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Freiwilligendienst im Ausland

Und nächstes Jahr?

Die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist bereits vorbei. Auf der einen Seite fühle ich mich, als wäre ich gerade erst in Madrid angekommen. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht mehr vorstellen, die Stadt wieder zu verlassen. Die Universität, Tortilla, Tapas und Paella, der Wein und die Sprache – all das fühlt sich so sehr nach meinem Zuhause an, dass ich zwischendurch sogar mit dem Gedanken gespielt habe, in Spanien zu studieren.
Mittlerweile bin ich davon aber wieder abgekommen. Zum einen möchte ich zum Studieren nämlich in eine kleinere Stadt als Madrid, zum anderen müsste ich dafür noch viel besser spanisch sprechen. Außerdem möchte ich noch in anderen Ländern leben und befürchte, dass ich vielleicht keine Lust mehr auf ein Auslandssemester oder -praktikum haben werde, wenn ich sowieso schon im Ausland studiere. Also werde ich doch zurück nach Deutschland gehen. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, was ich studieren will.
Nebenbei grübele ich auch darüber, was von meinem Auslandsaufenthalt letztendlich übrigbleiben wird. Wen werde ich nach diesem Jahr wiedersehen? Meine französische Projektpartnerin und ich sprachen darüber, uns in unseren Heimatländern zu besuchen oder gemeinsam zu verreisen. Ich bin gespannt, ob wir das wirklich hinbekommen.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  19.07.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
19.07.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Alhambra und Tapas

Weil das Wetter in Madrid neulich nicht ganz dem spanischen Klischee von Sonne und blauem Himmel entsprach, wollte ich mit meiner französischen Mitbewohnerin nach Granada fahren und ich freute mich schon sehr auf die Andalusienreise. Wir hatten bereits ein Zimmer in einer kleinen Pension gebucht und nachdem wir bei unserer letzten Andalusienreise nach Málaga in einem Schlafsaal mit zehn Betten übernachtet hatten, waren wir doch froh, diesmal ein Zimmer für uns zu haben. Nach der fünfstündigen Busfahrt blieb uns am ersten Tag nicht mehr viel Zeit, deshalb entschieden wir uns dazu, einfach noch etwas essen zu gehen – und lernten bereits eine wirklich tolle Tradition kennen: Tapas. Zwar kann man die kleinen Appetithäppchen auch in Madrid kaufen, in Granada jedoch bekamen wir in manchen Bars eine große Portion zu jedem Getränk kostenlos dazu. Zuerst dachten wir, der Kellner hätte uns verwechselt und uns versehentlich das Essen eines anderen gebracht.
Besonders begeistert hat uns auch die Alhambra: Die im maurischen Stil erbaute Stadtburg ist seit 1984 Weltkulturerbe – und das zu Recht! Sie bietet nicht nur wunderschöne Gärten, sondern auch bewundernswerte Paläste und einen wahnsinnig tollen Blick über ganz Granada.
Das ganze Wochenende über blieben wir immer wieder in kleinen Cafés oder Bars hängen und schlenderten durch das stark marokkanisch geprägte Stadtviertel. Granada ist wirklich eine Stadt, die man in Spanien gesehen haben muss, weil sie so viel Flair zu bieten hat!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  13.07.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
13.07.2016

Freiwilligendienst im Ausland

EVSler zu Besuch

Am vergangenen Wochenende bekam ich mal wieder Besuch. Nachdem ich ja vor kurzem bei einer Freundin zu Besuch war, die in Alicante ihren Europäischen Freiwilligendienst macht, kam diese nun zusammen mit einer Freundin nach Madrid. Und da meine Projektpartnerin übers Wochenende mit ihrem Freund in den Urlaub fahren wollte, waren wir plötzlich drei Deutsche in der Wohnung.
Wieder einmal musste ich feststellen, dass man die eigene Stadt mit anderen Augen sieht, wenn man Besuch hat: Wir gingen auf einen Markt, der nur an diesem Wochenende aufgebaut war und saßen abends gemütlich zusammen, um uns über unsere Erfahrungen in Spanien auszutauschen. Endlich bekam ich auch ein Museum in Madrid zu sehen, denn obwohl Spaniens Hauptstadt für seine tollen Museen bekannt ist, fehlte mir in den vergangenen Monaten die Zeit, um diese auch einmal zu besuchen. An dem Wochenende gingen wir dann ins Prado, das wohl bekannteste Museum Madrids. Auch wenn Kunst eigentlich nicht zu meinen Interessen gehört, fand ich die Ausstellung trotzdem wirklich beeindruckend! Tatsächlich habe ich Madrid noch einmal so richtig lieben gelernt: War ich die Wochenenden zuvor nur selten hier, da ich so viel reisen wollte wie nur irgendwie möglich, freue ich mich jetzt darüber, in einer Stadt zu leben, die so unendlich viel zu bieten hat.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  06.07.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
06.07.2016