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Freiwilligendienst im Ausland

Auf nach Sevilla!

Kaum ein Fest scheint in Spanien so bekannt zu sein wie die Frühlingsfeste – und für so ein Frühlingsfest fuhr ich vor einiger Zeit mit einer deutschen Freundin nach Sevilla! Wir nahmen gleich die erste Metro morgens früh um 6 Uhr, um im Anschluss mit dem Reisebus schon gegen 14 Uhr in Sevilla anzukommen, einer der bekanntesten Städte Andalusiens. Zuerst nahmen wir uns etwas Zeit für eine kleine Stadttour: Da die meisten Menschen und gerade die Touristen bereits zur Feria, einem großen Fest auf einem Gelände etwas außerhalb, geströmt waren, hatten wir beinahe das Gefühl, die Stadt für einige Stunden für uns allein zu haben. Besonders der Plaza de España hat mich dabei unendlich beeindruckt: Er ist wunderschön, wirklich groß und lud für so einige Fotos ein!
Bevor wir gegen Mitternacht auf die Feria gingen, verbrachten wir den Abend in der Stadt. Hatten wir während der Führung noch Pech mit dem Wetter, war es inzwischen trocken. Gerade, weil die Stadt wie leergefegt erschien, war es schön, sich in den kleinen Gassen aufzuhalten. Wir taten natürlich das, was alle Touristen tun: sich in einem kleinen Laden eine der rot-weißen Blumenclips kaufen und in die Haare stecken. Auf der Feria holen nämlich die Frauen aus Sevilla die traditionellen Kleider heraus, die in ihrer Farbenpracht wirklich beeindruckend sind! Und da will man wenigstens ein bisschen mithalten. Enttäuscht wurden wir jedoch von den Zelten, in denen gefeiert wird: Ein Großteil von ihnen ist privat, sodass wir nicht hinein gelassen wurden. Gemeinsam mit einigen anderen Erasmusstudierenden und anderen Freunden veranstalteten wir dann jedoch unsere eigene kleine Party– und natürlich eine abschließende Fahrt mit dem Riesenrad, um das Frühlingsfest einmal aus der Luft sehen zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  07.10.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
07.10.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Verspätungen in Spanien

Angeblich sind die Spanier ja recht locker in Sachen Pünktlichkeit. Das wurde mir vor meiner Abreise so oft erzählt. Mein erster Eindruck war zuerst einmal, dass das gar nicht stimmte: Gleich bei meinem ersten Seminar wurden wir darauf hingewiesen, dass wir pünktlich sein sollten. Umso länger ich jedoch in meinem Projekt arbeitete, desto klarer wurde mir, dass Spanier einfach entspannter auf Verspätungen reagieren: Wenn ich mit zehn Minuten Verspätung zur Arbeit kam, wurde nicht einmal eine Erklärung erwartet. In Deutschland hätte ich vermutlich ausführlich davon erzählt, wie ich beim Frühstück aufgehalten worden war, auch wenn diese Geschichten in meinen Ohren manchmal eher wie ein Gesprächseinstieg als eine Entschuldigung klingen.
Auch die Metro in Madrid erschien mir von Anfang an wirklich verlässlich und sämtliche Busreisen klappten ohne weitere Probleme. Dafür saß ich aber auch schon einmal knappe 20 Minuten in einem Zug, der im Bahnhof hielt, aber einfach nicht weiterfahren wollte – irgendwann wurde ich darauf hingewiesen, dass anscheinend gestreikt wurde. Zu dem Zeitpunkt war ich schon so spät für meinen Salsa-Unterricht dran, dass ich gleich zuhause geblieben bin.
Auch als mich zum ersten Mal eine Freundin aus Deutschland besuchen wollte, wurde mir schnell klar, dass Reisen nicht immer so funktionieren, wie sie geplant wurden: Zwei Stunden bevor ich sie vom Flughafen abholen wollte, bekam ich eine SMS mit dem Inhalt, dass die Notausgänge des Flugzeugs ausgefallen seien, daher nicht alle Passagiere mitgenommen werden konnten und sie nun ganze 24 Stunden später ankommen würde – ein Glück, dass mir selbst bis jetzt so ein Durcheinander erspart blieb!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  26.09.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
26.09.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Wir werfen mit Farben!

Vor meinem Freiwilligendienst in Spaniens lebendiger Hauptstadt Madrid habe ich in einer so kleinen Stadt in Nordrhein-Westfalen gewohnt, dass ich schon in eine andere Stadt fahren musste, um zur Schule zu gehen. Hier bin ich immer wieder überrascht, wie vielseitig die Angebote sind, vor allem am Wochenende! Von gemütlichen Abenden in Bars bis zu Nachmittagen in Cafés, vielen Kultur- und Sportveranstaltungen und mehr ist für jeden etwas dabei – auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, von all dem etwas erschlagen zu werden. In meiner Heimatstadt gab es genau ein Tanzstudio, in dem ich jahrelang Ballett, Jazztanz und mehr getanzt habe. Aber in Madrid gibt es weit über zwanzig Tanzstudios mit derartigen Kursen. Im Endeffekt bin ich mit einer Freundin in einem Fitnessstudio gelandet, weil ich gar nicht wusste, wo ich bei diesem riesigen Angebot anfangen wollte, zu suchen.

Und dennoch gibt es auch hier immer wieder Highlights. So hatte die Hauptstadt Spaniens am vergangenen Wochenende mal wieder etwas Besonderes zu bieten: den HoliRun. Die Veranstaltung kennt ihr vermutlich schon: Mehrere hundert Menschen laufen eine abgesteckte Strecke entlang und lassen sich dabei mit farbigem Pulver bewerfen – klingt verrückt, macht aber tatsächlich Spaß. Für uns stand sofort fest, dass dies umso mehr Spaß machen muss, wenn man es in einer so großen Stadt wie Madrid macht. Damit war die Entscheidung schnell getroffen und die Karten gekauft. Als wir uns am Sonntagmorgen mit unseren Turnbeuteln und den T-Shirts trafen, zweifelten wir jedoch zuerst einmal, ob dieses Wetter überhaupt tauglich fürs Joggen war: Schwarze Wolken breiteten sich nämlich über dem Himmel aus. Geschafft haben wir die Laufstrecke aber ohne Regen – ebenso wie viele Stunden danach, die wir tanzend vor der großen Bühne verbrachten. Mein Gesicht war mitunter neongrün und gegen Ende eine Mischung aus hochrot und dunkellila. Die dabei geschossenen Erinnerungsfotos gehören auf jeden Fall schon jetzt zu meinen liebsten aus Madrid!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  16.09.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
16.09.2016