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Freiwilligendienst im Ausland

Zurück nach Deutschland

Es war vermutlich ganz gut, dass mein Rückflug nach Deutschland mit einer Menge Trubel verbunden war: Ich wollte einen Wanderrucksack mit angeschnalltem Schlafsack als Sondergepäck abgeben, mein Handgepäckkoffer war viel zu groß und das Flugzeug hatte zwei Stunden Verspätung. So blieb mir nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, dass ich mich schon auf dem Rückweg befand.
In Deutschland angekommen fühlte ich mich jedoch überraschend gut: Ich war erschöpft vom Kommunizieren in Fremdsprachen, vom Reisen, den vielen Begegnungen und Eindrücken und freute mich auf eine entspannte Zeit. Als ich über Weihnachten zu Hause war, hatte ich dieses Deutschland, in dem niemand mich mit Küsschen auf beide Wangen begrüßte und es um 16 Uhr plötzlich schon dunkel wurde, total gehasst. Jetzt war ich froh, wieder hier zu sein – vermutlich weil ich glücklicherweise schon eine Perspektive für die Zeit nach meinem Freiwilligendienst habe: das Studium! Beworben hatte ich mich schon von Spanien aus, doch jetzt begann das große Zittern, ob ich eine Zusage bekam.
Trotz der Freude zog ich mich in den ersten Tagen zurück und wollte mich so wenig wie möglich mit dem Thema Spanien auseinandersetzen. Erst nach einigen Tagen war ich bereit, mehr darüber zu erzählen, und habe mir fest vorgenommen, all die tollen Erinnerungsfotos entwickeln zu lassen und einen Ordner mit meinen Reisetickets, Blogeinträgen und mehr anzulegen.
Schlau war wohl auch, dass ich für fünf Tage nach meiner Rückkehr gleich eine Berlinfahrt gebucht und somit für jede Menge Ablenkung gesorgt hatte. Ich kann es auf gar keinen Fall leugnen: Ich hatte eine tolle Zeit in Spanien, freue mich jetzt aber auf neue Herausforderungen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  22.02.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
22.02.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Von Madrid nach Barcelona

Als ich Madrid verließ, war es früh am Morgen. Ich war mit einem Koffer und zwei Rucksäcken bepackt und konnte kaum glauben, dass mein Jahr hier schon zu Ende sein sollte. Ich wollte jedoch nicht direkt von Madrid nach Deutschland fliegen: Zum einen hatte ich das Gefühl, noch etwas Zeit zu brauchen, um mit all dem abschließen zu können. Zum anderen hatte ich noch ein letztes Reiseziel, das ich in meinem Spanienjahr auf gar keinen Fall verpassen wollte: Barcelona!
In Barcelona wurde mir erst richtig bewusst, dass ich so schnell nicht nach Madrid zurückkehren werde. Das machte mich wirklich traurig. Die Stadt, das Hostel, alles erschien mir am ersten Tag zuerst einmal schrecklich, so sehr hatte ich plötzlich Heimweh nach Madrid. Ich hatte zwar viel darüber nachgedacht, wie es sein würde, wenn der Freiwilligendienst zu Ende geht, wirklich realisiert hatte ich es aber noch nicht . In Barcelona ging es mit dem Realisieren dann plötzlich ganz schnell – und ich fühlte mich elend dabei.
Glücklicherweise ging es mir am nächsten Morgen schon besser. Ich hatte Glück und einige wirklich nette Engländer, Amerikaner und Mexikaner auf meinem Zimmer, mit denen ich auch mal am Morgen Yoga auf der Dachterrasse machen oder abends noch einen Cocktail trinken gehen konnte. Ansonsten gestaltete ich meinen Aufenthalt in Barcelona so entspannt wie möglich. Ohnehin hatte ich in Spanien erst gelernt, wie wunderschön es sein kann, einfach durch die Straßen einer Großstadt zu laufen und sich ein eigenes Bild zu machen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  14.02.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
14.02.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Abschiede und 45 Grad

Madrid, meine Wahlheimat während meines Freiwilligendienstes, kennt in Sachen Wetter nur Extreme: In den Bergen rund um Madrid kann man im Winter gut Ski fahren, im Sommer wird es sehr heiß. Als ich zum ersten Mal mit Freunden eine Nacht in Shorts und T-Shirt draußen verbringen konnte, war ich begeistert – doch die Temperaturen stiegen immer weiter. Mit einer Freundin fuhr ich nach Pardo, einer Gegend ganz in der Nähe, und als wir an der Bushaltestelle ausstiegen, zeigte die Temperaturanzeige 45 Grad an! Für mich begann damit eine Woche mit Nächten, in denen ich kaum noch schlafen konnte, weil unsere Wohnung keine Klimaanlage hatte. Auch tagsüber alles abzudunkeln brachte nichts.
Diese Woche war jedoch nicht einfach nur brütend heiß, es war auch meine letzte Woche in Madrid. Damit standen jede Menge Abschiede an – von den Menschen, mit denen ich das Jahr über zusammen gearbeitet hatte, von neuen Freunden aus Madrid, von den Freiwilligen, die mit mir ihren European Volunteer Service (EVS) machten. Ehrlicherweise ging mir dabei die typisch spanische Art bald auf die Nerven, mit der mir Menschen, von denen ich nicht mal eine Handynummer hatte, gleich anboten, dass ich doch bei ihnen übernachten könnte, wenn ich Madrid einmal besuchen wollte – wie sollte ich denn den Menschen, die ich wirklich lieb gewonnen hatte, sagen, dass sie bei mir in den kommenden Jahren jederzeit willkommen sein würden, wenn das hier mehr als leere Floskel gilt? Dennoch war es ein gelungener Abschied von Madrid – mit viel Freude auf alles Neue, auch der ein oder anderen Träne, aber ganz vielen tollen Erinnerungen!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  10.02.2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
10.02.2017