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Freiwilligendienst im Ausland

Letzte Eindrücke aus Madrid

Meine Zeit in Madrid neigte sich allmählich dem Ende zu und ich beschloss, eine Liste mit Dingen anzulegen, die ich in den letzten Wochen unbedingt noch machen wollte – und gleich einige davon abzuarbeiten!
Gemeinsam mit einer Freundin besuchte ich so einmal wieder die Tabacalera, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe: Das leer stehende Haus wurde von Künstlern und Aktivisten besetzt, die dort nun verschiedene Workshops und mehr anbieten. Wir hatten Glück und es gab an diesem Tag ein tolles Theaterstück.
Außerdem hatte ich endlich einmal die Möglichkeit, den Palast zu besuchen. Als ich über Weihnachten zu Hause war, hatten meine Großeltern mich im Spaß gefragt, ob ich eigentlich schon der spanischen Königsfamilie begegnet sei. Aber tatsächlich hatte ich mich mit dem Königshaus noch gar nicht befasst. Als meine Familie zu Besuch kam, hatten meine Mutter und ich uns bereits vorgenommen, den Palast zu besuchen. Doch die Schlange davor war so lang, dass wir es dann letztlich gelassen haben.
Schließlich habe ich dafür einen freien Nachmittag genutzt – und es war wirklich schön! In meinen Monaten zuvor in Madrid hatte ich so viel über die Wirtschaftskrise gehört, über Jugendarbeitslosigkeit und Demonstrationen gegen weitere Änderungen im Bildungssystem. Der Palast zeigte mir Spanien dann einmal von einer wohlhabenderen und prunkvollen Seite – und das hat mein Bild von Spanien noch um einen weiteren und schönen Aspekt ergänzt.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  14.12.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
14.12.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Zelten in Toledo

Den vorletzten Monat meines Freiwilligendienstes hatte ich mir schon lange im Voraus mit ziemlich viel Besuch vollgepackt, da noch einige meiner Freunde aus Deutschland nach Spanien kommen wollten. Zu meinem Geburtstag konnte mich eine meiner besten Freundinnen besuchen und wir fuhren nach Toledo.
Toledo ist mein Ausflugstipp für alle, die eine Auszeit von Madrid brauchen: Spaniens Hauptstadt ist zwar wirklich toll, voller Leben und mit ganz vielen Sachen, die man machen kann. Aber wer danach noch eine Stadt sehen möchte, die weniger Großstadtatmosphäre hat und dafür viel typischer nach Spanien aussieht, der sollte nach Toledo fahren. Von Madrid aus erreicht man den Ort in einer knappen Dreiviertelstunde und es fahren zahlreiche Busse, sodass man einen perfekten Tagesausflug von Madrid daraus machen kann.
Wir planten jedoch etwas anderes: Mit Zelt, Isomatten, Schlafsack und Co. fuhren wir nach Toledo, um dort zu zelten. Da unser Campingplatz etwas außerhalb lag, mussten wir zuerst einmal unsere ganze Ausrüstung durch die Hitze tragen, waren aber dennoch wirklich begeistert. Es gibt viele kleine, schmale Straßen und Treppen und eine Stadtmauer, von der man wunderbar über die Wohnsiedlungen schauen kann. Von dort hat man außerdem einen tollen Blick auf die Natur und die Flüsse im Umland.
Nachts im Zelt wurden wir davon geweckt, dass es plötzlich ganz nass war: Im Glauben, dass es eh nicht regnen würde, hatten wir das Moskitonetz offen gelassen – ein Fehler, denn es regnete tatsächlich. Doch am nächsten Tag war das Wetter wieder perfekt und mein Geburtstagswochenende wirklich toll!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  08.12.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
08.12.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Wortkarten für die Westsahara

Einmal in der Woche arbeite ich während meines Freiwilligendienstes im „Oficina de Acción Solidaria y Cooperación“, also im Büro für solidarische Aktionen und Kooperationen, da dort auch mein Tutor arbeitet. Sein Bereich ist für verschiedene Auslandskooperationen wie den Europäischen Freiwilligendienst, den ich mache, oder Projekte in Lateinamerika zuständig, organisiert aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten für Studierende in Madrid.
Immer wieder bekomme ich dabei viel von wirklich interessanten Themen mit – wie auch in dieser Woche: Unser Tutor erzählte davon, wie das Büro in Kooperation mit der Universität Sprachlehrer in Flüchtlingscamps in die Westsahara schickt, um Frauen dort zu Sprachlehrern auszubilden. Ich half dabei, bebilderte Vokabelblätter auszuschneiden und zu laminieren. Einen Morgen verbrachte ich damit, die Wortkarten für die Reise in die Flüchtlingslager vorzubereiten, und bat meinen Tutor, in der Frühstückpause, etwas mehr über das Projekt zu erzählen.
Mich hat vor allem eins berührt: Unter den Karten, die wir ausschnitten, waren auch welche, die Weinflaschen, Sofas und Hunde zeigten, jedoch durchgestrichen waren. Mein Tutor erklärte, dass ich diese Karten nicht ausschneiden müsste – in den Flüchtlingslagern gäbe es ja weder Weinflaschen noch Sofas oder Hunde.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  25.11.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
25.11.2016