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Freiwilligendienst im Ausland

Das Uni-Jahr geht zu Ende

Die Stiftung, bei der ich während meines Freiwilligendienstes in Spanien arbeite und die in einer Kooperation mit der Universidad Autónoma de Madrid Schülern mit geistiger Behinderung die Türen an eine Universität öffnet, veranstaltet jedes Jahr eine große Abschlussfeier, bei der auch die europäischen Freiwilligen dabei sein dürfen. Für mich begann der Morgen am Tag der Abschlussfeier zuerst einmal mit viel Trubel: Ich war erst am Abend zuvor von einem Urlaubswochenende zurückgekommen – und das zum ersten Mal während meines Spanienjahres mit ordentlich Sonnenbrand. Daher musste eine Bluse her, die einen so hohen Kragen hat, dass sie auf meinem Schlüsselbein die Grenze zwischen blasser und knallroter Haut versteckte, und dann musste ich ein Make-up finden, das auch im Gesicht den Sonnenbrand abdeckte.
In der Woche davor hatten wir eine Rede verfasst, die wir vor den Schülern, ihren Familien, den Stiftungsmitgliedern und allen anderen Anwesenden halten sollten, wofür wir im Vorfeld natürlich fleißig geübt hatten. Für uns war die Abschlussfeier der letzte Tag, an dem wir die Schüler, die wir nun ein Jahr lang viermal pro Woche gesehen hatten, trafen und die Rede war somit eine Möglichkeit, uns noch einmal bei allen zu bedanken. Als ich zum ersten Mal vor so vielen Menschen Spanisch sprechen musste, war ich ganz schön nervös, dafür aber auch umso stolzer auf unsere Schüler und ihre Abschlüsse. Auch wenn im Verlauf des Abends noch die eine oder andere Träne verdrückt wurde (immerhin war es der letzte offizielle Arbeitstag für mich), war es dennoch ein Tag, den ich wohl immer in guter Erinnerung behalten werde!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  12.01.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Letzter Besuch und Vorstellungsgespräche

Nachdem ich in den ersten vier Monaten meines neunmonatigen Freiwilligendienstes noch gar keinen Besuch hatte, kamen im vorletzten Monat fast ständig Freunde. Die Vorfreude war groß, doch auf die Ankunft des letzten Besuchs folgte die Feststellung, dass mir nicht mehr allzu viel Zeit meines Freiwilligendienstes bleibt. Egal: Zuerst einmal durfte ich mit einer langjährigen Freundin wunderschöne und total entspannte Tage in Sushibars, Museen, Parks und mehr verbringen. Madrid wurde zum Wohnen gemacht, nicht zum Besuchen, sage ich gerne, weil das Leben in der Großstadt wirklich schön ist, vielleicht auch gerade, weil sie durch die fehlende Anbindung ans Meer keine ausschließliche Touristenstadt ist. Habe ich Besuch, ist es dennoch spannend, was mir einfällt, das ich selbst noch erkunden will oder Freunden gerne zeigen möchte!
Mit dem Gedanken an das Jahr 2017 standen für mich auch bald die ersten Bewerbungsgespräche an – via Skype. Zum einen stellte ich mich so bei einer Stiftung vor, die Studierende als Nebenjobber einstellt und die ich interessant fand, zum anderen forderte eine der Universitäten, bei denen ich mich bewarb, ein Auswahlgespräch. Da ich mich 2015 während der Abiphase nur bei Freiwilligendiensten im Ausland beworben hatte, könnte man meinen, dass ich genug Erfahrung mit derartigen Bewerbungsgesprächen hätte – so war es aber nicht. Stattdessen hatte ich Gespräche, bei denen eine Laptopkamera streikte, sowie eins, bei dem mein Gegenüber ein so schlechtes Bild hatte, dass er die Kamera lieber ganz ausschaltete. Skypen hat Vor- und Nachteile: Der Eindruck ist nicht so stark wie bei einem Bewerbungsgespräch vor Ort, bei einem solchen kann man hingegen nicht von seinem Lebenslauf ablesen, der zufällig hinter dem Laptop an der Wand hängt und daher für den Gesprächspartner nicht sichtbar ist – auch das kann ein Vorteil von Auslandserfahrung sein!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  03.01.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
03.01.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Auf Abschlussfahrt

Die Schüler der Stiftung, bei der ich meinen Freiwilligendienst absolviere und die jungen Menschen mit Behinderung die Türen zu einer Universität öffnet, fahren jedes Jahr gemeinsam auf Abschlussfahrt – und die Freiwilligen dürfen mitkommen!
Für mich und die anderen Freiwilligen bedeutete das Arbeit und Urlaub auf einmal: Zwar betreuten wir die Schüler eine Woche lang 24 Stunden am Tag und mussten dabei auch so einige Konflikte lösen. Auf der anderen Seite waren wir jedoch in einem wirklich schönen Hotel an der Costa Brava untergebracht, bekamen Rundumverpflegung und genossen die Zeit am Pool, am Strand und während unseres Ausflugs nach Port Aventura, dem größten spanischen Freizeitpark.
Vor allem war es toll, unsere Schüler noch einmal in einem anderen Umfeld als im Unterricht kennenzulernen. Während sich einige von ihnen in mit zahlreichen Loopings versehene Achterbahnen setzten, hielt ich eher zu denen, die nicht ganz so viel Mut aufbrachten. Aber auch wir entdeckten einige Attraktionen für uns. Außerdem hatte die kleine Stadt, in der wir auf Abschlussfahrt waren, eine tolle Burg zu bieten, die wir besichtigten und auf der wir das Spiel des „amigo invisible“ spielten, also des unsichtbaren Freundes: Hierbei zieht jeder einen Zettel, mit dem Namen eines Menschen darauf, für den er dann für einen festen Betrag von wenigen Euro ein kleines Geschenk kaufen soll. Bei der Übergabe weiß der Beschenkte jedoch nicht, von wem das Geschenk kommt, und muss seinen unsichtbaren Freund erraten. Ich durfte mich über eine Schneekugel und eine Postkarte mit dem Bild des Urlaubsorts freuen durfte. Als wir nach einer Woche wieder zuhause in Madrid waren, fiel ich todmüde ins Bett – so eine Woche ist dann doch wirklich anstrengend.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  23.12.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
23.12.2016