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Freiwilligendienst im Ausland

Letzter Besuch und Vorstellungsgespräche

Nachdem ich in den ersten vier Monaten meines neunmonatigen Freiwilligendienstes noch gar keinen Besuch hatte, kamen im vorletzten Monat fast ständig Freunde. Die Vorfreude war groß, doch auf die Ankunft des letzten Besuchs folgte die Feststellung, dass mir nicht mehr allzu viel Zeit meines Freiwilligendienstes bleibt. Egal: Zuerst einmal durfte ich mit einer langjährigen Freundin wunderschöne und total entspannte Tage in Sushibars, Museen, Parks und mehr verbringen. Madrid wurde zum Wohnen gemacht, nicht zum Besuchen, sage ich gerne, weil das Leben in der Großstadt wirklich schön ist, vielleicht auch gerade, weil sie durch die fehlende Anbindung ans Meer keine ausschließliche Touristenstadt ist. Habe ich Besuch, ist es dennoch spannend, was mir einfällt, das ich selbst noch erkunden will oder Freunden gerne zeigen möchte!
Mit dem Gedanken an das Jahr 2017 standen für mich auch bald die ersten Bewerbungsgespräche an – via Skype. Zum einen stellte ich mich so bei einer Stiftung vor, die Studierende als Nebenjobber einstellt und die ich interessant fand, zum anderen forderte eine der Universitäten, bei denen ich mich bewarb, ein Auswahlgespräch. Da ich mich 2015 während der Abiphase nur bei Freiwilligendiensten im Ausland beworben hatte, könnte man meinen, dass ich genug Erfahrung mit derartigen Bewerbungsgesprächen hätte – so war es aber nicht. Stattdessen hatte ich Gespräche, bei denen eine Laptopkamera streikte, sowie eins, bei dem mein Gegenüber ein so schlechtes Bild hatte, dass er die Kamera lieber ganz ausschaltete. Skypen hat Vor- und Nachteile: Der Eindruck ist nicht so stark wie bei einem Bewerbungsgespräch vor Ort, bei einem solchen kann man hingegen nicht von seinem Lebenslauf ablesen, der zufällig hinter dem Laptop an der Wand hängt und daher für den Gesprächspartner nicht sichtbar ist – auch das kann ein Vorteil von Auslandserfahrung sein!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  03.01.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
03.01.2017

Freiwilligendienst im Ausland

Auf Abschlussfahrt

Die Schüler der Stiftung, bei der ich meinen Freiwilligendienst absolviere und die jungen Menschen mit Behinderung die Türen zu einer Universität öffnet, fahren jedes Jahr gemeinsam auf Abschlussfahrt – und die Freiwilligen dürfen mitkommen!
Für mich und die anderen Freiwilligen bedeutete das Arbeit und Urlaub auf einmal: Zwar betreuten wir die Schüler eine Woche lang 24 Stunden am Tag und mussten dabei auch so einige Konflikte lösen. Auf der anderen Seite waren wir jedoch in einem wirklich schönen Hotel an der Costa Brava untergebracht, bekamen Rundumverpflegung und genossen die Zeit am Pool, am Strand und während unseres Ausflugs nach Port Aventura, dem größten spanischen Freizeitpark.
Vor allem war es toll, unsere Schüler noch einmal in einem anderen Umfeld als im Unterricht kennenzulernen. Während sich einige von ihnen in mit zahlreichen Loopings versehene Achterbahnen setzten, hielt ich eher zu denen, die nicht ganz so viel Mut aufbrachten. Aber auch wir entdeckten einige Attraktionen für uns. Außerdem hatte die kleine Stadt, in der wir auf Abschlussfahrt waren, eine tolle Burg zu bieten, die wir besichtigten und auf der wir das Spiel des „amigo invisible“ spielten, also des unsichtbaren Freundes: Hierbei zieht jeder einen Zettel, mit dem Namen eines Menschen darauf, für den er dann für einen festen Betrag von wenigen Euro ein kleines Geschenk kaufen soll. Bei der Übergabe weiß der Beschenkte jedoch nicht, von wem das Geschenk kommt, und muss seinen unsichtbaren Freund erraten. Ich durfte mich über eine Schneekugel und eine Postkarte mit dem Bild des Urlaubsorts freuen durfte. Als wir nach einer Woche wieder zuhause in Madrid waren, fiel ich todmüde ins Bett – so eine Woche ist dann doch wirklich anstrengend.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  23.12.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
23.12.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Letzte Eindrücke aus Madrid

Meine Zeit in Madrid neigte sich allmählich dem Ende zu und ich beschloss, eine Liste mit Dingen anzulegen, die ich in den letzten Wochen unbedingt noch machen wollte – und gleich einige davon abzuarbeiten!
Gemeinsam mit einer Freundin besuchte ich so einmal wieder die Tabacalera, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe: Das leer stehende Haus wurde von Künstlern und Aktivisten besetzt, die dort nun verschiedene Workshops und mehr anbieten. Wir hatten Glück und es gab an diesem Tag ein tolles Theaterstück.
Außerdem hatte ich endlich einmal die Möglichkeit, den Palast zu besuchen. Als ich über Weihnachten zu Hause war, hatten meine Großeltern mich im Spaß gefragt, ob ich eigentlich schon der spanischen Königsfamilie begegnet sei. Aber tatsächlich hatte ich mich mit dem Königshaus noch gar nicht befasst. Als meine Familie zu Besuch kam, hatten meine Mutter und ich uns bereits vorgenommen, den Palast zu besuchen. Doch die Schlange davor war so lang, dass wir es dann letztlich gelassen haben.
Schließlich habe ich dafür einen freien Nachmittag genutzt – und es war wirklich schön! In meinen Monaten zuvor in Madrid hatte ich so viel über die Wirtschaftskrise gehört, über Jugendarbeitslosigkeit und Demonstrationen gegen weitere Änderungen im Bildungssystem. Der Palast zeigte mir Spanien dann einmal von einer wohlhabenderen und prunkvollen Seite – und das hat mein Bild von Spanien noch um einen weiteren und schönen Aspekt ergänzt.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  14.12.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
14.12.2016