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Freiwilligendienst im Ausland

Neue Aufgaben

Nachdem ich eine Woche nach Andalusien verreist war, fiel es mir schwer, mich in Madrid wieder einzuleben. In meiner Einsatzstelle bekam ich zudem neue Aufgaben zugeteilt. Unsere Studierenden mit geistiger Behinderung absolvieren während ihres Studiums zweimal wöchentlich ein Praktikum. Da ich mich mittlerweile ganz gut auf Spanisch verständigen kann, wurde es zu meiner Aufgabe, einen der Studierenden dorthin zu begleiten. Er hilft in der medizinischen Bibliothek der Universität mit, wo er unter anderem Bücher katalogisiert. Meine Aufgabe ist es weniger, ihn bei den konkreten Tätigkeiten zu unterstützen, sondern ihm bei allem drum herum zu helfen. Er sollte sich beispielsweise auf die Frage, wie sein Wochenende war, auch danach erkundigen, wie das Wochenende des Gegenübers war. Und er sollte sich die Person einprägen, die er bei Unklarheiten fragen muss. Das Praktikum sollte ihn auf das spätere Arbeiten in einer Firma vorbereiten. Für mich war es eine total interessante Erfahrung, einen Studenten einmal nicht in der Klasse, sondern allein an seinem Arbeitsplatz zu erleben.

Zu diesem Zeitpunkt ging auch die Hälfte meines Freiwilligendienstes zu Ende und meine Aufnahmeorganisation dachte schon über die Freiwilligen des kommenden Jahres nach. Bewerbungen aus den unterschiedlichsten Ländern gingen ein – von Deutschland und Frankreich über Italien bis hin zu Russland und Dänemark. Es war wirklich interessant einmal mitzubekommen, wie die Bewerberauswahl ablief. Vor allem eines habe ich dabei gelernt: Wenn man nicht genommen wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass man nicht gut genug war.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  27.04.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
27.04.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Wir wollen Meer!

Wenn man schon einmal wegen eines Seminars fast sieben Stunden in Metro und Bus verbringt, von Madrid bis nach Andalusien reist und plötzlich ein bisschen Sonne- und Meeresgeruch gewittert hat, dann möchte man doch gar nicht mehr zurück, oder? Ungefähr so ging es mir nach meinem zweiten Seminar und glücklicherweise habe ich das schon geahnt und direkt im Anschluss eine Reise geplant: Übers Wochenende blieb ich in Málaga, einer der südlichsten Städte Spaniens. Nachdem ich vier Tage damit verbracht hatte, junge Menschen aus ganz Europa kennenzulernen, über die vergangenen Monate nachzudenken und über meinen Freiwilligendienst zu reflektieren, war ich so müde, dass ich mich vor allem über einen Teil von Málaga freute: den Strand.

Den ersten Tag verbrachte ich beinahe ausschließlich dort, lag im Sand, trank eiskalten Kaffee und steckte die Füße ins Wasser. Viel weiter traute ich mich dann allerdings nicht, dafür war es im Januar einfach noch zu kalt. Ich fand es unglaublich, dass ich Ende Januar in der Sonne am Strand saß, während meine Freunde in Deutschland mir Fotos von grauen und verregneten Straßen schickten.

Am zweiten Tag wollte ich mir aber auch die Haupttouristenattraktion anschauen: Alcazaba. Die aus dem elften Jahrhundert stammende Festung ist wirklich schön, bietet ebenso viel Geschichte wie Natur und außerdem einen fantastischen Blick über die ganze Stadt! Auch wenn Andalusien in seinem Inneren noch schönere Städte zu bieten hat, wie ich einige Wochen später erfuhr, werde ich Málaga dennoch in Erinnerung behalten, denn das Wochenende hier war einfach schön und nach der Zeit in Spaniens lebendiger Hauptstadt auch wirklich entspannend.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  18.04.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
18.04.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Wiedersehen macht Freude

Bei meinem Europäischen Freiwilligendienst, der mehr als sechs Monate dauert, gehören zwei Seminare obligatorisch dazu: In Spanien nennen wir sie „Formación a la llegada“, wörtlich übersetzt „Seminar bei der Ankunft“, sowie „Evaluación Intermedia“, also eine Auswertung nach der Hälfte des Freiwilligendienstes.

Als ich fünf Stunden lang im Bus saß, um von Madrid nach Mollina in der Nähe von Málaga zu fahren, lagen noch fünf Monate und damit mehr als die Hälfte meines Dienstes vor mir. Dennoch fand ich den Zeitpunkt im Endeffekt perfekt: Zwei Wochen, nachdem ich von meinen Deutschlandurlaub wiedergekommen war, war in Madrid doch noch ein wenig der Winter eingebrochen, wegen Prüfungen an der Uni hatten viele Projektmitarbeiter keine Zeit und deshalb gab es nicht viel zu tun. Meine Motivation sank. Umso besser, einmal aus dem Alltag herauszukommen und zahlreiche weitere Freiwillige kennenzulernen, die aus den verschiedensten europäischen Ländern kamen.

Untergebracht in einem Bungalowdorf verbrachten wir dort eine aufregende Woche: Insgesamt waren wir über hundert Freiwillige, wurden aber für die Zeit des Seminars in kleine Gruppen aufgeteilt. Besonders freute ich mich darüber, dass ich einige Freunde von meinem ersten Seminar wiedersehen durfte. Hatten wir damals noch Spanischunterricht, sah es inzwischen ganz anders aus: Es gelang uns tatsächlich, die gesamte Woche über ausschließlich Spanisch zu reden. Gegenseitig stellten wir uns unsere Projekte vor und besprachen mit unseren Seminarleitern vor allem einige organisatorische Aspekte.

Am zweiten und dritten Tag warfen wir einen Blick in die Zukunft: Wir sprachen über den „Youthpass“, ein Dokument, das uns dabei helfen soll, abschließend über unseren Freiwilligendienst zu reflektieren, und malten ein fiktives Projekt auf, um anschließend darüber zu sprechen, wie man es in die Realität umsetzen könnte. Was ich aus der Woche mitnahm, war vor allem eine große Portion Motivation, jede Menge Tipps und Anregungen und ganz viel Lust, in den kommenden Monaten noch viel mehr zu reisen!

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  07.04.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
07.04.2016