glaubt es nicht, aber das Suchen von Dingen gehörte fast schon zum Alltag – obwohl wir ja wirklich nicht viel dabei hatten!

Mein Gepäck wollte also niemand sehen, dafür schien ich selbst umso verdächtiger zu wirken, denn als wir den Flughafen in Sydney betreten wollten, wurde ich grob zur Seite genommen und genötigt, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben, um dann ausführlich auf Sprengstoff untersucht zu werden. Die andere Person, die untersucht wurde, war ein grimmig dreinblickender bärtiger Herr – ich sollte mir Gedanken um mein Erscheinungsbild machen…

Immerhin wollte in Australien niemand – wie bei der Ankunft in Neuseeland – unsere Schuhe auf Samen kontrollieren. Wobei so eine professionelle Schuhreinigung ja eigentlich gar nicht mal so schlecht ist!

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  15.06.2012
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
15.06.2012

Mein Freiwilliges Jahr

Das liebe Geld

Wer sich fragt, ob es aus finanziellen Gründen ratsam ist Neuseeland zu bereisen, dem möchte ich hier einen kleinen Überblick verschaffen.

Alles fängt mit dem „Work and Holiday Visum“ an, das 95 Euro kostet. Gegebenenfalls lohnt sich auch die Mitgliedschaft in einer Organisation (beispielsweise WWOOF, 25 Euro), auf jeden Fall aber sollte man eine Auslandskrankenversicherung abschließen (288 Euro) sowie ein Flugticket für Hin- und Rückflug (etwa 1.500 Euro) kaufen und eine Reiserücktrittsversicherung (37 Euro) schadet auch nicht. Dann kommt die Ausrüstung: Ein großer Rucksack (etwa 100 bis 200 Euro), ein kleiner Rucksack, ein Schlafsack (auch für die Hostels) und Wanderschuhe (100 Euro). Zuerst wollte ich mich weigern, so hässliche, über die Knöchel reichende Wanderschuhe zu kaufen. Im Nachhinein muss ich zugeben: Es war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Vor Ort besorgt man sich dann ein neuseeländisches Handy (18 Euro), wird Mitglied bei einer Hostelgruppe (zum Beispiel BBH, 25 Euro) und kauft sich ein Ticket für ein Fortbewegungsmittel. Außerdem hat man natürlich auch laufende Kosten.

Wer Geld verdienen will, muss eine Steuernummer (IRD Number) beantragen und sollte ein neuseeländisches Konto eröffnen. Allerdings hörten wir, dass man in Neuseeland nicht wirklich Geld machen kann. Aber wir sind auch echt gut nur mit wwoofen hingekommen. Eine Woche wwoofen, eine Woche rumreisen. Ich dachte mir: Arbeiten und an einem Ort festsitzen kann ich daheim immer noch.

Um mir das Ganze zu finanzieren, habe ich nach dem Abitur drei Monate lang in einer Fabrik gearbeitet und nach meiner Rückkehr Nachhilfe gegeben, Flyer ausgeteilt, beim Bäcker ausgeholfen und schreibe diesen Blog. Zusätzlich zu den Stellenanzeigen in der Zeitung findet man Nebenjobs übrigens auch auf der Homepage der Jobbörse der Bundeagentur für Arbeit: http://jobboerse.arbeitsagentur.de/.

Ihr seht: Billig ist so eine Reise nicht, aber sie macht sich auf jeden Fall bezahlt! Also, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt, dann schmeißt euch in eure über die Knöchel reichenden Wanderstiefel und los geht’s!

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  05.10.2011
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
05.10.2011

Mein Freiwilliges Jahr

Gastfamilie oder Freiwilligen-WG?

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas entmutigend, doch ich denke, dass es wichtig ist, dass man gut vorbereitet ins Ausland geht, sei es privat oder mit einer Organisation, und sich durchaus darüber im Klaren ist, dass nicht immer alles reibungslos verlaufen wird. Außerdem denke ich, ist sehr wichtig, dass man sich sowohl über die Kultur als auch über das Land an sich gut informiert. So würde ich jedem, der ein FSJ im Ausland macht, empfehlen, sich über die politische Situation zu informieren, Bücher aus dem entsprechenden Land zu lesen, sich (wenn möglich) mit Leuten, aus dem jeweiligen Land zu treffen und – wie ich finde, ganz wichtig – sich wenigstens die Grundkenntnisse der Amtssprache anzueignen.

Ein Junge aus der Klasse fragte mich, was ich ihm denn empfehlen würde: in einer Gastfamilie zu wohnen oder zusammen mit anderen Freiwilligen. Ich persönlich würde immer wieder in einer Gastfamilie wohnen wollen. Für mich überwogen klar die Vorteile. Natürlich muss man sich auch an die Regeln der Familie halten, gerät vielleicht auch hinein in familiäre Konflikte und besitzt nicht die Freiheiten, die man hat, wenn man mit anderen Freiwilligen in einer WG wohnt, doch glaube ich, dass man auf diese Art und Weise viel tiefer in die Kultur eintauchen kann und viel mehr über das Land und seine Leute erfährt. Wenn man hingegen mit anderen Deutschen zusammenwohnt, besteht die Gefahr, sehr unter sich zu bleiben und es ist oft schwieriger, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Doch ist das meine persönliche Meinung. Im Endeffekt muss das jeder für sich entscheiden.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  22.08.2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
22.08.2011