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Freiwilligendienst im Ausland

Ab in den Norden

Für meine letzten Reisen während meines Freiwilligendienstes in Spanien hatte ich mir ein Ziel gesetzt: Ich wollte unbedingt in den Norden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Tickets für Portugal und Barcelona schon gebucht, in Andalusien und der Comunidad Valenciana war ich schon mehrmals gewesen, rund um Madrid hatten wir sowieso einige Ausflüge gemacht. Was fehlte also noch? Genau, der Norden, denn auch wenn es Touristen oft ganz typisch in den wärmeren Süden zieht, hatte ich in Spanien unheimlich viel Gutes über die Natur und die Landschaft dort oben gehört!
Eher zufällig und aus organisatorischen Gründen fiel die Wahl auf Gijón, eine eher kleinere Stadt, die ich an diesem Wochenende aber lieben lernen würde! Meine französische Projektpartnerin hatte mich zuvor immer vorgewarnt, der Norden ähnele vielleicht zu sehr Frankreich oder Deutschland, während der Süden eher dem Klischee von Spanien entspricht – begeistert war ich aber so oder so. Den letzten Tag nutzte ich dazu, einige Stunden lang an der Küste herunterzulaufen, und war fasziniert von dem tollen Ausblick aufs Meer und dem vielen Grün entlang der Küste.
Nur eins vergaß ich bei so viel Begeisterung glatt: Spanien ist generell ein warmes Land und auch im Norden kann die Sonne sehr stark sein, auch wenn man nicht gleich in Andalusien ist. Sonnencreme hatte ich für dieses Wochenende für unnötig gehalten und als ich am Samstagabend im Bus saß, um die knapp fünf Stunden Fahrt nach Madrid anzutreten, wurde mir zuerst schwindelig und dann bekam ich Kopfschmerzen. Als ich zu Hause ankam und in einen Spiegel blickte, wurde mir auch schnell klar warum: Hatte ich in meinem ganzen Spanienjahr bis dahin noch keinen Sonnenbrand gehabt, war meine Haut nun krebsrot. Die Lektion, die ich daraus lernte: In Spanien scheint auch im Norden kräftig die Sonne!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  20.01.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Das Uni-Jahr geht zu Ende

Die Stiftung, bei der ich während meines Freiwilligendienstes in Spanien arbeite und die in einer Kooperation mit der Universidad Autónoma de Madrid Schülern mit geistiger Behinderung die Türen an eine Universität öffnet, veranstaltet jedes Jahr eine große Abschlussfeier, bei der auch die europäischen Freiwilligen dabei sein dürfen. Für mich begann der Morgen am Tag der Abschlussfeier zuerst einmal mit viel Trubel: Ich war erst am Abend zuvor von einem Urlaubswochenende zurückgekommen – und das zum ersten Mal während meines Spanienjahres mit ordentlich Sonnenbrand. Daher musste eine Bluse her, die einen so hohen Kragen hat, dass sie auf meinem Schlüsselbein die Grenze zwischen blasser und knallroter Haut versteckte, und dann musste ich ein Make-up finden, das auch im Gesicht den Sonnenbrand abdeckte.
In der Woche davor hatten wir eine Rede verfasst, die wir vor den Schülern, ihren Familien, den Stiftungsmitgliedern und allen anderen Anwesenden halten sollten, wofür wir im Vorfeld natürlich fleißig geübt hatten. Für uns war die Abschlussfeier der letzte Tag, an dem wir die Schüler, die wir nun ein Jahr lang viermal pro Woche gesehen hatten, trafen und die Rede war somit eine Möglichkeit, uns noch einmal bei allen zu bedanken. Als ich zum ersten Mal vor so vielen Menschen Spanisch sprechen musste, war ich ganz schön nervös, dafür aber auch umso stolzer auf unsere Schüler und ihre Abschlüsse. Auch wenn im Verlauf des Abends noch die eine oder andere Träne verdrückt wurde (immerhin war es der letzte offizielle Arbeitstag für mich), war es dennoch ein Tag, den ich wohl immer in guter Erinnerung behalten werde!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  12.01.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Letzter Besuch und Vorstellungsgespräche

Nachdem ich in den ersten vier Monaten meines neunmonatigen Freiwilligendienstes noch gar keinen Besuch hatte, kamen im vorletzten Monat fast ständig Freunde. Die Vorfreude war groß, doch auf die Ankunft des letzten Besuchs folgte die Feststellung, dass mir nicht mehr allzu viel Zeit meines Freiwilligendienstes bleibt. Egal: Zuerst einmal durfte ich mit einer langjährigen Freundin wunderschöne und total entspannte Tage in Sushibars, Museen, Parks und mehr verbringen. Madrid wurde zum Wohnen gemacht, nicht zum Besuchen, sage ich gerne, weil das Leben in der Großstadt wirklich schön ist, vielleicht auch gerade, weil sie durch die fehlende Anbindung ans Meer keine ausschließliche Touristenstadt ist. Habe ich Besuch, ist es dennoch spannend, was mir einfällt, das ich selbst noch erkunden will oder Freunden gerne zeigen möchte!
Mit dem Gedanken an das Jahr 2017 standen für mich auch bald die ersten Bewerbungsgespräche an – via Skype. Zum einen stellte ich mich so bei einer Stiftung vor, die Studierende als Nebenjobber einstellt und die ich interessant fand, zum anderen forderte eine der Universitäten, bei denen ich mich bewarb, ein Auswahlgespräch. Da ich mich 2015 während der Abiphase nur bei Freiwilligendiensten im Ausland beworben hatte, könnte man meinen, dass ich genug Erfahrung mit derartigen Bewerbungsgesprächen hätte – so war es aber nicht. Stattdessen hatte ich Gespräche, bei denen eine Laptopkamera streikte, sowie eins, bei dem mein Gegenüber ein so schlechtes Bild hatte, dass er die Kamera lieber ganz ausschaltete. Skypen hat Vor- und Nachteile: Der Eindruck ist nicht so stark wie bei einem Bewerbungsgespräch vor Ort, bei einem solchen kann man hingegen nicht von seinem Lebenslauf ablesen, der zufällig hinter dem Laptop an der Wand hängt und daher für den Gesprächspartner nicht sichtbar ist – auch das kann ein Vorteil von Auslandserfahrung sein!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  03.01.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
03.01.2017