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Mein Freiwilliges Jahr

Das liebe Geld

Wer sich fragt, ob es aus finanziellen Gründen ratsam ist Neuseeland zu bereisen, dem möchte ich hier einen kleinen Überblick verschaffen.

Alles fängt mit dem „Work and Holiday Visum“ an, das 95 Euro kostet. Gegebenenfalls lohnt sich auch die Mitgliedschaft in einer Organisation (beispielsweise WWOOF, 25 Euro), auf jeden Fall aber sollte man eine Auslandskrankenversicherung abschließen (288 Euro) sowie ein Flugticket für Hin- und Rückflug (etwa 1.500 Euro) kaufen und eine Reiserücktrittsversicherung (37 Euro) schadet auch nicht. Dann kommt die Ausrüstung: Ein großer Rucksack (etwa 100 bis 200 Euro), ein kleiner Rucksack, ein Schlafsack (auch für die Hostels) und Wanderschuhe (100 Euro). Zuerst wollte ich mich weigern, so hässliche, über die Knöchel reichende Wanderschuhe zu kaufen. Im Nachhinein muss ich zugeben: Es war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Vor Ort besorgt man sich dann ein neuseeländisches Handy (18 Euro), wird Mitglied bei einer Hostelgruppe (zum Beispiel BBH, 25 Euro) und kauft sich ein Ticket für ein Fortbewegungsmittel. Außerdem hat man natürlich auch laufende Kosten.

Wer Geld verdienen will, muss eine Steuernummer (IRD Number) beantragen und sollte ein neuseeländisches Konto eröffnen. Allerdings hörten wir, dass man in Neuseeland nicht wirklich Geld machen kann. Aber wir sind auch echt gut nur mit wwoofen hingekommen. Eine Woche wwoofen, eine Woche rumreisen. Ich dachte mir: Arbeiten und an einem Ort festsitzen kann ich daheim immer noch.

Um mir das Ganze zu finanzieren, habe ich nach dem Abitur drei Monate lang in einer Fabrik gearbeitet und nach meiner Rückkehr Nachhilfe gegeben, Flyer ausgeteilt, beim Bäcker ausgeholfen und schreibe diesen Blog. Zusätzlich zu den Stellenanzeigen in der Zeitung findet man Nebenjobs übrigens auch auf der Homepage der Jobbörse der Bundeagentur für Arbeit: http://jobboerse.arbeitsagentur.de/.

Ihr seht: Billig ist so eine Reise nicht, aber sie macht sich auf jeden Fall bezahlt! Also, wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt, dann schmeißt euch in eure über die Knöchel reichenden Wanderstiefel und los geht’s!

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  05.10.2011
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
05.10.2011

Mein Freiwilliges Jahr

Gastfamilie oder Freiwilligen-WG?

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas entmutigend, doch ich denke, dass es wichtig ist, dass man gut vorbereitet ins Ausland geht, sei es privat oder mit einer Organisation, und sich durchaus darüber im Klaren ist, dass nicht immer alles reibungslos verlaufen wird. Außerdem denke ich, ist sehr wichtig, dass man sich sowohl über die Kultur als auch über das Land an sich gut informiert. So würde ich jedem, der ein FSJ im Ausland macht, empfehlen, sich über die politische Situation zu informieren, Bücher aus dem entsprechenden Land zu lesen, sich (wenn möglich) mit Leuten, aus dem jeweiligen Land zu treffen und – wie ich finde, ganz wichtig – sich wenigstens die Grundkenntnisse der Amtssprache anzueignen.

Ein Junge aus der Klasse fragte mich, was ich ihm denn empfehlen würde: in einer Gastfamilie zu wohnen oder zusammen mit anderen Freiwilligen. Ich persönlich würde immer wieder in einer Gastfamilie wohnen wollen. Für mich überwogen klar die Vorteile. Natürlich muss man sich auch an die Regeln der Familie halten, gerät vielleicht auch hinein in familiäre Konflikte und besitzt nicht die Freiheiten, die man hat, wenn man mit anderen Freiwilligen in einer WG wohnt, doch glaube ich, dass man auf diese Art und Weise viel tiefer in die Kultur eintauchen kann und viel mehr über das Land und seine Leute erfährt. Wenn man hingegen mit anderen Deutschen zusammenwohnt, besteht die Gefahr, sehr unter sich zu bleiben und es ist oft schwieriger, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Doch ist das meine persönliche Meinung. Im Endeffekt muss das jeder für sich entscheiden.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  22.08.2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
22.08.2011

Mein Freiwilliges Jahr

Welche Art von FSJ?

Ich war noch immer in der Schule und erklärte, wie ich mein FSJ organisiert habe. Als mich eine Schülerin fragte, ob ich im Nachhinein meine Entscheidung bereuen würde und jetzt lieber mit einer Organisation ins Ausland gegangen wäre, antwortete ich ihr: Nein. Das sollte aber auch nicht heißen, dass ich ihr davon abraten würde, mit „weltwärts“ oder einem anderen Programm einen Freiwilligendienst zu leisten.

Es war einfach nur so, dass es für mich genau gepasst hatte, wie mein FSJ abgelaufen war und es durchaus auch Vorteile hat, seinen Freiwilligendienst privat zu organisieren. So ist man flexibler, kann seine Arbeitszeiten und seinen Einsatzort frei wählen. Wenn man merkt, dass etwas nicht funktioniert, hat man die Möglichkeit, in Absprache mit den Leuten vor Ort, sich eine neue Arbeit zu suchen. Außerdem hatte ich viel Glück mit Luis Orozco gehabt, da er wirklich ein zuverlässiger Ansprechpartner und Betreuer war, der mir eine Gastfamilie gesucht und mich das ganze Jahr über unterstützt hatte. Wenn ich ihn nicht kennen gelernt hätte, dann wäre alles sicher auch noch einmal ganz anders verlaufen.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  16.08.2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
16.08.2011