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Freiwilligendienst im Ausland

Zelten in Toledo

Den vorletzten Monat meines Freiwilligendienstes hatte ich mir schon lange im Voraus mit ziemlich viel Besuch vollgepackt, da noch einige meiner Freunde aus Deutschland nach Spanien kommen wollten. Zu meinem Geburtstag konnte mich eine meiner besten Freundinnen besuchen und wir fuhren nach Toledo.
Toledo ist mein Ausflugstipp für alle, die eine Auszeit von Madrid brauchen: Spaniens Hauptstadt ist zwar wirklich toll, voller Leben und mit ganz vielen Sachen, die man machen kann. Aber wer danach noch eine Stadt sehen möchte, die weniger Großstadtatmosphäre hat und dafür viel typischer nach Spanien aussieht, der sollte nach Toledo fahren. Von Madrid aus erreicht man den Ort in einer knappen Dreiviertelstunde und es fahren zahlreiche Busse, sodass man einen perfekten Tagesausflug von Madrid daraus machen kann.
Wir planten jedoch etwas anderes: Mit Zelt, Isomatten, Schlafsack und Co. fuhren wir nach Toledo, um dort zu zelten. Da unser Campingplatz etwas außerhalb lag, mussten wir zuerst einmal unsere ganze Ausrüstung durch die Hitze tragen, waren aber dennoch wirklich begeistert. Es gibt viele kleine, schmale Straßen und Treppen und eine Stadtmauer, von der man wunderbar über die Wohnsiedlungen schauen kann. Von dort hat man außerdem einen tollen Blick auf die Natur und die Flüsse im Umland.
Nachts im Zelt wurden wir davon geweckt, dass es plötzlich ganz nass war: Im Glauben, dass es eh nicht regnen würde, hatten wir das Moskitonetz offen gelassen – ein Fehler, denn es regnete tatsächlich. Doch am nächsten Tag war das Wetter wieder perfekt und mein Geburtstagswochenende wirklich toll!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  08.12.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Wortkarten für die Westsahara

Einmal in der Woche arbeite ich während meines Freiwilligendienstes im „Oficina de Acción Solidaria y Cooperación“, also im Büro für solidarische Aktionen und Kooperationen, da dort auch mein Tutor arbeitet. Sein Bereich ist für verschiedene Auslandskooperationen wie den Europäischen Freiwilligendienst, den ich mache, oder Projekte in Lateinamerika zuständig, organisiert aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten für Studierende in Madrid.
Immer wieder bekomme ich dabei viel von wirklich interessanten Themen mit – wie auch in dieser Woche: Unser Tutor erzählte davon, wie das Büro in Kooperation mit der Universität Sprachlehrer in Flüchtlingscamps in die Westsahara schickt, um Frauen dort zu Sprachlehrern auszubilden. Ich half dabei, bebilderte Vokabelblätter auszuschneiden und zu laminieren. Einen Morgen verbrachte ich damit, die Wortkarten für die Reise in die Flüchtlingslager vorzubereiten, und bat meinen Tutor, in der Frühstückpause, etwas mehr über das Projekt zu erzählen.
Mich hat vor allem eins berührt: Unter den Karten, die wir ausschnitten, waren auch welche, die Weinflaschen, Sofas und Hunde zeigten, jedoch durchgestrichen waren. Mein Tutor erklärte, dass ich diese Karten nicht ausschneiden müsste – in den Flüchtlingslagern gäbe es ja weder Weinflaschen noch Sofas oder Hunde.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  25.11.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
25.11.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Manu Chao und San Isidro

San Isidro ist der Schutzpatron von Spaniens Hauptstadt – und ihm wurde ein großes Fest gewidmet! Wir hatten gerade erst davon erfahren, als es schon losging und wir plötzlich in einem kunterbunten Programm mit zahlreichen Aktivitäten steckten. In erster Linie hatten es uns die Konzerte angetan – und schon bald hatten wir ein ganz besonderes darunter entdeckt: Manu Chao!
Bevor ich nach Spanien zog, kannte ich den Sänger noch gar nicht, aber meine französische Projektpartnerin ist begeistert von ihm. Sie hatte vor ihrer Anreise bereits nachgeschaut, ob der Sänger des so bekannten Lieds „Me Gustas Tú“ in diesem Jahr Konzerte in Spanien geben würde. Normalerweise spielte er regelmäßig in einer Bar in Barcelona, aber ausgerechnet in diesem Jahr setzte er diese Reihe aus.
Als sie jedoch einen Kurs für Gebärdensprache belegte und dort einige Worte anhand dieses Lieds erlernen sollte, wurde der Song in unserer Wohnung ständig gespielt. Ich bin in erster Linie mit amerikanischen Popsternchen aufgewachsen und finde ich es immer wieder interessant, wie viel lateinamerikanische und spanische Musik meine französische Projektpartnerin im Gegensatz dazu hört.
Als ich mir das Programm des San-Isidro-Fests anschaute, war die Freude natürlich riesig, dass dort plötzlich Manu Chao stand – er sollte tatsächlich ein Konzert geben und das genau einen Tag vor meinem Geburtstag! Da das Konzert kostenlos war, war der Plaza Mayor, einer der größten Plätze von Madrid, dementsprechend gefüllt und wir harrten bereits Stunden zuvor dort aus, um gute Plätze zu bekommen. Und das hat sich gelohnt: Es war ein fantastisches Erlebnis!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  16.11.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
16.11.2016