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Freiwilligendienst im Ausland

Ein langes Wochenende

Auf dieses eine Wochenende haben wir uns schon fast seit Beginn unseres Freiwilligendienstes gefreut: Ausgerechnet in dem Jahr, indem wir unseren Freiwilligendienst machen, liegen die staatlichen spanischen Feiertage nämlich so, dass uns nur ein einziges verlängertes Wochenende blieb. Ein Reiseziel hatten wir dafür schon seit Langem in den Augen: Cádiz. Die Stadt liegt an der Südküste Spaniens und zwar relativ nah an der Grenze zu Portugal. Von Madrid aus ist der Weg daher etwas länger - perfekt für das lange Wochenende.
Wir freuten uns auf viel Strand und Sonnenschein – doch ganz so positiv begann das alles nicht: Am Freitagabend wollten wir gegen 23 Uhr losfahren, um am nächsten Morgen gegen 7 Uhr in Cádiz anzukommen. In der Nacht gewitterte es, die Straßen waren voll und außerdem nass und wir mussten mehrmals den Fahrer wechseln. Als ich einmal aus dem Halbschlaf aufwachte, stieß mich meine französische Freundin auf dem Sitz neben mir von der Seite an und fragte: „Möchtest du immer noch nach Portugal reisen?“ Ich nickte und sie entschied: „Dann fliegen wir aber.“
Einmal in Cádiz angekommen waren wir zwar absolut übermüdet, dafür hatten wir jedoch eine wirklich tolle Zeit: Zusammen mit fünf weiteren Freundinnen hatten wir eine Ferienwohnung gemietet. In Cádiz begrüßte uns tolles Wetter und die wirklich schöne Stadt, die am frühen Morgen noch ganz leer war. Auch den Sonnenaufgang am Strand zu beobachten, war die nächtlichen Turbulenzen glatt wert gewesen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  28.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
28.10.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Englische Lernzettel

Umso besser meine französische Projektpartnerin und ich Spanisch sprachen und unsere Einsatzstelle kannten, desto mehr Aufgaben konnten wir übernehmen. Wir arbeiten in einer Stiftung, die mit der Universidad Autónoma de Madrid kooperiert, um jungen Menschen mit geistiger Behinderung den Weg zu einem Universitätsabschluss zu ebnen. Es ist das erste derartige Projekt in Spanien. Der Lernplan gilt somit nur für unsere Schüler, Schulbücher gibt es gar nicht. Sämtliche Lernzettel, Aufgaben und mehr müssen selbst verfasst werden und wir hatten bereits mit der Englischlehrerin darüber gesprochen, dem Englischunterricht noch eine weitere Lektion hinzuzufügen, in der es um Berufe geht. Eine passende Möglichkeit kam dabei schneller als gedacht: Als die Studierenden der Uni demonstrierten und somit auch wir keinen Unterricht machen mussten, hatten wir einige Tage lang Zeit, um neue Aufgaben zu gestalten. Fiktive Zeitungsberichte, in denen Jugendliche zu ihren Berufswünschen befragt werden, Vokabellisten mit hilfreichen Ausdrücken und einige mehr haben wir uns in dieser Zeit überlegt.
Für unsere Schüler naht außerdem eine weitere Herausforderung: die Abschlussprüfungen. Diese legen sie vor verschiedenen Professoren der Uni sowie Stiftungsmitgliedern ab und erzählen von ihrem Werdegang an der Uni, von ihren Praktika und mehr. Langsam fangen wir an, die Schüler darauf vorzubereiten. Es ist für uns eine tolle Möglichkeit, nicht nur die Schüler zu unterstützen, sondern auch zu sehen, wie sie sich in ihrer Zeit an der Uni weiterentwickelt haben.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  21.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
21.10.2016

Mein Freiwilliges Jahr

Eine Pirateninsel vor Alicante

Meine nächste Reise führte mich nach Alicante: In der spanischen Küstenstadt war ich zwei Monate zuvor schon einmal gewesen, aber weil mich die Stadt so sehr begeisterte, wollte ich während meines Freiwilligendienstes unbedingt noch einmal dorthin. Im Endeffekt blieb mir für den Trip nur ein Wochenende und so waren die Bustickets schnell gekauft. Für mich ist Alicante noch immer eine meiner spanischen Lieblingsstädte, weil das Zentrum so vieles vereint: Auf der einen Seite gibt es einen wunderbaren Strand und im Meer kann man auch gut schwimmen, auf der anderen Seite hat Alicante einen wirklich schönen Hafen. Weiter die Küste hinauf gibt es tolle Wanderwege, das Castillo lädt zur Besichtigung ein, aber auch die Altstadt hat wunderschöne, kleine Straße sowie tolle Cafés und Bars!

Für dieses Wochenende hatte ich mir aber etwas Besonderes vorgenommen: Mit einem kleinen Touristenboot fuhr ich auf die Tabarca, eine knapp eine Stunde vor der Küste liegende Insel, die auch gerne als „Piratenfels“ bezeichnet wird. Zweifelte ich am Morgen noch, ob die lange Bootsfahrt den Besuch überhaupt wert sein würde, war ich dort angekommen einfach nur begeistert. Die Insel teilt sich in zwei Teile auf: ein Teil, der ganz grün und verlassen ist, auf dem aber noch ein alter Friedhof und ein größeres, unbewohntes Gebäude stehen, sowie ein zweiter Teil, auf dem auch kleine Hotels und zahlreiche Restaurants zu finden sind. Dabei lohnt es sich wirklich, einfach einmal die gesamte Insel zu umrunden – und weil sie so klein ist, ist das in unter einer Stunde locker möglich!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  14.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
14.10.2016