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Freiwilligendienst im Ausland

Das Ende naht

Den Großteil meines Freiwilligendienstes verbrachte ich bei gleich drei Einsatzstellen: das Büro, die Stiftung und das Altersheim. Einen Monat vor Abschluss des Freiwilligendienstes ging die Arbeit im Altersheim bereits zu Ende. Auch wenn es das ganze Jahr über schwierig gewesen war, sich nachmittags noch einmal für die Arbeit dort aufzuraffen, und es mir gerade anfangs schwer gefallen war, das doch etwas spezielle Spanisch der älteren Menschen zu verstehen, merkte ich nun, wie wohl ich mich dort fühlte: Egal wie müde ich hineinging, heraus kam ich nach einem Spiel Bingo immer mit einem guten Gefühl. Auch den Satz „De oca a oca y tiro porque me toca“, der bei einem Brettspiel immer wieder gerufen werden sollte und übersetzt so viel wie „Von einer Gans zur anderen und ich würfel, weil ich dran bin“ bedeutet, werde ich wohl niemals vergessen!
Da der Sommer nahte, standen für unsere Schüler die Prüfungen an. Waren diese einmal überstanden, blieben uns aber noch zwei Wochen bis zu den Ferien – und diese durften wir ganz frei gestalten. Eine Professorin der Universität bot den Schülern beinspielsweise an, das Chemielabor zu besuchen, sodass wir dort an einem Morgen pH-Werte maßen und schließlich Mund-zu-Mund-Beatmung und weitere Erste-Hilfe-Maßnahmen erlernten. Meine französische Projektpartnerin und ich machten einen Englischworkshop, bei dem wir den Schülern zeigen wollten, auf Englisch über ihre Berufswünsche zu reden. Die Sportlehrer hatten außerdem zwei Sporttage organisiert – doch die verliefen ganz entspannt: Wir gingen durch den Wald wandern, für uns eine tolle Möglichkeit, kurz vor dem Ende unseres Freiwilligendienstes noch einmal viel Zeit zu haben, um uns einfach mit unseren Schülern zu unterhalten.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  08.11.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
08.11.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Ein langes Wochenende

Auf dieses eine Wochenende haben wir uns schon fast seit Beginn unseres Freiwilligendienstes gefreut: Ausgerechnet in dem Jahr, indem wir unseren Freiwilligendienst machen, liegen die staatlichen spanischen Feiertage nämlich so, dass uns nur ein einziges verlängertes Wochenende blieb. Ein Reiseziel hatten wir dafür schon seit Langem in den Augen: Cádiz. Die Stadt liegt an der Südküste Spaniens und zwar relativ nah an der Grenze zu Portugal. Von Madrid aus ist der Weg daher etwas länger - perfekt für das lange Wochenende.
Wir freuten uns auf viel Strand und Sonnenschein – doch ganz so positiv begann das alles nicht: Am Freitagabend wollten wir gegen 23 Uhr losfahren, um am nächsten Morgen gegen 7 Uhr in Cádiz anzukommen. In der Nacht gewitterte es, die Straßen waren voll und außerdem nass und wir mussten mehrmals den Fahrer wechseln. Als ich einmal aus dem Halbschlaf aufwachte, stieß mich meine französische Freundin auf dem Sitz neben mir von der Seite an und fragte: „Möchtest du immer noch nach Portugal reisen?“ Ich nickte und sie entschied: „Dann fliegen wir aber.“
Einmal in Cádiz angekommen waren wir zwar absolut übermüdet, dafür hatten wir jedoch eine wirklich tolle Zeit: Zusammen mit fünf weiteren Freundinnen hatten wir eine Ferienwohnung gemietet. In Cádiz begrüßte uns tolles Wetter und die wirklich schöne Stadt, die am frühen Morgen noch ganz leer war. Auch den Sonnenaufgang am Strand zu beobachten, war die nächtlichen Turbulenzen glatt wert gewesen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  28.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
28.10.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Englische Lernzettel

Umso besser meine französische Projektpartnerin und ich Spanisch sprachen und unsere Einsatzstelle kannten, desto mehr Aufgaben konnten wir übernehmen. Wir arbeiten in einer Stiftung, die mit der Universidad Autónoma de Madrid kooperiert, um jungen Menschen mit geistiger Behinderung den Weg zu einem Universitätsabschluss zu ebnen. Es ist das erste derartige Projekt in Spanien. Der Lernplan gilt somit nur für unsere Schüler, Schulbücher gibt es gar nicht. Sämtliche Lernzettel, Aufgaben und mehr müssen selbst verfasst werden und wir hatten bereits mit der Englischlehrerin darüber gesprochen, dem Englischunterricht noch eine weitere Lektion hinzuzufügen, in der es um Berufe geht. Eine passende Möglichkeit kam dabei schneller als gedacht: Als die Studierenden der Uni demonstrierten und somit auch wir keinen Unterricht machen mussten, hatten wir einige Tage lang Zeit, um neue Aufgaben zu gestalten. Fiktive Zeitungsberichte, in denen Jugendliche zu ihren Berufswünschen befragt werden, Vokabellisten mit hilfreichen Ausdrücken und einige mehr haben wir uns in dieser Zeit überlegt.
Für unsere Schüler naht außerdem eine weitere Herausforderung: die Abschlussprüfungen. Diese legen sie vor verschiedenen Professoren der Uni sowie Stiftungsmitgliedern ab und erzählen von ihrem Werdegang an der Uni, von ihren Praktika und mehr. Langsam fangen wir an, die Schüler darauf vorzubereiten. Es ist für uns eine tolle Möglichkeit, nicht nur die Schüler zu unterstützen, sondern auch zu sehen, wie sie sich in ihrer Zeit an der Uni weiterentwickelt haben.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  21.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
21.10.2016