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Freiwilligendienst im Ausland

Was für eine Sprache sprechen wir eigentlich?

Zu Beginn meines Freiwilligendienstes sprach ich noch kein Wort Spanisch und fand es schwierig, dass meine französische Projektpartnerin und ich uns nicht auf Englisch verständigen konnten. Mittlerweile bin ich heilfroh darüber, denn so sind wir gezwungen, miteinander Spanisch zu sprechen – und das klappt überraschenderweise wirklich gut.

Bis heute fasziniert mich, wie man eine Sprache nur durchs Sprechen lernen kann. Ich hatte in den ersten drei Monaten in Madrid keinen Spanischunterricht und schaute mir viele Wörter und Wendungen bei anderen ab, sodass ich mich trotzdem irgendwann ganz gut verständigen konnte. Und nicht nur mir ging es so, sondern auch den anderen Freiwilligen, die zuerst kein Wort spanisch konnten.

„Aber wenn ihr alleine seid, sprecht ihr doch Englisch, oder?“, fragen uns manchmal die spanischen Freiwilligen, mit denen wir in der Uni arbeiten und wir schütteln lachend den Kopf. Für sie ist es wohl kaum vorstellbar, mit unserem Spanischniveau den Alltag zu meistern, für mich wäre das vermutlich umgekehrt in meinem Heimatland mit schlechten Deutschkenntnissen auch nicht möglich. Manchmal zweifle ich auch daran, ob wir überhaupt Spanisch sprechen – hin und wieder fällt eine französische Redewendung auf Spanisch, ein deutsches Wort, an das man einfach mal ein „o“ oder „a“ anhängt in der Hoffnung, dass es dadurch spanisch klingt – aber immerhin: Wir verstehen uns ganz gut und wissen inzwischen, dass man mit Google Translator, Händen, Füßen und Co. doch ganz schön weit kommen kann!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  27.05.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
27.05.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Warum Mädchen keinen Eintritt zahlen

Wenn ich nachts auf Madrids Straßen im Zentrum unterwegs bin, werde ich ständig angesprochen: Unzählige Menschen wollen mich in ihre Bars oder Clubs locken. Gerade Diskotheken verlangen teilweise hohe Eintrittspreise – jedoch nicht für alle: Immer mehr setzt sich der Trend durch, dass Mädchen – wenn sie möchten – kostenlos hineingelassen werden oder zumindest weniger zahlen müssen als männliche Besucher.

Als ich zum Beispiel an einem Abend mit einer reinen Mädchengruppe unterwegs war, besuchten wir drei Diskotheken, ohne auch nur einmal Eintritt zu zahlen. An einem anderen Abend zahlten meine Freundinnen und ich nur den halben Eintritt.

Aber was steckt hinter der Masche? Ich glaube, niemand geht gerne in eine leere Diskothek. Die Besitzer lassen also anfangs einige Leute kostenlos rein, um die Tanzfläche zu füllen. Das zeigt unschlüssigen Gästen, dass im Club etwas los ist und es sich lohnt, hineinzugehen. Aber ist das fair? Bestimmt nicht – und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich dabei nicht immer gut fühle. Auch wenn ich natürlich trotzdem noch freiwillig in eine Diskothek gehe, fühlt sich der kostenlose Eintritt manchmal so an, als würden wir dafür bezahlt, um andere Besucher anzulocken. Dennoch werde ich mit Freundinnen weiterhin noch das eine oder andere Mal feiern gehen, doch ich werde Orte, in denen Mädchen gar nichts oder weniger als Jungen zahlen, versuchen zu meiden.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  19.05.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
19.05.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Meine ersten Besucher

Zunächst habe ich in Madrid kaum Museen, Parks oder andere Sehenswürdigkeiten gesehen. Das lag in erster Linie daran, dass sich meine Familie und vier meiner Freundinnen für einen Besuch angemeldet hatten und ich nicht mehrmals in dasselbe Museum gehen wollte. Spontan hatten sich auch mein Onkel und meine Tante dazu entschieden, mich zu besuchen. Ich freue mich sehr und beschloss, sie am Flughafen abzuholen. Aber das konnte ich mir letztlich sparen: Unglücklicherweise war im Flugzeug nämlich kein Platz mehr für sie und sie mussten über Nacht in einem Hotel in Düsseldorf bleiben. Als sie am nächsten Tag endlich ankamen, erkundeten wir die Stadt.

Den größten Park in Madrid kannte ich bereits, den einzigen Fluss der Stadt hatte ich allerdings noch nicht gesehen. Auch der königliche Palast und der Tempel waren mir neu. Letztendlich war es ein wirklich schönes Wochenende, doch dann standen wir vor demselben Chaos wie beim Hinflug: Die beiden sollten online einchecken, was jedoch nicht funktionierte. Also rief ich bei der Fluggesellschaft an, die mir aber leider auch nicht weiterhelfen konnte. Schließlich sprach ich mit meiner Einsatzstelle ab, dass ich nicht zur Arbeit kommen würde, um die beiden zum Flughafen begleiten und im Notfall übersetzen zu können. Wie sich herausstellte, war das eine gute Entscheidung: Die Ticket-maschine am Flughafen spuckte nämlich nur ein Ticket aus und erst ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft konnte unser Problem lösen. Bei meinen nächsten Gästen verläuft die An- und Abreise hoffentlich unkomplizierter.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  11.05.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
11.05.2016